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Englischsprachiges Masterstudium Technical Physics

Als zentrale Naturwissenschaft bildet Physik die Grundlage für innovative Entwicklungen in Spitzentechnologien und Zukunftsthemen wie Energie, Umwelt und Digitalisierung. Das Masterstudium „Technical Physics“ bietet eine moderne Physikausbildung nahe an Forschung und Wirtschaft.

Zwei Männer arbeiten an einer Maschine.

Eckdaten

  • Studiendauer: 4 Semester
  • ECTS-Anrechnungspunkte: 120
  • Abschluss: Diplom-Ingenieurin bzw. Diplom-Ingenieur (Dipl.Ing. oder DI), entspricht dem Master of Science (MSc)
  • Unterrichtssprache: Englisch

Das Studium

Aufbauend auf einem Bachelorstudium der Physik erweitern Sie im Masterstudium „Technical Physics“ Ihre physikalisch-mathematische Problemlösungskompetenz und bearbeiten forschungs- und anwendungsorientierte Fragestellungen.

Alleinstellungsmerkmal dieses Studiums sind vielfältige Vertiefungsmöglichkeiten in z. B. folgenden Bereichen:

  • Nano- und Quantum Materials zur Entwicklung von neuartigen funktionellen Strukturen sowie von Konzepten für Materialien von übermorgen – bis hin zur Erstellung künstlicher Haut,
  • modernste Laserspektroskopie zur Erforschung von physikalischen Prozessen auf atomaren Längen- und Zeitskalen,
  • Computersimulationen von der Grundlagenforschung bis zur gezielten Materialentwicklung.

Alle Module des Studiums beinhalten ein „Forschungslabor“, in dem Studierende durch praktische Übungen ein tieferes Verständnis erwerben. Ihnen stehen dazu High-End-Geräte und Laboreinrichtungen zur Verfügung - z. B. weltweit einzigartige Messinstrumente mit atomarer Auflösung, Femtosekundenlaser-Labor, modernste Computercluster.

Darüber hinaus bietet ein von Studentinnen und Studenten betriebenes Labor – das PhiLab – einen offenen Makerspace für Studierende und ihre Projekte (Drohnen, Teslaspule, etc.).

Curriculum

Semesterplan

     

Inhaltliche Schwerpunkte

Eine breite Basisausbildung mit folgenden Pflichtmodulen bildet das Fundament:

Statistical and Computational Physics: Sie erwerben Kenntnisse der statistischen Physik und Quantenstatistik und erlernen die wichtigsten Methoden der Computersimulation.

Advanced Quantum Mechanics and Atom Physics: Sie beschäftigen sich mit den Prinzipien der fortgeschrittenen Quantenmechanik und der Zusammensetzung von Winkelmomenten, identischen Teilchen, Streutheorie und der Wechselwirkung zwischen Strahlung und Materie.

Advanced Solid State Physics and Radiation Physics: Sie vertiefen sich in Bereiche der Strahlenphysik, einschließlich Strahlungsdetektion und -dosimetrie, Strahlenschutz und Anwendung ionisierender Strahlung. Sie erlernen ein grundlegendes Verständnis von kristallinen Festkörpern.

Business and Entrepreneurship: Sie beschäftigen sich mit Aufbau, Organisation und Führung von Betrieben und erlernen Methoden des Innovationsprozesses.

Zusätzlich können Sie sich in drei Vertiefungsmodulen der Technischen Physik spezialisieren, wobei 13 Vertiefungsmodule zur Auswahl stehen.

Im Rahmen des Wahlfachs können Sie sich auch für das Lehrveranstaltungsangebot des Masterstudiums „Physics“ entscheiden.

Mariana Bras
Mariana Brás, Studentin im Master Technical Physics, aus Portugal

Technical Physics gives you tools not only to see the world but also to understand it. Physics goes beyond the visible world.

TU Graz has opened doors that were closed to me before. In addition, all of the professors are so understanding and helpful. They have an honest and profound interest in their subject and they are fascinated by their specialist field.

The university has a large number of laboratories with great facilities that enable you to combine theory with practice. TU Graz also has numerous interesting connections to companies.

Hermann Schranzhofer
Hermann Schranzhofer, Absolvent; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wärmetechnik an der TU Graz

Mit einem Studienabschluss in Technical Physics ist man sowohl in der Forschung als auch in der Industrie sehr gefragt und flexibel einsetzbar.

Als eine meiner ersten beruflichen Stationen war ich bei der KNAPP AG in der Softwareentwicklung tätig, nach meiner Väterkarenz forschte ich im Rahmen meiner Dissertation an der Montanuniversität Leoben im Bereich Lithium-Ionen-Batterien.

Aktuell bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wärmetechnik der TU Graz, wo ich zum Thema erneuerbare Energie forsche – derzeit mit dem Schwerpunkt Speichertechnologie und Einbindung von erneuerbarer Energie in Wärmenetze.

Kooperationen und Vernetzung

Internationaler Austausch auf wissenschaftlicher Ebene – z. B. im Rahmen des Physik-Kolloquiums ist im Masterstudium von großer Bedeutung. Darüber hinaus werden international renommierte Gastprofessorinnen und -professoren für mehrere Wochen an die TU Graz eingeladen und geben Einblick in ihre Forschungsgebiete.

Studierende profitieren von Kooperationen mit internationalen Forschungseinrichtungen wie dem CERN oder dem Max-Planck-Institut für Fusionsplasmaphysik und der Zusammenarbeit mit internationalen Universitäten. Für Einblicke in die Praxis und die Durchführung von Masterarbeiten sorgen langjährige Partnerschaften mit namhaften Unternehmen wie ams, AVL, EPCOS, Infineon, etc.

Die weltweite Vernetzung von Physik-Absolventinnen und Absolventen sowie Studierenden wird unterstützt von der IAPS – International Association of Physics Students. Im Rahmen von IAPS werden z. B. Konferenzen, Exkursionen zu Forschungseinrichtungen (CERN, JET, Gran Sasso,…), Summer Schools oder Austauschprogramme organisiert.

Zulassung zum Studium

Voraussetzungen für die Zulassung ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums.

Zusätzlich benötigen Sie einen Nachweis der Englischkenntnisse.

 

1. Aufnahmeverfahren

Studienjahr 2020/21

Das Aufnahmeverfahren ist bereits abgeschlossen.

Ohne Aufnahmeverfahren zugelassen werden Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Physik an der TU Graz oder der Universität Graz.

Absolventinnen und Absolventen aller anderen Studien der TU Graz, bzw. bei einem NAWI Graz Studium auch der Universität Graz, können sich um Zulassung im zuständigen Referat im Studienservice bewerben.

Studienjahr 2021/22

Es findet kein Aufnahmeverfahren statt. Sie können direkt zum nächsten Schritt (2. Zulassung) gehen.

2. Zulassung

Wenn Sie bereits an der TU Graz zu einem Studium zugelassen sind oder waren, kommen Sie zur Zulassung während der Zulassungsfrist persönlich ins Studienservice der TU Graz.

Information und Beratung

Kontaktieren Sie studynoSpam@tugraz.at

Berufsperspektiven

Berufsfelder

Technische Physikerinnen und Physiker gelten als universelle Problemlöserinnen und Problemlöser in innovativen Branchen. Sie sind als hochqualifizierte Fachleute in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen in Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft im In- und Ausland tätig.

Absolventinnen und Absolventen haben vielfältige berufliche Möglichkeiten und sind vor allem in folgenden Branchen tätig:

  • Hochschulen sowie anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen
  • Datenverarbeitung
  • Elektronik und Elektrotechnik
  • Feinmechanik und Optik
  • Maschinen- und Fahrzeugbau
  • Gesundheitswesen und öffentlicher Dienst
  • Dienstleistungssektor und Dienstleistungen für Unternehmen
Gernot Bukovnik
Gernot Bukovnik, Absolvent; Senior Engineer & Teamleiter im Fachbereich Fahrzeug-Aerodynamik bei Magna Steyr

Technische Physik bildet die Basis aller Ingenieurswissenschaften und eröffnet Absolvent/innen daher eine Vielzahl von Einsatzgebieten in der Industrie.

Besonders fasziniert mich die Beschreibung komplexer Systeme der Realität durch mathematische Modelle, die Abbildung der Modelle durch numerische Methoden in der Simulation und die Überprüfung der Ergebnisse durch Experimente. All diese Themen werden im Studium Technische Physik bearbeitet und das nötige Fachwissen vermittelt.

Peter Pichler
Peter Pichler, Absolvent; Universitätsassistent am Institut für Experimentalphysik

Durch das Studium der Technischen Physik an der TU Graz lernte ich lösungsorientiert zu denken und mit Forscherinnen und Forschern aus weiten Teilen der Welt konstruktiv und fruchtbar zusammenzuarbeiten. Dank dieser Fähigkeiten bekam ich im Rahmen meiner Dissertation zudem die wunderbare Chance, an einem Experiment auf der Internationalen Raumstation teilzunehmen.

Mehr über Peter Pichler und seine Arbeit am Institut für Experimentalphysik

Andreas Kautsch
Andreas Kautsch, Absolvent; Head of Particle Analysis & Surface Charge, Anton Paar GmbH

Naturwissenschaftlich-technische Prinzipien verstehen und damit komplexe Probleme lösen – das motivierte mich zum Physikstudium und auch während der Studienzeit. Der Wunsch nach einer Hands-on-Arbeitsweise leitete mich dann zu Abschlussarbeiten mit experimentellem Bezug. Ich arbeite in einem Hochtechnologie-Unternehmen mit starker vertikaler Integration. Hier sind genau diese Motivation und Kompetenzen gefragt, um in einer Schnittstellenfunktion unterschiedlichste Themengebiete effizient bearbeiten zu können.