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Masterstudium Geodäsie

Die Welt sowohl global als auch lokal vermessen, Geodaten aufbereiten und analysieren, satelliten­gestützte Technologien anwenden oder zur Entwicklung neuer Messsysteme und Sensoren beitragen – all diese Aspekte und noch viele mehr behandelt das Masterstudium Geodäsie an der TU Graz!
Sie gestalten das Studium individuell nach Ihren Interessen und spezialisieren sich in zwei oder mehr Fachgebieten der Geodäsie. Damit werden Sie zur Expertin bzw. zum Experten für Kataster, Ingenieurgeodäsie, Satellitengeodäsie, Navigation, Fernerkundung und Photogrammetrie oder Geoinformation.

Inhalte

  • Sie vertiefen Ihre wissenschaftlichen und praxisbezogenen Kenntnisse der Geodäsie und setzen individuelle Schwerpunkte.
  • Sie erlernen innovative Methoden und Technologien der Geodäsie und wenden diese in Projekten mit Praxisbezug an.
  • Sie erwerben die Fähigkeiten, selbstständig an komplexe, neue Problemstellungen in verschiedenen Bereichen der Geodäsie heranzugehen.
  • Sie eignen sich eine geodätische Denkweise an – eine Kombination aus ingenieurwissenschaftlichem Wissen, einer Vertrautheit mit praktischen Methoden, sowie analytischem Denkvermögen und ausgeprägter Problemlösungsfähigkeit.
  • Sie erwerben darüber hinaus Kenntnisse zur Unternehmensgründung und -führung.

Kompetenzen in den Vertiefungen

Sie spezialisieren sich in zwei oder mehr geodätischen Fachbereichen mit hoher Relevanz für Wissenschaft und Arbeitsmarkt.

Kataster

  • Sie arbeiten im österreichischen Kataster und befassen sich mit dem internationalen Landmanagement.
  • Sie schaffen Rechtssicherheit in Grundstücks­angelegenheiten.
  • Sie bewerten Liegenschaften unter der Berück­­­sichtigung der örtlichen Raumplanung und des Baurechts.

Ingenieurgeodäsie

  • Sie überwachen Rutschhänge und steuern Tunnelbohrmaschinen.
  • Sie entwickeln vollautomatische Monitoring­­systeme für Brücken und Staumauern.
  • Sie erfassen die reale Welt hochauflösend in 3D und generieren Modelle für Virtual Reality und 3D-Druck.

Physikalische Geodäsie und Satellitengeodäsie

  • Sie beobachten und modellieren das dynamische System Erde im Rahmen des globalen Klimawandels.
  • Sie verarbeiten und analysieren Satellitendaten vom Instrument im Weltraum bis zur geophysikalischen Ursache auf der Erde.

Navigation

  • Sie befassen sich mit Global Navigation Satellite Systems (GNSS). Neben GPS ist das vor allem das europäische System Galileo.
  • Sie entwickeln Navigationssysteme, z. B. für Fahrzeuge, Fußgänger und Drohnen sowohl für den Außen- als auch Innenbereich und setzen zu diesem Zweck Methoden der Sensorfusion ein.

Fernerkundung und Photogrammetrie

  • Sie verwenden flugzeug- und satellitengetragene Sensoren, um wertvolle Informationen über unsere Erdoberfläche zu gewinnen. Die gewonnenen Daten werden u. a. zum Zweck des Umweltmonitorings eingesetzt.
  • Sie verwenden photogrammetrische Methoden zur Vermessung, rekonstruieren daraus Objekte, erstellen 3D-Modelle von Gebäuden oder lesen daraus Veränderungen von Gletschern ab.

Geoinformatik

  • Sie sammeln räumliche Daten von Objekten und Phänomenen auf der Erde und analysieren und visualisieren diese Daten mit Hilfe von Informationstechnologien.
  • Sie beherrschen die Kenntnisse, um aus großen Datensätzen räumliche Entscheidungsgrundlagen zu berechnen, zukünftige Planungsszenarien zu simulieren und große heterogene räumliche Datensammlungen on-the-fly zu harmonisieren.
Messstation in den Bergen. Bildquelle: TU Graz/IGMS
  • Studiendauer: 4 Semester
  • ECTS-Anrechnungspunkte: 120
  • Abschluss: Diplom-Ingenieurin bzw. Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing. oder DI), entspricht dem Master of Science (MSc)
  • Unterrichtssprache: Deutsch
    Einzelne Lehrveranstaltungen in Englisch.

Curriculum (Studienplan)

Studiendekan Manfred Wieser. Bildquelle: Foto Furgler
Manfred Wieser, Studiendekan

Am Puls von Raum und Zeit bietet das Studium an der Schnittstelle zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaften ungeahnte Einblicke in die Vielfalt der Geodäsie und eröffnet erstaunliche Perspektiven für eine Berufsausübung als Geodätin bzw. Geodät.

Aufnahmebedingungen

Die Aufnahme von Absolventinnen und Absolventen folgender Bachelorstudien erfolgt ohne weitere Auflagen:

  • Geodäsie, TU Graz
  • Geodäsie und Geoinformation, TU Wien
  • Geomatik und Planung, ETH Zürich
  • Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn
  • Geodäsie und Geoinformation, TU Darmstadt
  • Geodäsie und Geoinformation, TU Dresden
  • Geomatik, HafenCity Universität Hamburg
  • Geodäsie und Geoinformatik, Leibniz Universität Hannover
  • Geodäsie und Geoinformatik, KIT Karlsruhe
  • Geodäsie und Geoinformation, TU München
  • Geodäsie & Geoinformatik, Universität Stuttgart

Absolventinnen und Absolventen anderer Studien bewerben sich im zuständigen Referat im Studienservice.

Berufsfelder

Geodätinnen und Geodäten sind national und international überall dort gefragt, wo die terrestrische, luftbild- und satellitengestützte Erfassung und Interpretation von Geodaten, aber auch die Entwicklung neuer ingenieur­geodätischer Messverfahren und die Bereit­stellung von  Geoinformations-, Positionierungs- und Navigationstechnologien gebraucht werden.


Absolventinnen und Absolventen arbeiten beispielsweise

  • als Ingenieurkonsulentinnen und -konsulenten für Vermessungswesen,
  • als Führungskräfte in technischen Büros,
  • bei Energieversorgungsunternehmen,
  • bei größeren Baufirmen,
  • bei Softwareentwicklungsbüros,
  • in der öffentlichen Vermessung bei Ämtern, Ländern und Gemeinden,
  • bei Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Informationstechnologien,
  • bei Herstellerfirmen von geodätischen Instrumenten und diversen Industrieunternehmen und
  • in Wissenschaft und Forschung.

Zulassungsfristen

Wintersemester 2018/19:

9. Juli bis 30. November 2018

Sommersemester 2019:

7. Jänner bis 30. April 2019


Informationen zur Anmeldung und Zulassung

Internationale Studienwerberinnen und -werber: Zulassung und Fristen

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