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Masterstudium Bauingenieurwissenschaften – Infrastruktur

Verkehrswege, Trink- und Abwassernetze sind die Lebensadern unserer Zivilisation. Das Masterstudium Bauingenieurwissenschaften – Infrastruktur bereitet Sie darauf vor, Infrastruktur für Verkehr und Wasser zu planen, bauen, betreiben und über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu bewerten. Das Studium lehrt Sie, systemübergreifend zu denken. Es rückt Umweltfragen ebenso wie wirtschaftliche und soziale Aspekte von Infrastrukturbauten in Ihr Blickfeld.

Ein Auto fährt auf einer Autobahn auf eine Tunneleinfahrt zu. Darüber ist eine Simulation gelegt.

Eckdaten

  • Studiendauer: 4 Semester
  • ECTS-Anrechnungspunkte: 120
  • Abschluss: Diplom-Ingenieurin bzw. Diplom-Ingenieur (Dipl.Ing. oder DI), entspricht dem Master of Science (MSc)
  • Unterrichtssprache: Deutsch

Das Studium

Die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung besteht aus einem Pflichtfach „Planungs- und Baumethoden Infrastruktur“ und zwei Wahlfachbündeln zur fachlichen Vertiefung. Im 3. Semester absolvieren Sie ein Masterprojekt, und im 4. Semester schreiben Sie die Masterarbeit, die inhaltlich einer der Lehrveranstaltungen zuzuordnen ist. 
Die Lehrinhalte sind eng mit relevanten Forschungsthemen verknüpft: zu Verkehr und Mobilität ebenso wie zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Entwicklungen in der Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik, mit Eisenbahninfrastruktur, Gleisbau und Instandhaltung bzw. mit Hydrologie und Grundwassermodellierung. 
Im Studium eignen Sie sich vertiefte fachliche Kenntnisse an, Sie erwerben aber auch praktische, soziale und mediale Kompetenzen, die Sie auf spannende Berufsfelder vorbereiten.

Den Studierenden stehen modern ausgestattete Labors zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem:

  • Labor für den Eisenbahnoberbau am Railway-Design-Institut
  • Abwasserlabor für die Bestimmung chemischer und physikalischer Kennwerte
  • Psychoakustisches Labor für Verkehrslärm

Curriculum

Semesterplan

 

     

Inhaltliche Schwerpunkte

Das Pflichtfach „Planungs- und Baumethoden Infrastruktur“ im 1. Semester umfasst folgende Lehrveranstaltungen: Nachhaltige Infrastruktur, Netze und ihre Modellierung, Verkehrsplanung, Gleisbau und -instandhaltung sowie Städtische Wasserinfrastruktur.

Die Lehrveranstaltungen des Wahlfaches „Anwendungen in der Infrastruktur“ werden ab dem 2. Semester angeboten. Ab hier vertiefen Sie sich thematisch in Verkehrsinfrastrukturen bzw. Wasser- und Abwasserinfrastrukturen. In beiden Themenfeldern lernen Sie, den gesamten Lebenszyklus der Infrastrukturen zu betrachten und die wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der technischen und betrieblichen Randbedingungen zu bestimmen. Im Bereich Verkehrsinfrastruktur zeigt das Studium die Systemzusammenhänge von Fernverkehr und innerstädtischem Verkehr auf – einschließlich der Schnittstellen zwischen Straße und Schiene.

Ab dem 3. Semester lenken die Lehrveranstaltungen des Wahlfaches „Ergänzungsfach Bauwesen“ den Blick auf die gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge. Dazu kommen Spezialthemen wie Flughafenbetrieb, Seilbahnbau, öffentlicher Nahverkehr, intelligente Trinkwassernetze und Verkehrskonzepte. Daneben werden spezifischere Anwendungen von Modellierungswerkzeugen angeboten, z. B. zur Gewässer- und Kläranlagenmodellierung, aber auch umweltrelevante Spezialthemen, wie die Beurteilung der Wassergüte, Gewässerökologie und Verkehrssicherheit.

Schlüsselfächer für Klima und Nachhaltigkeit

Die Infrastrukturbereiche Verkehr und Wasser sind eng mit Zukunftsfragen von Klima und Nachhaltigkeit verknüpft. Im Bereich Verkehr besteht die Notwendigkeit, die Dekarbonisierung mit multimodalen Lösungen voranzutreiben, bei der Straßen- und Schienenverkehr intelligent ineinandergreifen. Die mitteleuropäischen Bahnen nehmen hier weltweit eine führende Position ein.

Die steigenden Schienenverkehrsleistungen führen in ganz Europa, besonders jedoch in den deutschsprachigen Ländern zu einem hohen Bedarf an Nachwuchskräften im Bereich Eisenbahn-Infrastruktur, die Aufgaben in Technik, Betrieb und Life-Cycle-Management übernehmen. Dazu kommt, dass Österreich weltweit den größten Anteil der Eisenbahnindustrie am Bruttoinlandsprodukt aufweist.

In der Siedlungswasserwirtschaft, dem der zweite Studienschwerpunkt gilt, stellen Verschmutzungen und zunehmende Extremwetterereignisse Probleme dar, die auf Lösungen durch fundiert ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure angewiesen sind.

Ihre Qualifikationen

Im Studium ...

  • erwerben Sie fundiertes Wissen über komplexe Infrastrukturen der Straße, Schiene sowie der Siedlungswasserwirtschaft. 
  • üben Sie den professionellen Umgang mit Arbeits- und Analysetechniken unter Nutzung modernster Mittel. 
  • lernen Sie, wissenschaftliche und angewandte Projekte am neuesten Stand von Technik und Forschung selbstständig zu planen und durchzuführen. 
  • entwickeln Sie ein Bewusstsein für die möglichen ethischen, ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Fachgebietes.
  • lernen Sie, fachliche Probleme kritisch zu prüfen, mögliche Lösungen abzuwägen und entsprechende Alternativen selbstständig zu erarbeiten.

Zulassung zum Studium

1. Zulassungsvoraussetzungen

Die Aufnahme von Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Bauingenieurwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Graz erfolgt ohne weitere Auflagen.

Absolventinnen und Absolventen anderer Bachelorstudien können sich unter studynoSpam@tugraz.at zur Zulassung informieren und bewerben.

2. Zulassung

Information und Beratung

Kontaktieren Sie studynoSpam@tugraz.at

Berufsperspektiven

Berufsfelder

Fachliches Wissen auf dem neuesten Stand und praktische Anwendungskompetenz öffnen Ihnen die Tür für eine selbstständige Karriere – und das national wie international. 
Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums bringen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten bei folgenden Arbeitgebern ein:

  • in Planungsbüros,
  • in der Verwaltung,
  • in der Industrie,
  • bei Behörden,
  • bei Betreibern von (Verkehrs-)Anlagen und
  • im Bereich der Forschung und Lehre an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen.