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Masterstudium Erdwissenschaften

Mit dem Masterstudium Erdwissenschaften an der TU Graz werden Sie zur Expertin bzw. zum Experten für geologische und geotechnische Fragen. Ob in der Wasserwirtschaft, der Bauindustrie oder in Museen – geologisches Wissen ist national und international gefragt.

Inhalte

  • fundiertes Wissen in Geologie, Petrologie, Mineralogie, Paläontologie, Hydrogeologie, Hydrogeochemie und Ingenieurgeologie aufbauen
  • Methoden der theoretischen und angewandten Erdwissenschaften verstehen und interdisziplinär anwenden
  • praktische Übungen im Labor und im Gelände durchführen
  • material- und werkstoffwissenschaftliche Fragestellungen lösen
  • Konzepte zur Bewirtschaftung geogener Ressourcen entwickeln und umsetzen
  • geogene Risiken erkennen und verifizieren
  • im Team Forschungsprojekte durchführen
  • ethische, gesellschaftliche und ökonomischen Auswirkungen der Erdwissenschaften verstehen
  • Englisches Fachvokabular verbessern, z. B. bei englischsprachigen Lehrveranstaltungen oder geförderten Auslandsaufenthalten

Vertiefungsgebiete

Sie spezialisieren sich in einem der folgenden Bereiche:

Die einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie im Semesterplan.

Bildquelle: Lunghammer – NAWI Graz
  • Studiendauer: 4 Semester
  • ECTS-Anrechnungspunkte: 120
  • Abschluss: Master of Science (MSc)
  • Unterrichtssprache: Deutsch
    Einzelne Lehrveranstaltungen in Englisch.
  • Aufnahmebedingungen:
    Die Aufnahme von Absolventinnen und Absolventen folgender Bachelorstudien erfolgt ohne weitere Auflagen:
    • Geowissenschaften (vormals Erdwissenschaften) an der TU Graz
    • Erdwissenschaften an der Universität Wien
    • Erdwissenschaften an der Universität Innsbruck
    • Geologie an der Universität Salzburg
    Absolventinnen und Absolventen anderer Bachelorstudien bewerben sich im zuständigen Referat im Studienservice.

Curriculum (Studienplan)

Semesterplan

Julia Woitischek, Bildquelle: Woitischek
Julia Woitischek, Studierende des Masterstudiums „Erdwissenschaften“

Am Studium gefallen mir besonders die Vielseitigkeit, die Möglichkeit, Studien- und Forschungsaufenthalte im Ausland zu machen und das Arbeiten in der Natur. Das erlernte Wissen kann ich direkt in der Praxis anwenden. Ich habe z. B. Proben von Thermalwässern genommen oder auch die Reinigungseffizienz einer Kläranlage überwacht, indem ich Proben genommen und die hydrogeochemischen Daten interpretiert habe.

Berufsfelder

Erdwissenschafterinnen und Erdwissenschafter arbeiten national und international in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, in Museen, in Ämtern, im industriellen Bereich sowie in geotechnisch orientierten Ingenieurbüros.

Sie beschäftigen Sie sich mit geologischen bzw. geotechnischen Fragestellungen in folgenden Bereichen:

  • Hoch- und Tiefbau
  • Entschärfung von geologischen Gefahren
  • Umweltsanierung
  • Energieforschung und -erzeugung
  • Gewinnung und Nutzung von Mineralrohstoffen
  • Grundwasserressourcen
  • Entwicklung von Infrastruktur

Zulassungsfristen

Wintersemester 2017/18:

10. Juli bis 30. November 2017

Sommersemester 2018:

8. Jänner bis 30. April 2018


Informationen zur Anmeldung und Zulassung

Internationale Studienwerberinnen und -werber: Zulassung und Fristen

Beratung

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Vertiefung Ingenieurgeologie

In der Vertiefung „Ingenieurgeologie“ beschäftigen Sie sich mit geologischen und geotechnischen Fragen im Ingenieurwesen. Die Lehrveranstaltungen werden von international anerkannten Lehrenden in englischer Sprache abgehalten. Der Standort Graz ermöglicht eine praxisnahe und forschungsgeleitete Ausbildung – durch die Nähe zu den zentralen und östlichen Alpen mit ihrem Reichtum an Felsformationen, Landformen und geotechnischen Baustellen, können Studierende zahlreiche Feldstudien und Forschungsprojekte durchführen.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Engineering Geology
  • Structural Geology
  • Geomorphology
  • Aerial Photograph Interpretation
  • Rock Mechanics and Tunneling
  • Soil Mechanics and Foundation Engineering
  • Geophysics
  • Hydrogeology
  • Mineralogy
  • Remote Sensing
  • Surveying
  • Geographic Information Systems (GIS)
  • Statistics

Berufsfelder

Ingenieurgeologinnen und Ingenieurgeologen arbeiten in Tiefbauunternehmen, im Bauingenieurwesen, in geologischen, geotechnischen und umwelttechnischen Beratungsunternehmen, in Bergbauunternehmen und in öffentlichen Einrichtungen.

  • Sie erkunden Baugründe für verschiedene Ingenieurbauwerke, z. B. Dämme, Brücken, Kraftwerke, Pumpenanalgen, Flughäfen, große Gebäude und Türme.
  • Sie beurteilen geologische Gefahren, z. B. Erdrutsche, Massenbewegungen, Erdbeben, Absenkungen, ausdehnende Böden und Untergründe, kavernöse Gesteine und Verflüssigung.
  • Sie beschäftigen sich mit zentralen Fragen der Baugeologie, z. B. Hangstabilität, Entwässerungsanforderungen, Lösbarkeit von Boden und Fels.
  • Sie beurteilen geologische Zustände entlang von Tunneln, Rohrleitungen, Zugstrecken und in regulierten Reservoirgebieten.
  • Sie liefern Informationen und Felddaten für geotechnische Analysen, Modelle und Designs.
  • Sie erforschen Gestein, Fels und Sedimente für die Nutzung als Baumaterial.
  • Sie dokumentieren und überwachen geotechnische Bauaktivitäten.
Bildquelle: TU Graz/IAG

Profilaufnahme im Tunnel

Vertiefung Hydrogeologie und Hydrogeochemie

Die verantwortungsbewusste Nutzung von Wasser und das Management von Wasserressourcen sowie die Kenntnis über die Entstehung und Qualität von Wasser sind wichtige Aufgaben in unserer Zukunft. In der Vertiefungsrichtung Hydrogeologie und Hydrogeochemie

  • beschäftigen Sie sich mit vielfältigen Aspekten rund um das Grundwasser und die Zusammensetzung von natürlichen Wässern.
  • nutzen Sie moderne analytische Methoden, Modellierungsansätze (z. B. Simulationsmodelle wie MODFLOW, PHREEQC, geographische Informationssysteme wie ArcGIS), sowie Monitoring-Techniken im Gelände.
  • lernen Sie Wasser-Mineral Reaktionen zu verstehen im Zusammenhang mit natürlichen als auch synthetischen Gesteinen.
  • verbessern Sie Ihr englisches Fachvokabular bei englischsprachigen Lehrveranstaltungen.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Quantität und Qualität oberirdischer und unterirdischer Wasservorkommen
  • Neubildung, Bewegung und Speicherung des unterirdischen Wassers
  • Wasser-Gestein-Interaktion und Transport gelöster Stoffe im Wasser
  • Hydrogeochemische und -geologische Entwicklung  von Wässern
  • Verifizierung isotopenchemische und  elementspezifische Kenngrößen
  • Kristallisation und Zerfall von Mineralen in wässrigen Lösungen
  • Hydrogeologische und –geochemische Modellierungswerkzeuge
  • Erkundung, Erschließung und nachhaltige Nutzung von Grundwasserressourcen

Berufsfelder

Absolventinnen und Absolventen arbeiten

  • in Profit- und Non-Profit-Organisationen.
  • im öffentlichen Bereich, z. B. bei der Wasserversorgung und -verteilung oder bei Umweltbehörden.
  • in der Industrie, z. B. in der Wasseraufbereitung, Wasserbehandlung.
  • in Planungs- und Ingenieurbüros.
  • in der Forschung und Lehre an Universitäten.

Sie beschäftigen sich mit

  • der Erkundung und Erschließung von Grundwasserressourcen.
  • Aspekten der Verwitterung und Bildung von Mineralen.
  • der Bewertung von Umweltrisiken z. B. Vorbeugung von Wasserverunreinigung.
  • Abscheidung und Korrosion in geothermischen- und Ableitungs-Systemen.
  • der Entwicklung von maßgeschneiderten Techniken zur Wasseraufbereitung, Grundwassersanierung, Wasserbehandlung und Mineralbildung.
Bildquelle: TU Graz/IAG

Tracerversuch

Wissenschaftliches Umfeld

Studierende werden bereits frühzeitig in aktuelle Forschungsgebiete einbezogen und arbeiten mit folgenden Forschungseinrichtungen zusammen:

Sinterbildung in Karsthoehlen. Bildquelle: TU Graz/IAG

Vertiefung Geologie und Petrologie

Ein zentrales Thema der Vertiefung Geologie und Petrologie ist das hochqualifizierte, prozessorientierte Verständnis über die Entwicklung der festen Erde und ihrer Bestandteile. Ausgehend von der Verknüpfung allgemein naturwissenschaftlicher Prinzipien und der profunden Vermittlung geologischer, geochemischer, petrologischer und mineralogischer Kenntnisse

  • beschäftigen Sie sich mit vielfältigen Aspekten von geologischen, geodynamischen, magmatischen metamorphen und sedimentären Prozessen vom Mikro- bis zum Makrobereich.
  • nutzen Sie modernste analytische, experimentelle und mathematische Methoden und Software  sowie geographische Informationssysteme (GIS).
  • verbessern Sie Ihr englisches Fachvokabular bei englischsprachigen Lehrveranstaltungen.

    Inhaltliche Schwerpunkte

    • Geodynamik: natürliche Bewegungsvorgänge im Erdinneren bzw. auf der Erdoberfläche
    • Tektonik: Aufbau und Strukturen der Erdkruste und deren großräumige Bewegung
    • Geochemie: Stofflicher Aufbau, Verteilung, Stabilität und Kreislauf von chemischen Elementen und deren Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser, Atmosphäre und Biosphäre

      Berufsfelder

      Absolventinnen und Absolventen arbeiten

      • im öffentlichen Bereich, z. B. Ämtern zur Entwicklung von Infrastrukturen, Museen.
      • im Consulting für  Bauingenieurwesen
      • in der Prospektion, Erschließung, Gewinnung und Nutzung von Mineralrohstoffen.
      • in der Erdöl- und Erdgasprospektion.
      • im Bereich Ozeanologie.
      • in der Werkstoff- und Chemischen Industrie.
      • in der Forschung und Lehre an Universitäten.
      Bildquelle: Uni Graz/IEW

      Oben links: digitales Höhenmodell der Alpen

      Oben rechts: Scherzone in einem Gabbro

      Unten links: Granatglimmerschiefer

      Unten rechts: Großfaltenbau

      Vertiefung Geobiologie und Paläökologie

      Das tiefere Verständnis biologischer Evolution, wechselnder Biodiversität und die Wechselwirkungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt im Verlauf der Erdgeschichte sind das Ziel dieser Vertiefung. Als Informationsarchive dienen dabei Fossilien und ihr Gesteinsumfeld.
      Als Grundlage dafür dient die Taxonomie, d.h. die Beschreibung, Dokumentation und Systematik der Fossilien. Für die Rekonstruktion der Paläoumwelt spielt die Konstruktionsmorphologie von Fossilien eine grundlegende Rolle. Moderne geochemische und geophysikalische Methoden, im Zusammenhang mit Fossilien, stellen die Basis für Paläoökosystemforschung dar.

      Inhaltliche Schwerpunkte

      • Mikropaläontologie
      • Evertebratenpaläontologie
      • Paläökologie
      • Paläoklimaforschung
      • Paläoozeanographie
      • Paläolimnologie
      • Paläoökosystemforschung
      • Stratigraphie
      • Sedimentologie

      Berufsfelder

      Auf Grund der umfassenden erdwissenschaftlichen Ausbildung stehen Absolventinnen und Absolventen der Vertiefung Geobiologie und Paläökologie alle Berufsfelder der Geowissenschaften offen.

      Im engeren Fachgebiet arbeiten Absolventinnen und Absolventen

      • im öffentlichen Bereich, z. B. bei geologischen Bundes- und Landesämtern,
      • in der Erdöl- und Erdgasindustrie, sowohl im Forschungs- als auch Explorationsbereich,
      • in der Aufsuchung und im Abbau von mineralischen Rohstoffen,
      • in Museen,
      • in der Forschung und Lehre an Universitäten,
      • in Profit- und Non-Profit-Organisationen.
      Bildquelle: Uni Graz/IEW

      Analyse von Tiefseebohrkernen im Labor

      Wissenschaftliches Umfeld

      Studierende werden bereits frühzeitig in aktuelle Forschungsgebiete einbezogen und sind in nationale und internationale Projekte involviert. Dies inkludiert

      • Geländearbeit in nahezu allen Kontinenten im Rahmen von Forschungsprojekten,
      • die Teilnahme an Schiffsexpeditionen (z.B. innerhalb des International Ocean Discovery Program – IODP),
      • die Mitarbeit an Projekten mit der Erdölindustrie und
      • Kooperationen mit dem Naturhistorischen Museum, verschiedenen Landesmuseen und der Geologischen Bundesanstalt.