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Masterstudium Elektrotechnik-Toningenieur

Der im Studium Elektrotechnik-Toningenieur erworbene Mastertitel ist ein Qualitätsprädikat dank seiner einzigartigen Verknüpfung von höchster technischer Kompetenz und musikalischem Feingefühl. Dieses Studium spielt alle Stücke. Damit qualifizieren Sie sich für die Entwicklung von Sprachsteuerungen und Computersounds, für die akustische Ausstattung von Konzertsälen jeder Größe, für die Optimierung von Aufnahme- und Wiedergabe-Systemen, für das Sound-Design der nächsten Autogeneration und die Umsetzung multimedialer Skulpturen im Kunstbereich.

In einem Tonstudio stehen zwei Studierende und ein Lehrender an einem Mischpult.

Eckdaten

  • Studiendauer: 4 Semester
  • ECTS-Anrechnungspunkte: 120
  • Abschluss: Diplom-Ingenieurin bzw. Diplom-Ingenieur (Dipl.Ing. oder DI), entspricht dem Master of Science (MSc)
  • Unterrichtssprache: Deutsch

Das Studium

Das Masterstudium Elektrotechnik-Toningenieur spannt die Brücke von der Technik zur Kunst. Zu Beginn absolvieren Sie Pflichtfächer in den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Akustik und Computermusik. Dabei machen Sie sich z. B. mit Regelungstechnik und Adaptiven Systemen vertraut. Ebenso erlangen Sie Fachwissen unter anderem über technische Akustik, immersive 3D-Audiotechnik und Computermusik.

Bereits ab dem 1. Semester spezialisieren Sie sich in einer von vier Vertiefungsrichtungen. Und Sie runden Ihr Wissen durch Vorlesungen und Übungen in den anderen drei Vertiefungsrichtungen ab. Um Ihnen die Tür auch zu einer internationalen Karriere zu öffnen, werden einige Lehrveranstaltungen auf Englisch abgehalten.

Im 4. Semester verfassen Sie Ihre – in der Regel praxisorientierte – Masterarbeit in der von Ihnen gewählten Vertiefungsrichtung.

Im Studium steht Ihnen hervorragende Infrastruktur zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem das Sound Lab und das Aufnahmestudio des Signal Processing and Speech Communication Laboratory (SPSC) an der TU Graz sowie das Produktionsstudio und der CUBE, ein Wiedergaberaum für 3D-Klang am Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) an der Kunstuniversität Graz.

In zahlreichen Laborübungen während des Studiums vertiefen Sie Ihr theoretisches Wissen und diskutieren Fragen, die sich aus der praktischen Anwendung ergeben. Dank der begrenzten Studierendenzahl kommen Sie in den Genuss einer individuellen Betreuung.

Innovative Forschungsprojekte, z. B. in den Bereichen der 3D-Audiowiedergabe sowie der raumakustischen Gestaltung, fließen unmittelbar in die Lehrveranstaltungen ein. Einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft liefert auch die Weiterentwicklung des Elektrolarynx – eines medizinischen Gerätes, das als Sprechhilfe für Menschen ohne Kehlkopf dient.

Curriculum

Semesterplan

     

Inhaltliche Schwerpunkte

Folgende Vertiefungsrichtungen stehen Ihnen zur Auswahl: 

  • Embedded Audio – umfasst Fächer in den Bereichen Schaltungstechnik und Elektronik, technische Informatik und Nachrichtentechnik.
  • Akustik und Aufnahmetechnik – umfasst Akustikfächer wie Psycho- und Fahrzeugakustik sowie Aufnahme- und Wiedergabetechnik.
  • Signalverarbeitung und Sprachkommunikation – Im Zentrum stehen digitale Signale, digitale Sprachverarbeitung und Audiosignalverarbeitung.
  • Computermusik und Multimedia – reicht von klassischer Musiktheorie über algorithmische Kompositionen bis hin zur Multimediakunst.
Katharina Pollack
Katharina Pollack, Absolventin; Forscherin am Institut für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Das Studium Elektrotechnik-Toningenieur ist eine einzigartige interuniversitäre Kombination aus Technik und Musik, welche ein facettenreiches Fundament für ein abwechslungsreiches Berufsfeld bietet. Die Begeisterung für mein Fachgebiet hat mich mein ganzes Studium begleitet und dazu geführt, dass ich mich währenddessen in Fachverbänden wie der AES und im studentischen Hochspannungszeichensaal engagierte.

Nach einigen Praktika bei Firmen aus den Bereichen Lautsprecherbau, Signalverarbeitung und Sprachkommunikation bin ich nach Studienabschluss ans Institut für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien gelangt.

Kooperationen und Vernetzung

Das Masterstudium Elektrotechnik-Toningenieur ist ein interuniversitäres Studium der Technischen Universität Graz und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.

Sie wählen eine der beiden Universitäten als Ihre Stammuniversität und besuchen Lehrveranstaltungen an beiden Universitäten.

Die Studienvertretung Elektrotechnik-Toningenieur ist an beiden Universitäten vertreten und unterstützt Sie bei Fragen rund ums Studium.

Zulassung zum Studium

1. Zulassungsvoraussetzungen

Die Aufnahme von Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Elektrotechnik-Toningeniueur an der TU Graz bzw. der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) erfolgt ohne Auflagen.

Absolventinnen und Absolventen anderer Bachelorstudien werden zum Zulassungskolloquium eingeladen.

2. Zulassung

 

Zulassungskolloquium

Sie reichen bis 30. Juni die Unterlagen Ihres Bachelorstudiums – Abschrift der Studiendaten (Transcript of Records) oder Diplomzeugnis – und Zeugnisse Ihrer musikalisch-künstlerischen Vorbildung in der Studien- und Prüfungsabteilung der KUG ein. Danach werden Sie zu einem Gespräch eingeladen, in dem festgestellt wird, ob Sie im Masterstudium Zusatzmodule besuchen und, ob Sie im September die Zulassungsprüfung ablegen müssen.
 

Kontakt Studien- und Prüfungsabteilung der KUG: admissionnoSpam@kug.ac.at

Berufsperspektiven

Berufsfelder

Als Absolventin und Absolvent des Masterstudiums steht Ihnen eine beeindruckende Palette an Berufsmöglichkeiten offen. Überall dort, wo neue Medientechnik auf Kunst trifft, sind Elektrotechnik-Toningenieurinnen und –Toningenieure in der Wirtschaft anzutreffen, z. B.  

  • als Entwicklerin/Entwickler: von Studio-, Live-Recording und HiFi-Geräten.
  • als Akustikerin/Akustiker: in der Automobilindustrie, zur Lärmbekämpfung, in der Raumakustik, bei der Konzeption von Messanwendungen und psychoakustischen Testreihen, im Industrial-Sounddesign oder bei der Entwicklung von Hörgeräten.
  • als Signalverarbeitungsspezialisten für Kommunikationstechnologien, Sprach- und Audioverarbeitungsalgorithmen.
  • im Bereich Multimedia-Sounddesign und Musikproduktion, als Rundfunk- und Toningenieurin/Toningenieur oder in der Entwicklung von Audioanwendungen.