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Von Martin Kriegl | 11.10.2023

Gerade die Studienabschlussphase kann oft nochmals eine herausfordernde Zeit sein. Um Studierende zu unterstützen, setzt die TU Graz mit dem Studienabschluss-Support einen besonderen Fokus auf diese Studienphase.

Zwischen den letzten Prüfungsvorbereitungen, dem Schreiben der Abschlussarbeit und Gedanken über die Zukunft kann die Motivation schon einmal auf der Strecke bleiben. Genau hier setzt der Studienabschluss-Support mit seinen Angeboten und Services an. Beispielhaft für die vielen Unterstützungsangebote steht die seit 2019 einmal jährlich veranstaltete „Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten“ und der „Lange Nachmittag der aufgeschobenen Arbeiten“, der sich mit 2022 in den Veranstaltungskatalog dazugesellt hat. Mehr über die Lange Nacht und den Studienabschluss-Support erfährst du in diesem Beitrag.

Der Studienabschluss-Support

In den letzten Jahren wurden einige Initiativen gestartet, die speziell Studierende während ihrer Studienabschluss-Phase unterstützen sollen. Workshops zu verschiedenen Themen rund um das wissenschaftliche Schreiben sind ein Kernpunkt, da das Verfassen umfangreicherer Arbeiten vor allem an einer technischen Universität nicht zum Alltag gehört. Die Vermittlung von Schreibstrategien und Techniken zur Textüberarbeitung kann folglich einen erheblichen Beitrag dazu leisten, den Prozess des Schreibens zu erleichtern.

Im eigens eingerichteten TeachCenter-Kurs „Studienabschluss“ stehen verschiedenste Methoden und Informationen zu den Phasen des wissenschaftlichen Schreibprozesses in Form von Arbeitszetteln zur Verfügung (Hinweis: das TeachCenter ist die zentrale Lernplattform der TU Graz). Diese ermöglichen es, sich von zu Hause aus in das Thema zu vertiefen. Mithilfe dieser Unterlagen stehen zu jeder Arbeitsphase Tipps und Orientierungshilfen bereit.
Wer nicht gerne für sich alleine schreibt, ist herzlich dazu eingeladen, an der offenen Schreibgruppe teilzunehmen, die sich einmal wöchentlich trifft. Durch solche Treffen ist ein regelmäßiger Fortschritt garantiert. Darüber hinaus ist in der Schreibgruppe ein Austausch mit Mitstudierenden möglich, was zur gegenseitigen Unterstützung und zu einer höheren Motivation führt.

Für alle Fragen im Zusammenhang mit der Studienabschlussphase steht letztendlich die Studienabschlussberatung zur Verfügung. Ganz gleich ob es um organisatorische Fragen geht, Herausforderungen während des Schreibprozesses auftreten oder die Verbesserung von Motivation und Zeitmanagement im Mittelpunkt steht – im Rahmen eines persönlichen Gesprächs können individuelle Hindernisse besprochen und geeignete Lösungsstrategien gemeinsam erarbeitet werden. Um sicherzugehen, dass die besprochenen Lösungsstrategien Erfolg haben oder um eventuell auftretende weitere Fragen zu klären, kann jederzeit ein Folgetermin vereinbart werden.

In der „Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten“ werden alle Angebote vereint: Das Event bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit für alle Teilnehmenden, einen Schritt in Richtung eines erfolgreichen Studienabschlusses zu machen.

Weitere Informationen zum Studienabschluss-Support findest du auf der Website Studienabschluss-Support - TU Graz

Die Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten

Einen Raum schaffen, in dem Studierende gemeinsam, aber doch individuell, an all ihren aufgeschobenen Arbeiten, Protokollen und Prüfungsvorbereitungen arbeiten können und das mit Verpflegung und einem Rahmenprogramm aus Workshops und Beratungen: Das ist das Ziel der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten (kurz LNAA).
Dabei stehen allen Teilnehmenden die ganze Nacht lang Arbeitsplätze mit Stromanschluss zur Verfügung. Es handelt sich dabei keineswegs um eine starre, geschlossene Veranstaltung: Genau so wie jede*r ein eigenes Arbeitstempo hat, können Teilnehmende den Abend individuell gestalten, Breakout-Sessions besuchen, Beratung in Anspruch nehmen oder einfach nur schreiben/lernen.

Am Vision Boards können die Ziele für die Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten angepinnt werden.

 

Aber wie läuft nun so eine Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten ab? Schlüpfen wir doch dazu in die Rolle eines*r teilnehmenden Studierenden und nehmen direkt an der LNAA teil!

Der produktive Abend beginnt für dich recht früh. Kurz vor 17:00 Uhr bist du eine*r der ersten, die zur LNAA auftauchen. Die offizielle Eröffnung ist um 17:30 Uhr angesetzt, allerdings hast du heute viel vor, einige Kapitel deiner Abschlussarbeit müssen fertiggestellt werden und dazu hättest du gerne einen angenehmen Platz. Bei der Platzwahl gilt nämlich: Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Bevor du dich auf deinen Platz begibst, schreibst du deine Ziele für den Abend auf ein Post-it und klebst es auf das Vision Board, um dich zu motivieren. Danach suchst du dir einen geeigneten Tisch. Dort liegt bereits das Programm bereit, du liest dich durch die verschiedenen Breakout-Sessions, die heute angeboten werden. Gleich um 18:00 Uhr findet eine Session zu „Deine Masterarbeit managen“ statt, das benötigst du allerdings nicht mehr, da du ja schon mittendrin bist. Aber später, um 19:30 Uhr findest du etwas, das dich interessiert: Eine Session mit Tipps und Tricks gegen Motivationstiefs und Schreibblockaden. So etwas ist immer nützlich und du entscheidest dich dazu, daran teilzunehmen. Aber zuerst geht’s einmal an die Arbeit; du packst deinen Laptop aus und beginnst zu schreiben.

Gemeinsam aktiv gegen Aufschieberits – in einer motivierenden Umgebung lässt sich dieses Motto der LNAA leicht umsetzen.

 

Nach einer Stunde packt dich ein Hungergefühl und du gehst zum Buffet. Bei Brötchen, Obst, Kuchen, Säften, Tee und Kaffee stärkst du dich, redest mit einigen anderen Teilnehmenden und dann geht’s auch schon wieder zurück an die Arbeit. Nach der Breakout-Session, von der du einige hilfreiche Tipps mitnehmen konntest, machst du nochmals einen Zwischenstopp beim Buffet, danach läuft die Arbeit wieder wie geschmiert. Als dann doch noch eine Frage auftaucht, gehst du schnell zum Beratungstisch, wo den ganzen Abend Schreib- und Rechercheberatung zur Verfügung steht. Beim Zurückgehen nimmst du noch einen Arbeitszettel mit Tipps zum sprachlichen Überarbeiten von Texten mit, der gemeinsam mit Arbeitszetteln zu allen Schreibphasen zur Entnahme bereitsteht.

Nach einer weiteren, produktiven Schreibphase packt dich allmählich die Müdigkeit, nicht einmal eine Tasse Kaffee kann da weiterhelfen. Du wirfst einen Blick auf die Uhr und siehst, dass es schon 23:00 Uhr ist. Das ist ein gutes Timing, da nun gerade die Bewegungseinheit startet. Mit einigen Übungen an der frischen Nachtluft bekommst du wieder frischen Sauerstoff und die Müdigkeit verfliegt, zumindest lange genug, um noch eine halbe Stunde weiterzuarbeiten. Dann folgt nämlich ein kleines Mitternachtsspecial, das du dir nicht entgehen lassen willst: Gemeinsam geht ihr auf die Dachterrasse und schreibt eure Vorsätze für euren Studienabschluss auf. So läutet ihr mit euren Vorsätzen „Neujahr“ für eure letzte Studienphase ein und gewinnt daraus Motivation und Zuversicht.

Nun ist es Zeit für dich nach Hause zu gehen. Du hast heute viel erreicht und dazu noch neue Ideen und Tipps aus den Breakout-Sessions, der Beratung und dem Arbeitszettel gewonnen. Du schreibst den Fortschritt der Langen Nacht auf das Score Board und verlässt zufrieden  das Gebäude, in dem noch einige andere Studierende bis tief in die Nacht weiterarbeiten.

Zum Weiterlesen: Die Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten ist nicht das Einzige, das in der Nacht an der TU Graz passiert. Hier gibt es einen Einblick in das interessante Nachtleben: TU Graz bei Nacht

Auf eine produktive Nacht und ein weiteres erfolgreiches Studium kann mit einem Glas (alkoholfreien) Sekt angestoßen werden.

 

So oder so ähnlich läuft die Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten für die vielen Teilnehmenden ab. Sie ist eine tolle Möglichkeit, an allen noch offenen Arbeitsaufträgen zu arbeiten und durch die Breakout-Sessions und Beratungen neue Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens kennenzulernen. Und auch wenn gerade an diesem Tag etwas anderes den Besuch der LNAA verhindert: alle Angebote des Studienabschluss-Supports stehen das ganze Studienjahr über zur Verfügung.

Martin Kriegl studiert Umweltsystemwissenschaften mit Schwerpunkt Klimawandel und Umwelttechnologie. Seit 2022 ist er außerdem Mitarbeiter an der Servicestelle Lehr- und Studienentwicklung der Technischen Universität Graz. Hier ist er vor allem im Studienabschluss-Support involviert und ist in diesem Rahmen für die Organisation und Durchführung von Studienabschlussberatungen und verschiedenen Veranstaltungen wie Workshops oder der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten mitverantwortlich.
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