Öffentliche Universitäten werden durch Bundesmittel finanziert. Ein wesentlicher Teil dieser Finanzierung hängt davon ab, wie viele Studien einer Universität "prüfungsaktiv" betrieben werden. Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Prüfungsaktivität und Tipps für Studierende. Inklusive der Frage: "Wieso betrifft mich das als Studierende*r?".
Assistenz Vizerektorat Lehre
Lessingstraße 32/2. Stock
vr-lehre@tugraz.at
Als "prüfungsaktiv" gelten Studien dann, wenn pro Studienjahr zumindest 16 ECTS-Punkte positiv absolviert werden (exklusive Anrechnungen; bei Mehrfach-Inskriptionen werden ECTS-Punkte nicht addiert, sondern pro Studium gezählt). Im Bereich der Lehre trägt die Anzahl prüfungsaktiv betriebener Studien wesentlich zur Universitätenfinanzierung teil. Vereinfacht gesagt bedeuten mehr prüfungsaktive Studien mehr finanzielle Mittel, was schließlich Studierenden selbst zugutekommt, in dem etwa bessere Betreuungsrelationen geschaffen werden können. Mit einem aktiven Studienfortschritt können Studierende somit selbst dazu beitragen, die Studienbedingungen zu verbessern.
Etwa zwei von drei Studien (Studienjahr 2023/24: 64,9 %) gelten an der TU Graz als "prüfungsaktiv". Das liegt leicht über dem Schnitt österreichischer Universitäten von 64 %.
(Quelle: unidata.gv.at, Anteil der prüfungsaktiven Studien an den ordentlichen Studien Wissensbilanz Kennzahl 2.A.6. Kontakt bei Rückfragen: qm@tugraz.at, Qualitätsmanagement, Evaluation & Berichtswesen)
Mit 16 ECTS-Punkten pro Studienjahr erreichen Sie nicht nur die Prüfungsaktivitätsschwelle, sondern sichern sich damit auch den Erhalt der Familienbeihilfe, sofern Sie anspruchsberechtigt sind. Um diesen Studienfortschritt zu erreichen, sind Sie nicht auf sich alleine gestellt! Als Universität bieten wir Ihnen für einen erfolgreichen Studienerfolg generell einiges an Support.
Speziell für jene, die knapp unter der Prüfungsaktivitätsschwelle sind (zwischen 6 und 15,9 ECTS-Punkten), wurden einige neue Angebote geschaffen. Diese stehen bei Bedarf auch allen anderen TU Graz-Studierenden zur Verfügung:
Mental Health ist ein zentrales Thema, das für die TU Graz im Mittelpunkt steht. Zur Unterstützung bieten wir Vortragsreihen und individuelle Beratunsangebote.
*Vortragsreihe mit freundlicher Unterstützung der Servicestelle Barrierefrei Studieren organisiert.
An der TU Graz gibt es vielseitige Angebote zur Unterstützung von Studierenden:
Diese Liste bietet einen ersten, aber nicht vollständigen Überblick. Auch die HTU Graz und die einzelnen Studienvertretungen bieten beispielsweise viele Beratungs- und Unterstützungsleistungen.
Die Liste ist nicht vollständig und soll primär zur ersten Orientierung dienen.
Mobilität
Essen & Alltag
Studium & Material
Finanzen und Verträge
Jobs, Beihilfen, Steuern
Wie viel Studierende monatlich zur Seite legen können, hängt stark von ihrer individuellen finanziellen Situation ab. Gerade während des Studiums sind Einkommen oft unregelmäßig, etwa weil nur geringfügig gearbeitet wird, sich das Beschäftigungsausmaß von Monat zu Monat verändert oder in den Sommermonaten vorübergehend mehr verdient wird als während des Semesters. Daher lässt sich kein allgemeingültiger Betrag nennen, der jeden Monat gespart werden sollte. Empfehlenswert ist es dennoch, regelmäßig etwas zurückzulegen, auch wenn die Höhe des Sparbetrags variiert.
Ein ungefährer Sparplan könnte so aussehen:
In Monaten, in denen deutlich weniger zur Verfügung steht, kann es dennoch sinnvoll sein, zumindest 1-5% zurückzulegen, damit einerseits die Sparroutine nicht verloren geht und andererseits der verfügbare Puffer nicht kleiner wird. Auch hier gibt es diverse gratis Apps, die Sie beim Tracking und in der Planung unterstützen.
Ab 16 ECTS-Punkten pro Studienjahr und Studium. Dazu zählen Leistungen, die zwischen 1.10. und 30.9. eines Studienjahres erbracht werden (exklusive Anrechnungen). Bei der Inskription von mehreren Studien werden die ECTS-Punkte nicht addiert, d. h. um als prüfungsaktiv zu gelten, müssen 16 ECTS-Punkte pro Studium erbracht werden. Studienanfänger*innen, die ihr Studium im Sommersemester starten, haben somit im 1. Semester nur 1 Semester Zeit, um diese Schwelle zu erreichen und als prüfungsaktiv zu zählen.
Selbstverständlich. Als Universität möchten wir Sie aber bestenfalls auch erfolgreich zum Studienabschluss bringen. Ein Abschluss, auf dessen Weg man sich immer über der Prüfungsaktivitätsschwelle bewegt, liegt in beiderseitigem Interesse: Sie selbst gewinnen an Planbarkeit und Studiengeschwindigkeit auf dem Weg zum Abschluss, gleichzeitig verhilft Ihre Studienleistung zu zusätzlichen Ressourcen für bessere Lehr- und Studienbedingungen.
Verkürzt ausgedrückt: Je mehr Studien einer Universität als prüfungsaktiv gemeldet sind, desto mehr Gelder stehen ihr zur Verfügung. Diese können schließlich für mehr Ressourcen eingesetzt werden, wie etwa für Laborausstattungen oder zur Personalaufstockung für bessere Betreuungsverhältnisse. Das wiederum steigert die Qualität der Studienbedingungen.
Von der Universität aus nichts. Sollten Sie Familienbeihilfe beziehen, ist im ersten Studienjahr allerdings ebenfalls ein Nachweis von 16 ECTS-Punkten vorzuweisen, um Rückzahlungen zu vermeiden. Abseits der Prüfungsaktivität gibt es die Mindeststudienleistung: In allen seit dem Studienjahr 2022/23 neu begonnen Bachelorstudien muss innerhalb der ersten 4 Semester ein Studienfortschritt von zumindest 16 positiv absolvierten ECTS-Punkten vorgewiesen werden, andernfalls wird Ihnen die Zulassung für das betreffende Studium für zwei Jahre entzogen.