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Besondere Ehre für besondere Leistung: sechsfache Promotion „sub auspiciis“ der TU Graz und Uni Graz


von Medieninfo veröffentlicht am 13.03.2026 Studium

Besondere Ehre für besondere Leistung: sechsfache Promotion „sub auspiciis“ der TU Graz und Uni Graz

Best-Noten in der Schule, Spitzenleistung während des Studiums: Sechs Grazer Forschende der TU Graz und Universität Graz promovierten am 13. März 2026 „sub auspiciis Praesidentis rei publicae“.
Acht Personen in festlicher Kleidung blicken in die Kamera und lächeln. Sechs von ihnen halten rote Rollen in der Hand.
v.l.: Peter Hartmann, Christian Bundschuh, Uni-Graz-Rektor Peter Riedler, Lena Parigger, Samuel Hörmann, TU Graz-Rektor Horst Bischof, Hannah Brunner und Thomas Steiner. Bildquelle: Uni Graz/Lunghammer

Stellvertretend für den österreichischen Bundespräsidenten vollzogen Uni-Graz-Rektor Peter Riedler und TU Graz-Rektor Horst Bischof den Promotionsakt in der Aula der Alten Universität Graz. Am 18. März bekommen die Kandidat:innen Hannah Brunner, Samuel Hörmann und Thomas Steiner (TU Graz) sowie Christian Bundschuh, Peter Hartmann und Lena Parigger (Uni Graz) den Ehrenring in der Wiener Hofburg überreicht – persönlich von Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

„Hinter dieser Auszeichnung stehen viele Jahre intensiver Arbeit und großer Disziplin. Dazu gratuliere ich Ihnen“, unterstrich Uni-Graz-Rektor Peter Riedler zu Beginn des Festakts. „Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen braucht es Persönlichkeiten wie Sie, die Wissen mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein verbinden. Die heutige Sub Auspiciis Promotion unserer sechs jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist ein Signal für den starken Forschungsstandort Steiermark.“ 

„Eine Sub Auspiciis Promotion ist weit mehr als ein akademischer Abschluss – sie ist Ausdruck außergewöhnlicher Ausdauer, Neugier und intellektueller Leidenschaft“, betonte TU Graz-Rektor Horst Bischof. „Wer diesen Weg geht, beweist nicht nur fachliche Exzellenz, sondern auch den Mut, neue Fragen zu stellen und bestehende Grenzen zu hinterfragen. Zu dieser herausragenden Leistung gratuliere ich den sechs Grazer Absolventinnen und Absolventen herzlich.“

„Als Landeshauptmann der Steiermark gratuliere ich allen Promovendinnen und Promovenden sehr herzlich zu ihrem außergewöhnlichen Erfolg. Die Promotion sub auspiciis zählt zu den höchsten und herausragendsten Auszeichnungen einer akademischen Laufbahn und ist ein Anlass zu besonderem Stolz. Mit großer Begabung, bemerkenswertem Fleiß und bewundernswerter Ausdauer haben Sie außergewöhnliche schulische und wissenschaftliche Leistungen erbracht. Damit stehen Sie nicht nur für persönliche Exzellenz, sondern repräsentieren zugleich den Universitätsstandort Graz in vorbildlicher Weise als Ort der Bildung, der Forschung und der wissenschaftlichen Spitzenleistungen. Für Ihren weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute, viel Erfolg sowie weiterhin Neugier, Tatkraft und Inspiration“, sagt Landeshauptmann Mario Kunasek

Die Sub-auspiciis-Promovierten der TU Graz

Hannah Brunner (Dissertationsfach: Technische Informatik)
Hannah Brunner, 1995 in St. Bartholomä (Graz-Umgebung) geboren, absolvierte nach der Musikhauptschule die HTL Bulme Graz-Gösting mit dem Schwerpunkt Elektronik und Telekommunikation. „Ursprünglich wollte ich bei der Musik bleiben, aber mich faszinierte das Zusammenspiel von Hardware und Software einfach. Man schreibt Code, und tatsächlich passiert dann etwas in der echten Welt. Zusätzlich wird es in der Technik nie langweilig – wenn man etwas Neues lernt, ist es meist schon wieder veraltet“, so Hannah Brunner. Nach der Matura folgte das Studium „Information and Computer Engineering“ an der TU Graz (Bachelor und Master). Sie war als Softwareentwicklerin und Studienassistentin tätig und ab 2020 als Universitätsassistentin am Institut für Technische Informatik, wo sie ihre Dissertation über die Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit des Internets der Dinge verfasste. „Mich hat im Detail ,Batteryfree Computing‘ interessiert. Dabei arbeitet man mit langlebigen Ultra-Low-Power-Komponenten und schafft es, mit möglichst wenig Energie sinnvolle Aufgaben zu erledigen.“ Seit 2023 arbeitet sie als System Engineer bei Infineon. Abseits von Elektronik und dem Internet der Dinge schlägt Hannah Brunners Herz unter anderem für Ultimate Frisbee: Von 2020 bis 2023 spielte sie im österreichischen Mixed-Nationalteam und war mehrere Jahre als Trainerin beim FSV Augärtner Ultimate Graz tätig.

Samuel Hörmann (Dissertationsfach: Elektrotechnik)
Samuel Hörmann kam 1995 in Freistadt in Oberösterreich auf die Welt. Er absolvierte die HTL Steyr im Fachbereich Mechatronik mit dem Ausbildungsschwerpunkt Präzisionstechnik mit Auszeichnung. Schon im Rahmen seines Bachelorstudiums der Physik an der TU Graz begann seine Faszination für die Photonik. „Mich begeistert die Kombination von Physik und Technik. Durch den Einsatz von Licht stellen photonische Sensoren eine besondere Herausforderung dar. Es geht um Präzision im Nanometerbereich“, sagt er. Bei seiner Masterarbeit im Fach technische Physik kam er erstmals mit seinem aktuellen Arbeitgeber ams OSRAM in Kontakt. Dies setzte sich bei seiner Dissertation mit dem Titel „Waveguide-Design für integrierte photonische Sensoren“ fort, die er im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Unternehmens mit der TU Graz verfasste. „Es war eine einzigartige Chance, meine Leidenschaft für High-Tech in der Entwicklung eines Biosensors anzuwenden, der die Detektion von Krankheiten revolutionieren könnte“, sagt Samuel Hörmann, dem die Begeisterung für Technik von seinem Vater und seinem Bruder vermittelt worden ist. Abseits der Sensorik ist er zudem ein begeisterter Marathonläufer und liest gerne Fantasyromane sowie Literatur zu Philosophie. 

Thomas Steiner (Dissertationsfach: Thermische Energietechnik)
Thomas Steiner wurde 1995 in Klagenfurt geboren und wuchs in St. Andrä im Lavanttal auf. Nach der Matura mit Auszeichnung am Stiftsgymnasium St. Paul und dem Ausbildungsdienst beim Bundesheer studierte er Verfahrenstechnik an der TU Graz (Bachelor und Master in Mindeststudienzeit). „Ich habe mich für Verfahrenstechnik entschieden, weil mir das Studium auf der BeST-Infomesse als sehr anspruchsvoll und gleichzeitig sehr aussichtsreich nahegelegt wurde. Am Ende war auch der nette Student am Infostand der TU Graz ausschlaggebend, weil er so sehr von der Verfahrenstechnik geschwärmt hat – er selbst war aber Softwareentwicklungsstudent“, erinnert sich Thomas Steiner schmunzelnd. Seit 2020 ist er als Researcher am K1 Kompetenzzentrum BEST in Graz tätig. Seine Dissertation über die Modellierung von Chemical-Looping-Prozessen, einer klimafreundlichen Technologie zur Energie- und Wasserstofferzeugung, verfasste er am Institut für Wärmetechnik. „Das Thema ist brandaktuell und birgt ein großes Potenzial, einen Beitrag zur grünen Transformation zu leisten“, so Steiner. Er verbindet seine Studienzeit an der TU Graz mit „intensiven Lernphasen im Wechseltakt mit ausgiebigem Feiern, schönen Erinnerungen sowie innigen Freundschaften“. Neben der Technik, insbesondere den digitalen Medien, gelten seine Interessen auch dem Sport sowie aktuell den Renovierungsarbeiten am Elternhaus in Kärnten.

Die Promotion sub auspiciis praesidentis rei publicae zählt zu den höchsten akademischen Auszeichnungen Österreichs. In ihrer heutigen Form unter den Auspizien des Bundespräsidenten besteht sie seit 1952; ihre historischen Wurzeln reichen in Österreich jedoch bis ins Jahr 1624/1625 zurück und stehen damit für eine mehr als 400-jährige Tradition akademischer Exzellenz.

 

Kontakt

Falko SCHOKLITSCH
Mag. (FH)
TU Graz | Kommunikation und Marketing
Tel.: +43 664 60 873 6066
falko.schoklitschnoSpam@tugraz.at