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TU Graz/

Ein Erfolgsmodell seit 16 Jahren


von Ines Hopfer-Pfister veröffentlicht am 06.05.2026
Ein Erfolgsmodell seit 16 Jahren
14 Institute, ein Ziel: Seit 2010 wird an der TU Graz eine interinstitutionelle Ausbildung für Labortechnik-Lehrlinge angeboten. Die beiden Koordinatorinnen Barbara Seibt und Adelheid Bakhshi geben Einblick in dieses einzigartige Ausbildungsformat.
Zwei Frauen blicken in die Kamera. Eine Dame trägt eine blaue Weste und eine Brille, die andere Dame hat blondes Haar und trägt einen schwarzen Pullover.
Adelheid Bakhshi (links) und Barbara Seibt (rechts) im Interview. Bildquelle: Lunghammer – TU Graz

TU Graz people: Was ist das Besondere an der Ausbildung der Labortechnik-Lehrlinge?

Barbara Seibt: Unsere Lehrlinge schließen alle nach vier Jahren Lehrzeit die Lehre mit zwei Lehrabschlüssen ab: Labortechnik Chemie und Labortechnik Biochemie und Biotechnologie. In dieser Zeit werden sie von uns durchgehend gefördert und unterstützt: Angefangen von der Vorbereitung auf die 1. Klasse Berufsschule bis hin zu gezielten Übungseinheiten, sowohl theoretisch als auch praktisch für die Lehrabschlussprüfung.

TU Graz people: Wie läuft diese Ausbildung ab?

Adelheid Bakhshi: Die Ausbildung der Labortechniker*innen wird von uns fakultätsübergreifend organisiert, 14 TU Graz-Institute sind daran beteiligt und wir schreiben die Lehrstellen auch gemeinsam aus. Die Lehrlinge besuchen gemeinsam die Berufsschule und auch gemeinsam die interne Ausbildung. Die interne Ausbildung findet vom ersten bis vierten Lehrjahr statt und ist auf die Inhalte des Berufsbilds Labortechniker*in abgestimmt. Nur durch diese gute Zusammenarbeit der einzelnen Institute ist die Doppellehre möglich.

TU Graz people: Was erwartet die Lehrlinge genau?

Barbara Seibt: Im Rahmen dieser Ausbildung lernen die Lehrlinge unterschiedliche Institute kennen, hören Fachvorträge, absolvieren dort Praktika und lernen so unterschiedliche Arbeitsbereiche und Arbeitstechniken kennen. Zusätzlich fördert diese gemeinsame Ausbildung die gegenseitige Unterstützung und auch den sozialen Kontakt zwischen den Lehrlingen. Als Nachweis der absolvierten Zusatzausbildung wird nach der LAP ein Zertifikat, unterschrieben von der Vizerektorin für Personal, ausgestellt.

TU Graz people: Gibt es diese Art der Ausbildung auch in anderen Unternehmen?

Adelheid Bakhshi: Nein, soweit uns bekannt, ist diese Form der Ausbildung für Labortechnik-Lehrlinge einmalig – weder in anderen Betrieben noch auf einer anderen Universität. Das hat sich anscheinend auch herumgesprochen. Wir hatten letztens über 120 Bewerbungen für vier Lehrstellen.

TU Graz people: Was hat Sie dazu bewogen, diese Ausbildung zu initiieren?

Barbara Seibt: Die Lehrlingsausbildung war früher sehr fachspezifisch, daher wurde dieses interne Weiterbildungsformat ins Leben gerufen. Da gerade eine Universität sehr viele verschiedene Fachbereiche aufweist, wollten wir diese Möglichkeiten nutzen, um den Auszubildenden ein umfangreiches Wissen zu vermitteln, um auch die Chancen am Arbeitsmarkt zu vergrößern.  

TU Graz people: Wie würden Sie die TU Graz als Ausbildungsstätte beschreiben?

Adelheid Bakhshi: Die TU Graz ist eine hervorragende Ausbildungsstätte, da den Lehrlingen zusätzlich zu einem wirtschaftlich sicheren Arbeitsumfeld viel an zusätzlichen Benefits geboten wird, angefangen von gemeinsamen Aktivitäten bis hin zu diversen Vergünstigungen und gesundheitsfördernden Kursen.

Dieser Artikel widmet sich der Lehrlingaussbidlung an der TU Graz. Lesen Sie außerdem in der „TU Graz people“-Coverstory den Artikel "Die Lehrlingsausbildung an der TU Graz".

Diesen Beitrag und weitere Artikel zum Schmökern finden Sie in TU Grazpeople #96, dem Magazin für TU Graz-Mitarbeitende und Interessierte.