TU Graz/ TU Graz/ Services/ News+Stories/

Millionenförderung für gemeinsames Doktoratsprogramm von FH JOANNEUM und TU Graz

Der Wissenschaftsfonds FWF fördert die gemeinsame Ausbildung von Doktoratsstudierenden der beiden steirischen Hochschulen im Bereich Elektronikbasierter Systeme (EBS) mit einer Million Euro. Das Geld stammt aus dem neuen Programm „doc.funds.connect“.

Konnten im Rahmen der FWF-Förderschiene "doc.funds.connect" rund eine Million Euro zur Betreuung von Doktoratsstudierenden einloben (v.l.n.r.): Joachim Schauer und Christian Vogel (beide FH Joanneum) sowie Kay Römer und Annette Mütze (beide TU Graz). Nicht am Bild: TU Graz-Informatikerin und Betreuerin Olga Saukh.

DENISE (kurz für „Dependable ElectroNIcs Based SystEms“) nennt sich das Doktoratsprogramm, im Rahmen dessen die FH JOANNEUM und die TU Graz erstmals fünf Doktoratsstudierende hochschulübergreifend in der EBS-Forschung ausbilden werden. Es ist eines von insgesamt fünf ausgewählten kooperativen Doktoraten, die der Wissenschaftsfonds FWF über die neue Förderschiene „doc.funds.connect“ mit je einer Million Euro fördert. Die Ziele dieser vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) initiierten Förderungsmaßnahme: Sie soll die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen forcieren, die Forschungskompetenz der Fachhochschulen stärken und dem wissenschaftlichen Nachwuchs weitere Karrieremöglichkeiten in hochinnovativen Forschungsfeldern eröffnen.

„Durch die Zusammenarbeit von FH JOANNEUM und TU Graz im EBS-Doktorratsprogramm wird sowohl der Forschungs- als auch der Wirtschaftsstandort Steiermark in einem bedeutenden Zukunftsthema weiter gestärkt. Denn schon jetzt werden 80 Prozent der österreichischen Wertschöpfung in der Mikroelektronik in den südlichen Bundesländern generiert“, so Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl zum Förderzuschlag.

DENISE wird vom Leiter des Instituts für Electronic Engineering der FH JOANNEUM Christian Vogel und vom Leiter des Instituts für Technische Informatik der TU Graz Kay Römer verantwortet. Christian Vogel: „Die FH JOANNEUM freut sich auf das kooperative Doktoratsprogramm, das ein Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung aber auch zwischen zwei bereits eng verzahnten Institutionen sein wird.“

Forschung an elektronik-basierten Systemen für zukunftsorientierte Anwendungen

Die Ausschreibung für die fünf Doktoratsstudienplätze erfolgt international. Ab dem Sommersemester 2022 beginnt das vierjährige Doktoratsprogramm. Erforscht werden Konzepte und Methoden, aber auch anwendungsorientierte Werkzeuge, um elektronikbasierte Systeme (EBS) verlässlicher zu machen. EBS sind miteinander drahtlos vernetzte elektronische Systeme, bestehend aus mikro- und nanoelektronischen Komponenten sowie aus eingebetteter Software mit künstlicher Intelligenz. Die Einsatzbereiche reichen von automatisiertem Fahren über intelligente Fabriken bis hin zu Smart-Home-Lösungen und anderen Anwendungen, bei denen Ausfälle schwerwiegende Konsequenzen haben können. Kay Römer: „Die Zahl elektronikbasierter Systeme wächst enorm. Sie können Bereiche wie Produktion, Infrastruktur oder Verkehr intelligent und nachhaltig machen, werden aber nur akzeptiert, wenn Menschen diesen Systemen vertrauen. Verlässlichkeit wird daher zum Eckpfeiler für die gesellschaftliche Akzeptanz von EBS.“

Die Geschäftsführer der FH JOANNEUM Karl Peter Pfeiffer und Martin Payer: „DENISE vertieft die sehr gute Beziehung zwischen der TU Graz und der FH JOANNEUM durch ein gemeinsames Doktoratsstudium und schafft einen integrierten Forschungsrahmen über disziplinäre Grenzen hinweg. Bestehende Stärken werden ausgebaut und durch die Bündelung der komplementären Expertise wird DENISE zu nachhaltigen Fortschritten im EBS-Sektor führen.“

„Mit dem gemeinsamen Doktoratsprogramm setzen TU Graz und FH JOANNEUM ein weiteres starkes Signal für die heimische Industrie und Elektronikforschung und untermauern damit die Rolle des südlichen Österreichs als eine der führenden Regionen für elektronikbasierte Systeme“, so TU Graz-Rektor Harald Kainz in Anspielung unter anderem auf das universitätseigene EBS Center und auf Vorzeigebetriebe wie Infineon, ams, NXP, AT&S, TDK Electronics (vormals EPCOS) sowie dem Grazer Headquarter der Silicon Austria Labs am Campus Inffeldgasse der TU Graz. 

Information

Offizielle Pressemeldung des Wissenschaftsfonds FWF:
FHs und Unis bilden gemeinsam Doktorandinnen und Doktoranden aus

Kontakt

Kontakt und Koordination an der TU Graz
Kay RÖMER
Univ.-Prof. Dipl.-Inform. Dr.sc.ETH
Institut für Technische Informatik
Tel.: +43 316 873 6400
roemernoSpam@tugraz.at