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Bauablaufstörungen verringern: Fachtagung an der TU Graz

Bauablaufstörungen treten auf und verursachen mitunter hohe Mehrkosten. Wie damit systematisch umgegangen werden kann, ist Thema des 17. Grazer Baubetriebs- und Bauwirtschaftssymposium am 12. April.

Ungeplante Vorkommnisse im Bauablauf verursachen nicht nur Ärger sondern meist auch Kosten. Beim Grazer Baubetriebs- und Bauwirtschaftssymposium (GBBW) 2019 geht es um Elemente, Ursachen, Dokumentation und Nachweisführung von Bauablaufstörungen.

Wer einen Bau in Auftrag gibt will sich darauf verlassen können, dass Zeit- und Kostenkalkulation halten und der Ablauf weitgehend reibungslos funktioniert. Die Praxis sieht oft anders aus, die Folgen können weitreichend sein. Dies gilt besonders, wenn öffentliche Großprojekte scheitern, wie die Daueraufregung um den Großflughafen Berlin Brandenburg beispielhaft zeigt. Bauablaufstörungen und Mehrkostenforderungen führen zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen den Projektbeteiligten und werfen viele Fragen auf. Wann ist der Baubetrieb gestört? Führt jede Bauablaufstörung zu einer Mehrkostenforderung? Wie ist das Baugeschehen systematisch zu dokumentieren? Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei Bauablaufstörungen und wo liegen die rechtlichen und technischen Grenzen? Wie gelingt es, Mehrkostenforderungen glaubhaft zu machen?

Das Grazer Baubetriebs- und Bauwirtschaftssymposium (GBBW) wird jährlich vom Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft (IBBW) an der TU Graz organisiert. 2018 wurde dem Institut für das GBBW-Symposium 2018  der Congress Award Graz verliehen. Die Auszeichnung würdigt Veranstalterinnen und Veranstalter aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und dem NPO-Bereich, die sich mit ihrer Veranstaltung besonders um Graz verdient gemacht haben.

Wissensspeicher für Forschung und Praxis

„Durch eine systematische Vorgehensweise können sowohl für Auftraggeber als auch für Auftragnehmer die Risiken reduziert werden. Wir reichern damit einen thematischen Wissensspeicher an, wovon die tägliche Praxis ebenso profitiert wie die Forschung“, erklärt Organisator Christian Hofstadler, Leiter des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der TU Graz, das Ziel der Fachtagung. 300 Fachleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen beim diesjährigen Symposium am 12. April und bei den begleitenden Workshops an der TU Graz zusammen. Unter dem Titel „Reduktion von Bauablaufstörungen und systematischer Umgang mit Mehrkostenforderungen“ befassen sie sich mit Elementen, Ursachen, Dokumentation und Nachweisführung von Bauablaufstörungen. Dabei werden baubetriebliche, bauwirtschaftliche und rechtliche Aspekte beleuchtet und zur Diskussion gestellt. Zwei halbtägige Workshops am Vortag des Symposiums widmen sich folgenden Themen:

  • Workshop 1: „Systematische Dokumentation und Aufbereitung von Bauablaufstörungen aus dem Blickwinkel des Auftragnehmers sowie des Auftraggebers – Glaubhaftmachung von Bauablaufstörungen und Mehrkostenforderungen“
  • Workshop 2: „Der Einfluss der Planungs- und Ausschreibungsreife auf die Anzahl der Bauablaufstörungen und Mehrkostenforderungen“

Information

17. Grazer Baubetriebs- und Bauwirtschaftssymposium
Reduktion von Bauablaufstörungen und systematischer Umgang mit Mehrkostenforderungen – Baubetriebliche, bauwirtschaftliche und rechtliche Aspekte

Symposium: Freitag, 12. April 2019
Workshops: Donnerstag, 11. April 2019
Ort: TU Graz, Rechbauerstraße 12, 8010 Graz, Österreich
Anmeldung: Das Symposium ist bereits ausgebucht, die Anmeldung zu den Workshops ist bis Montag, den 8. April auf der Symposiums-Website möglich
Mehr Informationen auf der GBBW-Website

Kontakt

Christian HOFSTADLER
Assoc.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.
TU Graz | Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft (BBW)
Lessingstrasse 25/II
8010 Graz
Tel.: +43 316 873 6251
symposium.bbwnoSpam@tugraz.at