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BioTechMed-Graz Nobel Lecture: Nobelpreisträger Stefan Hell zu Gast in Graz

2014 erhielt der Physiker Stefan Hell für seine Arbeit rund um superauflösende Fluoreszenzmikroskopie den Nobelpreis in Chemie. Am 16. Dezember spricht er an der TU Graz über weitere große Fortschritte in seinem Forschungsgebiet.

Im Rahmen der diesjährigen BioTechMed-Graz Nobel Lecture gastiert Nobelpreisträger Stefan Hell im Hörsaal P1 am Campus Neue Technik der TU Graz. © Peter Badge/Typos1 in cop. with Foundation Lindau Nobel Laureate Meetings - all rights reserved 2017.

Ein Porträtfoto von Prof. Stefan Hell finden Sie am Ende des Textes

Jedes Jahr lädt BioTechMed-Graz – die Forschungskooperation von Med Uni Graz, TU Graz und Uni Graz – eine Nobelpreisträgerin oder einen Nobelpreisträger zu einem öffentlichen Vortrag nach Graz. In diesem Jahr ist es der rumänischdeutsche Physiker Stefan Hell. Er spricht zum Thema „Optical microscopy: the resolution revolution“.

Anmeldungen sind bis 9. Dezember auf der Website von BioTechMed-Graz unter dem Link möglich: https://biotechmedgraz.at/nobellecture

Stefan Hell – ein Physiker mit dem Nobelpreis in Chemie

Stefan Hell ist Direktor der Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie in Göttingen und für medizinische Forschung in Heidelberg. Er ist Professor für Physik an der Universität Heidelberg und Honorarprofessor für Experimentalphysik an der Universität Göttingen. 2014 erhielt er gemeinsam mit den US-amerikanischen Wissenschaftern Eric Betzig und William E. Moerner den Nobelpreis in Chemie für die Entwicklung der superauflösenden Fluoreszenzmikroskopie. Mit dieser Technologie ist es möglich, Zellabläufe bei Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson sichtbar zu machen.

Revolutionäre Fluoreszenzmikroskopie

Lange Zeit war weithin anerkannt, dass Lichtmikroskope mit herkömmlichen optischen Linsen, auf Grund der Beugung keine Details unterscheiden können, die feiner als die Hälfte der Wellenlänge des Lichts – oder 200 bis 400 Nanometer – sind. Die neu entwickelte STED-Mikroskopie (Stimulated Emission Depletion) ändert das grundsätzlich: Sie erkennt fluoreszierende Merkmale einer Probe bis auf den molekularen Level, indem sie Quanteneffekte ausnutzt. So lässt sich das Innere lebender Zellen im Nanobereich abbilden, die Bewegung einzelner Moleküle innerhalb einer Zelle verfolgen und Krankheiten auf zellulärer Ebene erforschen.

Was dies für die Wissenschaft bedeutet, welche Chancen sich dadurch ergeben und wie sich der Nobelpreis auf seine wissenschaftliche Arbeit auswirkt, erläutert Stefan Hell in seiner Nobel Lecture am 16. Dezember im Hörsaal P1 am Campus Neue Technik, Petersgasse 16.

Information

BioTechMed-Graz Nobel Lecture mit Stefan Hell
Termin: 16. Dezember 2019, 17 Uhr (Einlass: 16:30 Uhr)
Ort: TU Graz, Campus Neue Technik, Petersgasse 16, Hörsaal P1
Anmeldung: bis 9. Dezember online unter https://biotechmedgraz.at/nobellecture
Weitere Informationen zu Prof. Stefan Hell lesen Sie in seinem Lebenslauf.

Kontakt

BioTechMed-Graz Geschäftsstelle
Tel.: +43 316 380 5020
officenoSpam@biotechmedgraz.at

Nobelpreisträger Stefan Hell spricht am 16. Dezember über Fluoreszenzmikroskopie. © Peter Badge/Typos1 in cop. with Foundation Lindau Nobel Laureate Meetings - all rights reserved 2017.