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Neu berufene Professorinnen und Professoren

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Wintersemester 2019/20

Bioinformatik

Prof. Leila Taher

Dienstantritt am 1.11.2019

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Sommersemester 2019

Chemische Technologie Organischer Stoffe

Prof. Gregor Trimmel

Dienstantritt am 1.09.2019

Intelligent and Adaptive User Interfaces

Prof. Eduardo Enrique Veas

Dienstantritt am 1.09.2019

Intelligent Systems

Prof. Franz Pernkopf

Dienstantritt am 1.09.2019

Analytics of Food and Food Contact Materials

Prof. Erich Leitner

Dienstantritt am 1.08.2019

Pulp Fibre Technology

Prof. Ulrich Hirn

Dienstantritt am 1.08.2019

Experimentalphysik mit Schwerpunkt Optik und Physik des Lichts

Prof. Martin Schultze

Dienstantritt am 1.03.2019

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Wintersemester 2018/19

Entrepreneurship and Management mit Schwerpunkt Internationales Management

Prof. Hongying Foscht

Dienstantritt am 1.10.2018

Adaptive und Vernetzte Produktionssysteme (Schwerpunkt Informatik)

Prof. Martin Gebser

Dienstantritt am 1.10.2018

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Sommersemester 2018

Data Science mit Schwerpunkt Data Management for Data Science

Prof. Matthias Boehm

Dienstantritt am 1.9.2018

Felsmechanik und Tunnelbau

Prof. Thomas Marcher

Dienstantritt am 1.9.2018

Technologie von Nanomaterialien

Prof. Paul Hartmann

Dienstantritt am 1.7.2018

Mathematical Models in Computer Vision

Prof. Thomas Pock

Dienstantritt am 1.7.2018

Innovative Werkstoffe und Fertigungstechnik in der Luftfahrt

Prof. Sergio Amancio

Dienstantritt am 1.3.2018

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Wintersemester 2017/18

Angewandte Statistik

Prof. Siegfried Hörmann

Dienstantritt am 1.10.2017

Elektrische Anlagen und Netze

Prof. Robert Schürhuber

Dienstantritt am 1.10.2017

Automatisiertes Fahren

Prof. Daniel Watzenig

Dienstantritt am 1.10.2017

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Sommersemester 2017

Architektur und Holzbau

Prof. Tom Kaden

Dienstantritt am 1.9.2017

Festigkeitslehre

Prof. Thomas Hochrainer

Dienstantritt am 1.3.2017

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Wintersemester 2016/17

Molecular Biotechnology

Prof. Robert Kourist

Dienstantritt am 1.1.2017

Process Systems Engineering

Prof. Tim Zeiner

Dienstantritt am 1.12.2016

Festkörperchemie moderner Energiespeichersysteme

Prof. Martin Wilkening

Dienstantritt am 1.11.2016

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Sommersemester 2016

Städtebau

Architektin Prof. Aglaée Degros

Dienstantritt am 1.09.2016

Bio-based Materials

Prof. Paolo Falcaro

Dienstantritt am 1.04.2016

Elektronische Sensorsysteme

Prof. Alexander Bergmann

Dienstantritt am 1.03.2016

Neu berufene Professorinnen und Professoren im Wintersemester 2015/16

Theoretische Geodäsie und Satellitengeodäsie

Prof. Torsten Mayer-Gürr

Diesntantritt am 1.12.2015

Computational Topology

Prof. Michael Kerber

Dienstantritt am 1.10.2015

Integrated Building Systems

Prof. Michael Monsberger

Dienstantritt am 1.10.2015

Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau

Prof. Dirk Muschalla

Dienstantritt am 1.10.2015

Advanced Manufacturing

Prof. Rudolf Pichler

Dienstantritt am 1.10.2015

Computational Fluid Dynamics

Prof. Robert Scharler

Dienstantritt am 1.10.2015

Cryptography

Prof. Christian Rechberger

Dienstantritt am 1.09.2015

Profile der neu berufenen Professorinnen und Professoren

Leila Taher

Mit 1. November 2019 wurde Bioinformatikerin Leila Taher als Universitätsprofessorin an die TU Graz berufen und leitet das neu gegründete Institut für Biomedical Informatics. Die gebürtige Argentinierin will motivieren: „Alle, die wollen, können programmieren lernen.“

Leila Taher studierte Biotechnologie und Mathematik an der Universidad Nacional del Litoral in Argentinien. Nach ihrem Abschluss 2001 absolvierte sie ihr Doktorat im Fach Bioinformatik und schloss ihre Dissertation zum Thema computergestützte Vorhersage von Splice Sites im menschlichen Genom an der Universität Bielefeld in Deutschland im Jahr 2006 ab. 2016 habilitierte sie sich für das Fach Medical Informatics und erhielt die Lehrbefugnis an der Universitätsmedizin in Rostock.

Seit 2015 war Leila Taher als Juniorprofessorin in Bioinformatik am Department für Biologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Davor arbeitete sie unter anderem als Junior Research Group Leader der Gene Regulation Group an der Universitätsmedizin Rostock, als Visiting Fellow an den National Institutes of Health in Maryland/USA und als Postdoctoral Fellow in der Fundación Miguel Lillo/CONICET in Argentinien.

In ihrer Freizeit fährt sie gerne Rad und ist mit ihrem Hund in der Natur unterwegs. Leila Taher fotografiert gerne und beschäftigt sich mit Ahnenforschung sowie Hundegenetik.

Martin Schultze

Martin Schultze ist seit 1. März 2019 Universitätsprofessor für Experimentalphysik mit Schwerpunkt Optik und Physik des Lichts am Institut für Experimentalphysik. Sein persönliches Motto: Im Zweifel hilft mehr Licht.

Martin Schultze startete seine akademische Karriere 2004 mit seinem Diplom in Physik an der ETH Zürich. Seine Dissertation – ebenfalls in Physik – machte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er nach seinem Abschluss 2012 auch als Forscher tätig war. Parallel dazu leitete er am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching das Projekt Light-field-controlled and Attosecond-probed Solid-state Electronics.

Von 2012 bis 2015 wechselte er im Rahmen eines Marie Curie International Outgoing Fellowships an die Departments of Chemistry und Physics an der University of California in Berkeley und ans Lawrence Berkeley National Laboratory.

Wieder zurück in Europa habilitierte er sich im Mai 2017 im Fach Attosecond solid-state physics und erhielt im Juni 2017 die Venia legendi für Experimentalphysik ebenfalls an der Ludwig-Maximilians-Universität. Seit April 2015 leitete er die Forschungsgruppe Lightwave Electronics am MPQ Garching und der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Der 40-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Hongying Foscht

Hongying Foscht ist seit 1. Oktober 2018 Universitätsprofessorin für Entrepreneurship und Management mit Schwerpunkt Internationales Management am Institute of Interactive Systems and Data Science. Die gebürtige Chinesin studierte Software Engineering an der Bejing University of Technology und anschließend Technische Mathematik mit Fachrichtung Informatik an der TU Graz. 1994 schloss sie ihr Doktorat ab und begann die berufsbegleitende Ausbildung Executive post-graduate Studium Export und Internationales Management an der Karl-Franzens-Universität Graz, das sie im Jahr 2000 als akademische Exportkauffrau abschließen konnte.

Neben ihrer akademischen Ausbildung war Hongying Foscht immer in der Wirtschaft tätig und kann auf Stationen im Chinesischen Gesundheitsministerium, bei Joanneum Research und der Andritz AG zurückblicken. Seit 2003 ist sie Inhaberin und Geschäftsführerin der Eurosina Consulting and Trading, war zwischen 2006 und 2009 Geschäftsführerin von Sattler China Ltd. und von 2013 bis 2016 Geschäftsführerin von Binder+Co Tianjin Ltd.

Sie ist verheiratet und zählt das Schwimmen, Wandern sowie die traditionelle chinesische Kunst zu ihren liebsten Hobbies.

Martin Gebser

Martin Gebser hat mit 1. Oktober 2018 die Stiftungsprofessur für Industrie 4.0: adaptive und vernetzte Produktionssysteme (Schwerpunkt Informatik) angetreten, die von der TU Graz (20 %) gemeinsam mit der Universität Klagenfurt (80 %) eingerichtet wurde. Themenschwerpunkt der Professur ist die Industrie 4.0 zwischen Künstlicher Intelligenz, Operations-Research und Produktmanagement. In Graz ist die Professur am Institut für Softwaretechnologie angesiedelt, in Klagenfurt am Institut für Angewandte Informatik.

Der 40-Jährige studierte an der Universität Potsdam und schloss dort 2005 sein Diplom in Informatik und 2011 sein Doktorat im Fachbereich Knowledge Representation and Reasoning ab. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 2005 bis 2018 ebenfalls an der Universität Potsdam am Institut für Informatik beschäftigt – unterbrochen von einer zweijährigen Tätigkeit als Researcher am Department of Information and Computer Science an der Aalto University in Finnland.

Seine Freizeit verbringt der gebürtige Deutsche auf Reisen, am Tischtennistisch oder auf dem Fahrrad.

Matthias Boehm

Mathias Boehm promovierte 2011 an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Dresden, wo er als Research Assistent in der Database Technology Group hauptsächlich in Projekte zur kostenbasierten Optimierung von Integrationsprozessen, In-Memory-Indexstrukturen und Zeitreihenanalyse involviert war. 2012 wechselte der heute 36-Jährige zu IBM Research nach Almaden in die USA, wo er zuerst als Postdoc Researcher und später als Research Staff Member an SystemML – einem System für deklaratives und skalierbares maschinelles Lernen – arbeitete.

Mit 1. September 2018 wechselte der gebürtige Deutsche, der Fußball und Reisen zu seinen Hobbies zählt, nach Graz und übernimmt künftig die BMVIT Stiftungsprofessur Data Science mit Schwerpunkt Data Management for Data Science am Institut für Interactive Systems and Data Science.

Thomas Marcher

Der gebürtige Südtiroler startete seine akademische Karriere in einem Promotionsdienstverhältnis mit Schwerpunkt Kontinuumsmechanik, Numerische Modellierung, Erweiterung bestehender Stoffgesetze, Materialtheorie, Durchführung/Auswertung und Bereitstellung von Experimenten an bindigen und nichtbindigen Böden am Institut für Geotechnik der Universität Stuttgart. Seit 2013 besitzt er die Ziviltechnikerbefugnis und ist seit 2014 gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Stollen-/Tunnelbau, Grundbau/Bodenmechnik und Tiefbau. Beruflich leitete Thomas Marcher zwölf Jahre lang den Fachbereich Geotechnik/Tunnelstatik in einem internationalen Ingenieurunternehmen, bevor er 2014 die SKAVA consulting ZT GmbH gründete, in der er bis zuletzt als operativer Geschäftsführer tätig war.

Mit 1. September 2018 wechselte der heute 50-Jährige als Universitätsprofessor und Institutsleiter an das Institut für Felsmechanik und Tunnelbau der TU Graz.

Paul Hartmann

Paul Hartmann ist seit 1. Juli 2018 Professor für Technologie von Nanomaterialien an der Fakultät für Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie im Ausmaß von 20 Prozent. Sein Arbeitsmotto: Je mehr Fehler man macht, desto näher kommt man der Lösung.

Der gebürtige Steirer studierte bereits an der TU Graz Technische Physik und wechselte nach erfolgreichem Abschluss an die Karl-Franzens-Universität Graz, um sein Doktorat in Experimentalphysik nachzulegen. Seine Doktorarbeit schrieb er bei AVL Medical Instruments, um nach dem Studium im gleichen Unternehmen in der Technologieentwicklung tätig zu sein. Im Jahr 2000 wechselte er als Senior Scientist und Project Manager R&D zu Roche Diagnostics, war später als Head of R&D bei Tridonic Optoelectronics und als Head of Research and Technology bei Ledon Lighting/Tridonic Jennersdorf tätig. Seit 2010 ist Paul Hartmann als Direktor des Instituts Materials bei Joanneum Research tätig und engagierte sich dabei für mehrere Monate zusätzlich als wissenschaftlicher Geschäftsführer im NanoTecCenter Weiz.

Der bald 52-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Freizeit verbringt er beim Tennis, auf Skiern oder mit einer Fotokamera vor der Nase.

Sergio Amancio

Seit 1. März 2018 ist Sergio de Traglia Amancio Filho als Professor für Innovative Werkstoffe und Fertigungstechniken mit Schwerpunkt Luftfahrt am Institut für Werkstoffkunde, Fügetechnik und Umformtechnik tätig. Mit seinem Motto „We do not promise. We deliver!“ wird er künftig die TU Graz bereichern.

Sergio de Traglia Amancio Filho wurde 1978 in Brasilien geboren und studierte Materials Engineering an der Federal University of São Carlos. Nach seinem Masterstudium schloss er 2007 sein Doktorat an der Technischen Universität Hamburg-Harburg in Deutschland ab. Als Postdoc war er am Helmholtz-Zentrum Geesthacht mit dem Schwerpunkt Solid State Joining of Polymer-Metal Hybrid Structures tätig, wo er anschließend als Gruppenleiter der Advanced Polymer-Metal Hybrid Structures Group weiter arbeitete. Gleichzeit war er Assistant Professor an der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

In seiner Freizeit erkundet er mit seiner Frau Gisele beim Wandern die Bergwelt, schwimmt gerne, musiziert oder fiebert bei Basketball-Spielen mit.

Siegfried Hörmann

Der gebürtige Pongauer nahm mit 1. Oktober 2017 seine Tätigkeit an der TU Graz auf. An der Fakultät für Mathematik, Physik und Geodäsie ist er als Universitätsprofessor für Angewandte Statistik zuständig. Dieser Bereich werde vor allem wegen der rasanten Entwicklung von Rechenleistung und Speichermedien sowie der damit verbundene Möglichkeit, immer mehr Daten zu sammeln und zu verarbeiten, wichtiger. Der Bedarf an neuen statistischen Methoden, mit deren Hilfe wesentliche Merkmale aus den Daten extrahiert und anschließend analysiert werden, steigt stetig, erklärt er.

Der 39-jährige studierte Mathematik an der Universität Salzburg und absolvierte sein Doktorat an der TU Graz, wo er nun nach Aufenthalten in Finnland, Belgien und den USA auch Fuß fasst. In seiner Freizeit widmet er sich vor allem seiner Familie, bestehend aus Ehefrau Tina und Tochter Emma, seinen Freunden, dem Reisen, Skifahren und Nachdenken.

Robert Schürhuber

Der 44-jährige ist seit 1. Oktober 2017 der neue Universitätsprofessor für Elektrische Anlagen und Netze an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Seinen Zugang zur neuen Aufgabe beschreibt er folgendermaßen: Unsere Energieversorgung befindet sich momentan in einem rasanten Wandlungsprozess, der eine Vielzahl von Neuerungen mit sich bringt. Die Arbeit auf diesem höchst spannenden Gebiet erfordert darum zusätzlich zu fundierter Grundlagenarbeit zunehmend Interdisziplinarität und Praxisorientierung. Ich werde daher sowohl auf meine akademische Erfahrung als auch auf mein Know-how aus der Industrie zurückgreifen, um aktuelle Aufgabenstellungen, wie die Untersuchung des Netzanschlusses verschiedener Erzeugungsanlagen, in Forschung und Lehre zu bearbeiten.

Abseits seiner Arbeit widmet er sich der Musik, Natur und dem Lesen. Er lebt in Partnerschaft mit Katharina und hat drei Kinder – Victoria (8), Lorenz (6) und Benedikt (3).

Daniel Watzenig

Daniel Watzenig ist seit 1. Oktober 2017 Universitätsprofessor für Automatisiertes Fahren am Institut für Regelungs- und Automatisierungstechnik. Seine Forschungsschwerpunkte möchte er auf die Bereiche Entwurf automatischer Systeme und Architektur, intelligente Sensor- und Datenfusion, dynamische Umfeldmodellierung sowie auf die Entwicklung robuster und prädiktiver Methoden für automatisierte Fahrfunktionen und aktive Systeme legen. Dabei steht die Erhöhung der Sicherheit und der Zuverlässigkeit automatisierter Systeme im Vordergrund, erklärt er.

Der gebürtige Klagenfurter studierte bereits an der TU Graz, habilitierte sich 2009 im Fach Elektrische Messtechnik und Signalverarbeitung und war seit 2008 Bereichsleiter und wissenschaftlicher Leiter der Abteilung Fahrzeugelektrik und -elektronik am Kompetenzzentrum das Virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbh.

Tom Kaden

Tom Kaden übernahm mit 1. September 2017 die Stiftungsprofessur Architektur und Holzbau an der Fakultät für Architektur. Holz hat das Potenzial, einen substanziellen Beitrag zur Ökologisierung der Bauwirtschaft zu leisten. Dazu muss es gelingen, den Marktanteil von Holz im Baugeschehen signifikant zu steigern, sagt er über die Faszination seines Themenbereiches.

Der 55-jährige leitet seit 2014 die Kaden Lager GmbH in Berlin mit aktuell 35 Mitarbeitenden und hatte ebenfalls seit 2014 den Lehrauftrag im Fachbereich Holztechnik an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in Deutschland über. Tom Kaden ist verheiratet mit Ulrike und hat einen siebenjährigen Sohn namens Max.

Thomas Hochrainer

Thomas Hochrainer ist seit 1. März 2017 neuer Universitätsprofessor für Festigkeitslehre am gleichnamigen Institut der TU Graz. Der gebürtige Deutsche arbeitet nach dem Motto Forschung braucht Freiraum und hat bereits berufliche Stationen in Florida, Karlsruhe und Bremen im Lebenslauf stehen.

Seine Forschungsarbeit beschreibt er selbst: Die Festigkeitslehre ist für mich ein faszinierendes Lehr- und Forschungsgebiet im Spannungsfeld von Grundlagenforschung und Anwendung. Auf der Grundlagenseite forsche ich an der mesoskopischen und skalenübergreifenden Modellierung von Plastizität, Schädigung und Versagen. Auf der Anwendungsseite nutze ich nichtlineare Finite-Elemente-Methoden, um die Verformung und die mechanischen Eigenschaften moderner Werkstoffe während der Fertigung oder im Einsatz vorherzusagen.

Thomas Hochrainer studierte Technomathematik an der Universität Karlsruhe (TH) (heute Karlsruher Institut für Technologie KIT) und promovierte ebendort 2006 mit Auszeichnung. Nebenbei war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zuverlässigkeit von Bauteilen und Systemen tätig. Nach seinem Abschluss arbeitete er zusätzlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Freiburg. Ein Jahr verbrachte Thomas Hochrainer als Senior Research Scientist am Department of Scientific Computing an der Florida State University in Tallahassee in den USA und wechselte anschließend an die Universität Bremen in Deutschland.

Robert Kourist

Mit 1. Jänner 2017 wurde Robert Kourist, der von der TU Bochum nach Graz übersiedelt, zum Universitätsprofessor für Molekulare Biotechnologie am gleichnamigen Institut der TU Graz berufen. Wir heißen Robert Kourist herzlichen Willkommen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Der 36-jährige beschäftigt sich in der Forschung mit dem Zusammenspiel von chemischer und biologischer Katalyse. Mit dem enormen Fortschritt in der Entwicklung molekularer biotechnologischer Werkzeuge wird es dabei immer mehr möglich, komplexe Systeme zu schaffen und zu kontrollieren. Mein Ziel dabei ist es, Enzyme besser zu verstehen und mit ihnen effiziente und nachhaltige Prozesse zu gestalten, erklärt der im deutschen Heidelberg geborene Wissenschafter.

Tim Zeiner

Tim Zeiner ist seit 1. Dezember 2016 als Professor für Process Systems Engineering an der Fakultät für Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie tätig.

Der gebürtige Deutsche studierte Physikalische Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt auf Thermodynamik und Materialwissenschaften an der TU Berlin, wo er später mit seiner Arbeit Phase- and Interfacial Behaviour of Hyperbranched Polymer Solutions promovierte. 2016 habilitierte er sich an der TU Dortmund mit der Habilitationsschrift Extraction of Biomolecules im Fach Fluidverfahrenstechnik.

Seine Arbeit an der TU Graz beschreibt er selbst als: Die Forschungen auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik in den letzten Jahren sind gekennzeichnet durch immer komplexer werdende Substanzen. Dies bedingt auch den Einsatz immer komplexer werdender Prozesse. Ich will in meiner Forschung diese komplexen Prozesse mit Hilfe neuartiger thermodynamischer Modelle abbilden.

Aglaée Degros

Aglaée Degros ist seit 1. September 2016 Universitätsprofessorin für Städtebau und leitet seither auch das gleichnamige Institut.

Meine Leidenschaft ist die Gestaltung öffentlicher Räume: Parks, Plätze, Fahrradwege und Boulevards. In meiner Arbeit thematisiere ich die räumlichen und sozialen Dimensionen von Mobilität und Infrastruktur. Ich entwerfe öffentliche Räume an der Schnittstelle zwischen Städtebau, Landschaft, Architektur und Verkehrstechnik.

Aglaée Degros besuchte die Architekturschule UCL LOCI in Brüssel in Belgien, verbrachte Auslandsjahre an der Universität TTKK Tampere in Finnland und an der TU Karlsruhe in Deutschland. Seit 2001 ist sie Direktorin von Artgineering in Rotterdam (Niederlande) und Brüssel (Belgien). Lehraufträge zogen die Städtebauerin bereits an die TU Delft, die Artez Architektur Akademie in Arnheim, die TU Wien, die Akademie der Bildenden Künste in Wien und die Vrije Universiteit Brüssel.

Paolo Falcaro

Paolo Falcaro ist seit 1. April 2016 Professor für Bio-based Materials Technology an der Fakultät für Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie.

Der gebürtige Italiener absolvierte sein Studium in Materials Engineering an der Universitá di Bologna in seinem Heimatland, das er 2006 mit einem PhD abschloss. Sein beruflicher Weg führte ihn an die Osaka Prefecture University und die Kyoto University in Japan. Anschließend arbeitet er bis vor wenigen Monaten an der CSIRO (The Commenwealth Scientific and Industrial Research Organisation) in Australien.

Alexander Bergmann

Alexander Bergmann wurde mit 1. März 2016 zum Universitätsprofessor für Elektronische Sensorsysteme am gleichnamigen TU Graz-Institut berufen.

Besondere Akzente möchte ich in der interdisziplinären und praxisnahen Erforschung von elektronischen Sensorsystemen in den Bereichen Umwelt, Klima und Automotive setzen.

Bergmann erlangte im Jahr 2000 den akademischen Grad des PhD an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Grazer Karl-Franzens-Universität, arbeitete als Entwicklungsingenieur bei Infineon Technologies Austria in Villach, als Produktmanager bei Anton Paar in Graz und bei AVL List in Graz. Unter dem Motto If you stop learning, you stop growing trat er am 1. März 2016 seine Stelle an unserer Alma Mater an.

Michael Kerber

Algorithmische Fragestellungen im Bereich der Topologie und Geometrie sind das Arbeitsgebiet von Michael Kerber. Diesen Fragestellungen geht er seit 1. Oktober 2015 als Universitätsprofessor für Computational Topology and Geometry am Institut für Geometrie an der TU Graz nach.

2009 schloss der gebürtige Deutsche seinen Ph.D. in Computer Science am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken, Deutschland, ab. Anschließend zog es den heute 34-jährigen ins Ausland: Als Postdoc an die Duke University in Durham, USA, und ans Institut of Science and Technology Austria in Klosterneuburg sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die University of Warwick in Coventry, UK, und als Assistenzprofessor an die Stanford University in Stanford, USA. Zuletzt war der Wissenschafter wieder am Max-Planck-Institut für Informatik tätig.

Michael Monsberger

Fest im FoE Sustainable Systems verankert, ist der gebürtige Wolfsberger Michael Monsberger seit 1. Oktober 2015 als Universitätsprofessor für Integrated Building Systems am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft tätig. Er möchte insbesondere im Bereich der Gebäudetechnik Akzente in der interdisziplinären Forschung und Lehre setzen.

Die TU Graz ist vertrautes Terrain: Hier schloss der heute 37-jährige 2002 sein Studium in Mechatronik im Maschinenbau und das anschließende Doktorat am Christian-Doppler-Labor für Brennstoffzellensysteme ab. Anschließend war er unter anderem als Leiter des Geschäftsfeldes Sustainable Thermal Energy Systems am Austrian Institute of Technology (AIT) tätig.

Rudolf Pichler

Rudolf Pichler ist seit 1. Oktober 2015 Universitätsprofessor für Advanced Manufacturing am Institut für Fertigungstechnik und verantwortet seither auch den Aufbau der Forschungs- und Lernfabrik an der TU Graz. Seine tägliche Arbeit: Die Eigenschaften und Möglichkeiten von fortschrittlichen Fertigungstechnologien erkennen und an die Studierenden und Wirtschaftstreibenden“ weitergeben.

Der mittlerweile zweifache Vater absolvierte sein Studium und anschließendes Doktorat in Wirtschaftsingenieurwesen – Maschinenbau an der TU Graz und arbeitete bereits parallel als Universitätsassistent. Nach leitenden Positionen in mehreren namhaften Unternehmen ist er seit 2013 International Production Coordinator bei Siemens Österreich.

Robert Scharler

Robert Scharler ist seit 5. Oktober 2015 als Universitätsprofessor für Computational Fluid Dynamics am Institut für Wärmetechnik tätig. Nach seinem Studium an der Fakultät für Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften verfasste er an der TU Graz seine Dissertation im Bereich CFD-Simulation von Biomassefeuerungen.

Beruflich startete er als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut für Prozess- und Partikeltechnik und stieg bald zum Senior Researcher auf. Seither arbeitete er unter anderem als Bereichsleiter für BIOENERGY 2020+, wo er auch weiterhin als wissenschaftlicher Berater tätig sein wird.

Christian Rechberger

Aus Verständlichem Unverständliches machen – das ist die Berufung von Christian Rechberger. Oder besser gesagt: Mittels spezieller Mathematik Methoden zu finden, Daten vor Hackern zu schützen. Seit 1. September 2015 verstärkt er als Universitätsprofessor für Kryptographie das Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie.

Nach seinem Bachelor und Master in Telematik an der TU Graz schloss er 2009, nach einem einjährigen wissenschaftlichen Intermezzo an der Aston University in Großbritannien, mit einem Ph.D. in Applied Cryptography ab. Nach wissenschaftlichen Arbeiten an der KU Leuven, der École normale supérieure Paris und bei Microsoft Research in Redmond, USA, war er von 2011 bis 2015 als außerordentlicher Professor der Denmarks Tekniske Universitet in Dänemark tätig.