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Unternehmensbeteiligungen der TU Graz

Die TU Graz arbeitet intensiv mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen – in Projekten und langfristig über Kooperationsverträge. An einigen Firmen ist die TU Graz auch gesellschaftsrechtlich beteiligt, vor allem an Trägerfirmen der COMET-Kompetenzzentren.

Die gesellschaftsrechtliche Beteiligung an den Trägerfirmen der COMET-Kompetenzzentren ermöglicht der TU Graz, die Kompetenzzentren aktiv mitzugestalten – im Sinne einer langfristigen, zukunftsträchtigen Entwicklung der gemeinsamen Forschungsexpertise.
Die universitären Unternehmensbeteiligungen sind daher für die TU Graz wertvolle Instrumente einer nachhaltigen wissenschaftlichen Kooperation.

Mit den Beteiligungen stärkt die TU Graz den Forschungs-, Technologie- und Innovationsstandort – gemeinsam mit der Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Hand.

Die Beteiligungsunternehmen unterstützen die TU Graz:

  • in ihren Kernaufgaben Forschung, Lehre sowie Wissens- und Technologietransfer
  • im Erzielen eines angemessenen wissenschaftlichen Outputs (Publikationen etc.) und Outcomes (internationale Sichtbarkeit und Vernetzung)
  • im Schaffen und gemeinsamen Nutzen von Großinfrastrukturen

Interessante Details 

Bildquelle: TU Graz - Theuretzbacher-Fritz

Frau Dkfr. Patricia Seidl (Rechts: OE Beteiligungen der TU Graz) und Herr Mag. Heimo Theuretzbacher-Fritz (Links: Beteiligungsmanagement) im Gespräch mit Herrn Prof. Frank Uhlig (Mitte links: Dekan der Fakultät für Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie) und Herrn Dr. Mathias Drexler (Mitte rechts: Geschäftsführer der ACIB GmbH).

Auf einen Blick

  • Derzeit hält die TU Graz Gesellschaftsanteile an 16 Unternehmen.
  • Die Unternehmensbeteiligungen beschäftigen rund 1.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in qualitativ hochwertigen Positionen.
  • Im Jahr 2015 haben die Beteiligungen nahezu 100 Mio. € an Erlösen erzielt, davon rund 1/3 in gemeinsamen Projekten mit den Instituten der TU Graz. 

Stichtag: 31.12.2015

Aus der Beteiligungsstrategie der TU Graz

Mission – wofür stehen wir in Bezug auf unsere Beteiligungen?

  • Wir sehen unsere Beteiligungen als wertvolle Instrumente, um unseren Grundsatz der aktiven Forschungszusammenarbeit und des Wissenstransfers für den Technologiestandort umsetzen zu können.

Vision – wohin streben wir langfristig in Bezug auf unsere Beteiligungen?

  • Die TU Graz und ihre Beteiligungen ergänzen sich in ihren Kernaktivitäten und befruchten sich laufend wechselseitig in ihrer weiteren Entwicklung.
  • Die Beteiligungen tragen maßgeblich zum wissenschaftlichen Leistungsprofil der TU Graz bei und unterstützen die TU Graz, in ihren Exzellenzfeldern zu den Top 10-Universitäten Europas zu zählen.
  • Erfolg versprechende Forschungsergebnisse werden aktiv in Gesellschaft und Wirtschaft transferiert.

 

 

 

Kontakt

Beteiligungen
Rechbauerstraße 12
8010 Graz
Lageplan

Patricia SEIDL
Dipl.-Kffr.
Leiterin
Tel.: +43 316 873 6022
patricia.seidlnoSpam@tugraz.at

Suzan YILDIZ
Administrative
Assistenz 
Tel.: +43 316 873 6123
suzan.yildiznoSpam@tugraz.at

Steuerung der Beteiligungsunternehmen

Die Geschäftsführungen sind für die Gesamtführung und Vertretung der Beteiligungsgesellschaften nach außen verantwortlich. Sie sind den übergeordneten GmbH-Organen berichtspflichtig:

  • Die Generalversammlung (GV) repräsentiert die Gesellschafter, welche die grundlegende Ausrichtung des Unternehmens festlegen.
  • Der Aufsichtsrat (AR) dient der Überwachung und strategischen Steuerung des Unternehmens.

Für die TU Graz nehmen insgesamt 10 Personen Mandatsfunktionen in diesen Gremien wahr. Zum Beispiel haben Rektor Kainz und Vizerektorin Hoffmann folgende zentrale Funktionen in den Beteiligungen inne:

  • Rektor Kainz ist Vorsitzender in Generalversammlung und Aufsichtsrat der Kompetenzzentren Virtuelles Fahrzeug GmbH und der RCPE GmbH.
  • Vizerektorin Hoffmann ist Vorsitzende in Generalversammlung und Aufsichtsrat der LEC GmbH, Mitglied in GV und AR der Bioenergy 2020+ GmbH, Mitglied im AR der Know-Center GmbH sowie Vorsitzende der GV in der HyCentA Research GmbH.

6 TU Graz-Professorinnen und Professoren sind zu Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern in den Beteiligungen der TU Graz bestellt.

Bildquelle: Lunghammer – TU Graz
Andrea Hoffmann, Vizerektorin für Finanzen und Personal

Die TU Graz fördert die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft auf verschiedensten Ebenen – angefangen von Projekten bis hin zu langfristigen Kooperationen und Beteiligungen an Unternehmen bzw. Kompetenzzentren. Dadurch bündeln wir Kräfte, befeuern den Innovationsmotor und erhöhen die Sichtbarkeit der Wissenschaft in der Gesellschaft.

Bildquelle: Lunghammer – TU Graz
Harald Kainz, Rektor der TU Graz

Wissenschaftlicher Erfolg kann über Kooperation wesentlich erhöht werden. Kompetenzzentren und Unternehmensbeteiligungen sind ein wichtiger Weg für die TU Graz, diese Kooperation mit Wirtschaft und Gesellschaft zu leben.

Entwicklung der Beteiligungen der TU Graz

Seit Erlangen der Universitätsautonomie im Jahr 2004 haben sich die Beteiligungen der TU Graz in Anzahl und Ausmaß ihrer Geschäftstätigkeit deutlich erhöht.
Maßgeblich für diese Entwicklung sind das COMET Kompetenzzentren-Programm des Bundes sowie seine Vorläuferprogramme.

Bildquelle: TU Graz - Beteiligungsmanagement

Entwicklung der Erlöse in den Beteiligungen

Die Beteiligungen der TU Graz erzielten in den letzten Jahren einen jährlichen Gesamterlös von nahezu 100 Mio. €, davon rund 1/3 in gemeinsamen Projekten mit den Instituten der TU Graz.

Bildquelle: TU Graz - Beteiligungsmanagement

Entwicklung des Personals in den Beteiligungen

Die Beteiligungen der TU Graz beschäftigen aktuell rund 1.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von allen Arbeitsplätzen der Beteiligungen der TU Graz sind mehr als 80% in der Steiermark und fast 2/3 im Großraum Graz angesiedelt.
Stichtag 31.12.2015

COMET Kompetenzzentren-Programm

Das Programm COMET der Bundesrepublik Österreich fördert den Aufbau von Kompetenzzentren, deren Herzstück ein von Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam definiertes Forschungsprogramm auf hohem Niveau ist.

COMET wird vom Bund und den Bundesländern gefördert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) betreut.

Das COMET Kompetenzzentren-Programm umfasst 3 Aktionslinien: K2-Zentren, K1-Zentren und K-Projekte.

K2-Zentren

K2-Zentren zeichnen sich durch ein besonders ambitioniertes Forschungsprogramm und damit besonders hohes Risiko in der Entwicklung und in der Umsetzung aus. Sie sind in besonders hohem Ausmaß international sichtbar und international vernetzt.

K-Projekte

K-Projekte sind ähnlich wie EU-Forschungsprojekte anzusehen, wobei das Konsortium aus mindestens 1 wissenschaftlichen Partner und mindestens 3 Unternehmenspartnern bestehen muss. Ziel der Programmlinie K-Projekte ist die Initiierung von hochqualitativer Forschung in der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit mittelfristiger Perspektive und klar abgegrenzter Themenstellung mit künftigem Entwicklungspotenzial.

K1-Zentren

K1-Zentren betreiben Forschung von akademischer und wirtschaftlicher Relevanz, die im Rahmen eines von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam definierten Programms umgesetzt wird.

Steckbriefe zu den Unternehmensbeteiligungen

  • ViF Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH
  • ACIB GmbH – Austrian Center of Industrial Biotechnology GmbH
  • MCL – Materials Center Leoben Forschung GmbH
  • RCPE – Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH
  • Know-Center GmbH – Research Center for Data-Driven Business & Big Data Analytics
  • LEC GmbH – Large Engines Competence Center
  • FTW – Forschungszentrum Telekommunikation Wien GmbH in Liquidation
  • BE 2020+ – BIOENERGY 2020+ GmbH
  • PCCL – Polymer Competence Center Leoben GmbH
  • CEST GmbH – Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie
  • CBmed GmbH
  • Holz.bau Forschungs GmbH
  • HyCentA Research GmbH 
  • Science Park Graz GmbH
  • VAH – Versuchsanstalt für Hochspannungstechnik Graz GmbH
  • Forschungsholding TU Graz GmbH in Liquidation
Bildquelle: TU Graz - Beteiligungsmanagement

Beteiligungsportfolio der TU Graz

Das Beteiligungsportfolio der TU Graz umfasst gegenwärtig 16 GmbHs. Sein Schwerpunkt ist klar im Bereich der Kompetenzzentren des COMET-Programmes (K2-, K1-Zentren, K-Projekte). Auf der linken Seite sind die jeweiligen Gesellschaftsanteile der TU Graz an diesen Unternehmen ersichtlich.

Stand: 31.12.2015

ViF Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

COMET-Programm: K2 Mobility

Gegenstand des Unternehmens sind Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der virtuellen Fahrzeugentwicklung sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen. Den Kern der Forschungsaktivitäten bildet das COMET-Programm K2 Mobility. Darüber hinaus werden zahlreiche EU-Projekte abgewickelt, u. a. die Gesamtleitung des Virtual Vehicle Austria Consortium im Eisenbahn-Großvorhaben Shift2Rail.

ACIB GmbH – Austrian Center of Industrial Biotechnology GmbH

Das K2-Zentrum ACIB bündelt die Expertise von 10 österreichischen wissenschaftlichen Einrichtungen in der industriellen Biotechnologie. Gemeinsam mit renommierten internationalen Universitäten sowie nationalen und internationalen Unternehmen werden integrierte Projekte der vorwettbewerblichen Forschung der Biokatalyse, Bioprozesstechnik, Enzym- und pharmazeutische Proteinherstellung durchgeführt.

MCL Materials Center Leoben Forschung GmbH

Der Gesellschaftszweck besteht in der Weiterentwicklung und Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Werkstoffwissenschaften, einschließlich der Grundlagen und Methoden, der relevanten Prozess- und Verarbeitungstechnik und der Anwendungstechnik gemäß den Initiativen der Österreichischen Bundesregierung und einschlägiger Programme auf nationaler und internationaler Ebene. Im COMET-Programm ist MCL Trägerin des K2-Zentrums MPPE.

RCPE Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH

Das RCPE führt Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des Pharmaceutical Engineering und verwandter Gebiete durch und bündelt dafür Kompetenzen aus den Bereichen Technische Chemie und Maschinenbau, Biotechnologie, Chemie, Pharmazeutische Technologie und Werkstoffkunde. Neben dem K1-Programm RCPE innerhalb COMET werden zahlreiche Forschungsarbeiten im Auftrag der pharmazeutischen Industrie und des Anlagenbaus durchgeführt.

Know-Center GmbH - Research Center for Data-Driven Business & Big Data Analytics

Das Know-Center ist Österreichs Kompetenzzentrum für Wissensmanagement und Data-driven Business Solutions und versteht sich als IT-Schmiede an Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Logo und Bildquelle: FTW

LEC GmbH Das Large Engines Competence Center

LEC GmbH Das Large Engines Competence Center ist Österreichs führende Forschungseinrichtung im Bereich der Verbrennungstechnologien für Großmotoren. Die Entwicklung umweltfreundlicher, effizienter und robuster Großmotoren steht im Fokus. Die wesentliche Zielsetzung des COMET-K1-Zentrums LEC EvoLET – als Teil der LEC GmbH – besteht in der Schaffung der Grundlagen für den Technologiesprung zur nächsten Generation von Gas- und Dual Fuel Motoren. Dadurch soll der bestmögliche Einsatz dieser Motoren in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern ermöglicht werden.

FTW Forschungszentrum Telekommunikation Wien GmbH in Liquidation

Das FTW verwirklichte die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zur Weiterentwicklung und Anwendung der Kommunikationstechnologien. Mit Ende 2015, dem Auslaufen der Förderung für das gleichnamige COMET K1-Zentrum, hat das FTW seinen operativen Betrieb eingestellt. Gegenwärtig befindet sich das Beteiligungsunternehmen im Stadium der Liquidation.

BE 2020+ BIOENERGY 2020+ GmbH

Als Biomasseforschungszentrum beschäftigt sich BIOENERGY 2020+ unter anderem mit Themen der thermischen Konversion von Biomasse, Fermentation, Biotreibstoffen und Biomasse-Kraftwerken. Mit seinen Standorten in Graz, Wieselburg und Güssing wickelt BIOENERGY 2020+ Forschungsprojekte sowohl im Rahmen eines COMET K1-Zentrums als auch über andere Förderprogramme oder Industrieaufträge ab.

PCCL Polymer Competence Center Leoben GmbH

PCCL entwickelt wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und der Polymerwissenschaften und verwandter Gebiete. Im Rahmen von COMET betreibt das PCCL ein K1-Zentrum und auch das K-Projekt PolyComp.

CEST Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie GmbH

Ziel des COMET K1-Zentrums CEST ist es, Entwicklungen für innovative wirtschaftliche Prozesse und Produkte im Bereich der elektrochemischen Oberflächentechnik zu bündeln.

CBmed GmbH

Ziel des COMET K1-Zentrums CBmed ist es, exzellente Forschungsinfrastruktur, wissenschaftliche Kompetenz und medizinisches Fachwissen mit nationalen und internationalen Unternehmen für eine systematische Biomarkerforschung in der Medizin zu verbinden.

Holz.bau Forschungs GmbH

Die Nutzung des Baustoffes Holz im Baubereich und die Neu- und Weiterentwicklung von Holzprodukten in Richtung leistungsfähigere, wirtschaftlichere Bauprodukte sind Gegenstand der Holz.bau Forschungs GmbH. Insbesondere im Bereich der Brettsperrholztechnologie hat sie über die K-Projekte holz.bau und focus_sts die Grundlage für den Exporterfolg der österreichischen Holzindustrie gelegt.

HyCentA Research GmbH

HyCentA steht für Hydrogen Center Austria und widmet sich dem Wasserstoff in seinen technologischen Anwendungsmöglichkeiten. Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet alternativer Energieträger, insbesondere auf Basis von Wasserstoff aber auch von Erdgas.

Logo und Bildquelle: VAH

Website VAH in Arbeit

Science Park Graz GmbH

Der Science Park Graz bündelt als gemeinsames akademisches Gründerinnen- und Gründerzentrum für die TU Graz, die Medizinische Universität Graz und die Karl-Franzens-Universität Graz die Inkubatoraktivitäten im Rahmen des AplusB-Programms des Bundes. Seit 2016 betreibt er auch einen von europaweit wenigen Business Incubators der ESA.

VAH Versuchsanstalt für Hochspannungstechnik Graz GmbH

Die VAH ist als akkreditierte Versuchsanstalt dem TU Graz-Institut für Hochspannungstechnik und Systemmanagement angeschlossen. Sie führt Hochspannungsuntersuchungen und Hochspannungsprüfungen sowie systemtechnische Untersuchungen und Bewertungen von Hochspannungsanlagen und Hochspannungsgeräten durch.

Forschungsholding TU Graz GmbH in Liquidation

Die Forschungsholding hat in den letzten Jahren dazu gedient, erwerbsorientierte Gesellschaften als indirekte Beteiligungen der TU Graz zu halten. Im Jahr 2015 wurden die Anteile an diesen Unternehmen verkauft. Gegenwärtig befindet sich die Forschungsholding im Status der geordneten Auflösung.