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PhD in Europa – ankommen und leben in Graz

Das erste Mal weit weg von seinem Heimatland zu leben, ist eine Herausforderung. Als iranische Forscherin kam ich nach Graz, Österreich, um in einem EU-Projekt an der TU Graz zu forschen. In diesem Beitrag gebe ich Tipps für einen guten Start und teile meine Erfahrungen.

Dieses Foto entstand, als ich während meines Forschungsaufenthalts als Doktorandin in Österreich die "Particles2021 Conference" in Hamburg, Deutschland, besuchte.

Nach Graz zu kommen war meine erste Erfahrung damit, weit weg von meinem Heimatland zu leben, und es war noch dazu mein erster Aufenthalt in Österreich. Ich erhielt meine Zulassung erst zwei Monate vor Beginn des Projekts, und die Organisation aller administrativen Aufgaben im Zusammenhang mit der Einreise war eine harte Nuss. Doch dann wurde ich von der Sekretärin des Instituts für Prozeß- und Partikeltechnik (IPPT) an der TU Graz – wo ich an meinem PhD-Projekt arbeite – mit dem Welcome Center der TU Graz bekannt gemacht. Von der ersten E-Mail an wurde mit Hilfe von Birgit Eggner und Elisabeth Meßner alles auf magische Weise sehr einfach und leicht zu handhaben.

Das Welcome Center der TU Graz unterstützt internationale Studierende, die ihr gesamtes Studium an der TU Graz absolvieren, internationale Mitarbeitende und Gäste vor der Ankunft und während des Aufenthaltes in Österreich.

Wie ich mein PhD-Programm in Europa fand

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, in Kanada zu promovieren, obwohl es so weit weg von zu Hause und relativ kalt ist. Ich war schon voll in der Korrespondenz mit meinen dortigen Zieluniversitäten, als mir ein lieber Freund – mit dem ich während meines Masterstudiums zusammen im Labor gewesen war und der zu dieser Zeit eine Stelle beim Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) angetreten hatte – einen Link zu einer Doktorandenstelle an der TU Graz schickte. Es war ehrlich gesagt das erste Mal, dass ich von dieser Stadt und auch von der Universität gehört hatte. Das Projekt war für mich von großem Interesse, da es eng mit meiner Masterarbeit verbunden war, und als ich die Forschungsgruppe auf der Webseite der TU Graz und das Caliper ITN-Projekt erkundete, fasste ich den Entschluss, an diesem PhD-Programm teilzunehmen.

Du interessierst dich für einen Forschungsaufenthalt an der TU Graz? Auf der TU Graz Webseite gibt es einen Überblick über Fördermöglichkeiten und Infos zum Forschen, Arbeiten und Leben in Graz.

Forschen im Ausland: Ankunft in Graz

Ich kam an einem regnerischen Herbstabend in Graz an, und gleich am nächsten Morgen wurde ich im Welcome Center herzlich empfangen. Ich wurde mit der Stadt vertraut gemacht und angeleitet, mühelos die anfänglichen bürokratischen und administrativen Schritte zu erledigen. Ausgehend von diesem ersten positiven Eindruck hat dieser neue Abschnitt meines Lebens in Graz viele wunderbare Erfahrungen gebracht, die ich zu schätzen weiß und an die ich mich erinnern werde.

Junge Frau mit blauer Jacke an einer Uferpromenade, städtische Skyline im Hintergrund.

Am Rheinufer während einer Reise nach Düsseldorf, Deutschland. © Nazanin Ghods

Arbeiten als Doktorandin an der TU Graz

Ich habe bis jetzt eine tolle Arbeitserfahrung an der TU Graz gemacht, mit all den lokalen und internationalen Kolleginnen, Kollegen und Studierenden. Selbst an arbeitsreichen Tagen versuche ich wenn irgendmöglich die angenehmen Kaffeepausen, das Mittagessen nahe dem Campus Inffeldgasse und das seltene Vergnügen einer Tasse Tee auf dem Dach des Gebäudes Inffeldgasse 13 – mit dem malerischen Blick auf den Schlossberg und die Herz-Jesu Kirche – nicht zu verpassen.

Auf der Webseite der TU Graz findest du mehr über die drei Campusstandorte der TU Graz. Hier geht es zu einer virtuellen Campustour.

Verliebt in die grüne Stadt Graz

Obwohl die Stadt viel kleiner und ganz anders ist als die Millionenstadt Teheran, aus der ich komme, ist sie sehr reizvoll. Die Menschen sind sehr freundlich und es gibt jedes Wochenende eine neue, unterhaltsame Attraktion zu entdecken. Die Natur in Österreich ist wirklich bezaubernd. Man kann nicht widerstehen, die grüne Stadt Graz zu lieben, in deren Herz die muntere Mur fließt und die von vielen fantastischen Wandermöglichkeiten, schönen Seen und Weinbergen umgeben ist. Ein großer Teil meines Aufenthalts in Graz fiel in die Zeit der Pandemie. Sobald wir jedoch zum Leben vor der Pandemie zurückkehrten, organisierte das Welcome Center wieder viele soziale Aktivitäten – manchmal etwas abenteuerlich wie ein Ausflug in den Abenteuerpark, manchmal entspannende und ruhige, wie ein Picknick im Schloss Eggenberg. Alles in allem gibt es an Graz überhaupt nichts auszusetzen.

Wenn du mehr über das Leben in Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, erfahren möchten, lies den Blogbeitrag von Sara Krak, Elektrotechnik-Studentin an der TU Graz.
 

Junge Frau in hügeliger, ländlicher Umgebung.

Besuch in einem der schönsten Weinberge Kärntens, Österreich. © Nazanin Ghods

Information

Nazanin Ghods ist eine iranische Forscherin, die sich am Institut für Prozess- und Partikeltechnik (IPPT) der TU Graz auf die numerische Modellierung und Simulation von granularen Materialien spezialisiert hat. Ihr PhD-Projekt ist Teil des von der EU geförderten Horizon 2020 CALIPER-Projekts und beschäftigt sich mit der DEM-Modellierung von stark verformbaren Partikeln.

Kontakt

Nazanin GHODS
Fogh-lis.
TU Graz | Institut für Prozess- und Partikeltechnik
Inffeldgasse 13, 3. Stock
8010 Graz
Tel.: +43 316 873 30423
nghodsnoSpam@tugraz.at