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Österreich 2050 - Wie grün kann unsere Stromversorgung werden?

Studierende der Umweltsystemwissenschaften präsentieren ein nachhaltiges Stromkonzept für Österreich bis zum Jahr 2050.

Großes Potenzial für erneuerbare Energien: Im Rahmen eines interdisziplinären Projektes als Teil des NAWI Graz Masterstudiums Umweltsystemwissenschaften arbeiteten im Sommersemester 2016 insgesamt 28 Studierende und vier Professoren der TU Graz sowie der Karl-Franzens-Universität Graz an einem nachhaltigen Stromkonzept für Österreich bis zum Jahr 2050. Im Wesentlichen haben sie die vier erneuerbaren Energieträger Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik und Concentrated Solarpower auf ihre Nachhaltigkeit überprüft und ein grobes Konzept erstellt, wie Österreichs Stromversorgung bis 2050 ausschließlich von diesen Technologien gedeckt werden könnte. Dabei wurde sowohl der weitere Ausbaubedarf als auch die ökologische und ökonomische Auswirkung eines solchen Umstiegs untersucht.

"Die Hauptaussage der Studie ist, dass bereits relativ geringe Investitionen im niederen einstelligen Prozentbereich des Bruttoinlandsproduktes einen Umstieg auf ein vollständig nachhaltiges Stromsystem ermöglichen könnten", fasst Michael Narodoslawsky, Professor am Institut für Prozess- und Partikeltechnik der TU Graz, die Ergebnisse zusammen. Dieses Stromsystem hätte einen ökologischen Fußabdruck, der nur etwa 1,3 % des heutigen Systems beträgt. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse des Projektes auch auf, wo welche Strom-Bereitstellungstechnologien gebaut werden müssten, um das österreichische Potential bestmöglich mit dem zu erwartenden Verbrauch in Deckung zu bringen.

Zur Berechnung des ökologischen Fußabdruckes wurde der Sustainable Process Index (SPI) herangezogen, der in den 1990er Jahren an der TU Graz entwickelt wurde. Hier geht es zu den Studiendetails.

Der ökologische Fußabdruck kann hier online berechnet werden.

Information

NAWI Graz ist ein Kooperationsprojekt der TU Graz und der Karl-Franzens-Universität Graz mit dem Ziel, dass große Teile der naturwissenschaftlichen Fakultäten der beiden Universitäten sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zusammenarbeiten.

Kontakt

Michael NARODOSLAWSKY
Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.
Institut für Prozess- und Partikeltechnik
Petersgasse 116-118
8010 Graz
Tel.: +43 316 873 30460
narodoslawskynoSpam@tugraz.at
https://www.tugraz.at/institute/ippt/