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Ja zu Quotenfrauen!

Die TU Graz unterstützt die Kampagne #ReframingQuotenfrau zur Entstigmatisierung des Begriffs „Quotenfrau“. Es braucht Quotenfrauen, damit Führungsentscheidungen endlich gleichermaßen von qualifizierten Frauen und qualifizierten Männern getroffen werden.

Den Begriff "Quotenfrau" nachhaltig positiv zu besetzen ist das Anliegen der Kampagne "ReframingQuotenfrau", die auch von der TU Graz unterstützt wird. © Lunghammer - TU Graz

Die Initiative #ReframingQuotenfrau wurde von der deutschen Gleichstellungsinitiative ProQuote ins Leben gerufen, die die 50-Prozent-Quote in Medienhäusern und journalistischen Organisationen auf allen Ebenen einfordert. Das Frauennetzwerk Medien hat die Aktion im Vorjahr aufgegriffen und nach Österreich gebracht.

Seit Februar 2021 ist die Arbeiterkammer als Unterstützerin mit an Bord, ab 8. März setzen auch die österreichischen Universitäten ein sichtbares Zeichen für die Quote. Mit „Pro Quotenfrau“-Statements in den sozialen Netzwerken wollen Universitätsangehörige dazu beitragen, den Begriff „Quotenfrau“ nachhaltig positiv zu besetzen. Auch das Rektorat der TU Graz beteiligt sich an der Aktion:


Die Frauenquote ist gut und richtig! Sie zwingt Führungskräfte mit alten Rollenbildern zur Weiterentwicklung. Es gibt so viele qualifizierte Frauen – bitte einfach hinschauen!“
Harald Kainz, Rektor der TU Graz


 „Von der Frauenquote profitieren alle. Gemischte Führungsteams sind kreativer und effizienter, der Kommunikationsstil verändert sich zum Besseren und die Arbeitskultur wird familienfreundlicher.“
Andrea Hoffmann, Vizerektorin für Personal & Finanzen


„Quotenfrau zu sein heißt oft: die Erste und Role-Model zu sein. Das bin ich gerne! Innovationen brauchen Geschlechtervielfalt für neue Lösungsansätze, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.“
Claudia von der Linden, Vizerektorin für Digitalisierung und Veränderungsprozesse

50:50 auf allen Ebenen

Die TU Graz bekennt sich zur Frauenförderung und zur Schaffung von positiven und karrierefördernden Bedingungen für Frauen. Mit der Einrichtung des Büros für Gleichstellung und Frauenförderung 2004 wurde die Frauenförderung institutionalisiert. Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern bzw. aller Geschlechter und die Frauenförderung haben laut Frauenförderungsplan der TU Graz ihren adäquaten Niederschlag in Personalpolitik, Forschung und Lehre sowie in der Verteilung der Ressourcen zu finden. Mit Aktivitäten wie dem Lehrgang „Gender- und Diversitätskompetenzen für Wissenschafter*innen“ , dem „Mind the Gap_Diversity Award“ oder der Ringvorlesung „Vielfalt im Zentrum der Forschung“ bemüht sich die TU Graz aktiv um Vielfalt und Gleichbehandlung im Wissenschaftssystem. Laufbahnstellen für Frauen, das Karriereprogramm Leading Women – Next Generation, die strategische Karriereplanung für Dissertantinnen, das universitätsübergreifende Potentiale Programm und das Alumnae-Netzwerk „WomenUniverse“ sollen außerdem ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis in allen Karrierestufen herstellen. Details dazu sind im Frauenförderungsplan der TU Graz zu finden.

Forschung von allen für alle

Ergebnisse aus der angewandten Forschung verkennen leider oftmals die Realität von Frauen. Viele Beispiele liefert hier die Medizin, wo nach wie vor der Mann als „Norm“ gilt und frauentypische Symptome, beispielsweise bei Herzinfarkten, als „atypisch“ gelten und daher oft (zu) spät erkannt werden. Ähnliche Beispiele finden sich auch in anderen Forschungsbereichen, Technik und Informatik nicht ausgenommen. Insgesamt 18 solcher Beispiele aus Naturwissenschaft und Technik finden sich im Handbuch „Diversität in Forschungsprojekten berücksichtigen. Wie geht das?“, das im Verlag der TU Graz publiziert wurde. Ein weiterer Buchtipp: „Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“ von Caroline Criado-Perez.

Frauen müssen schon in der Forschung gleichberechtigten Zugang haben und weibliche Perspektiven einbringen bzw. aufzeigen. Die Qualität der Forschungsarbeit profitiert davon in jedem Fall: Frauen bringen gleichermaßen Ideen von hoher wissenschaftlicher Qualität ein und alleine durch die Zusammenarbeit in gemischten Teams steigt erwiesenermaßen das innovative Potenzial. Geschlecht ist dabei nur ein Faktor. Voraussetzung ist, dass es allen ermöglicht wird, ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu entfalten – ohne Einschränkung durch geschlechtsspezifische oder sonstige Zuschreibungen, die zu Ausschlüssen führen.

Kontakt

Armanda PILINGER
TU Graz | Büro für Gleichstellung und Frauenförderung
Tel.: +43 316 873 6090
a.pilingernoSpam@tugraz.at