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2. Platz beim Tongji – International Construction Festival

Fünf Studierende der TU Graz landeten beim „International Construction Festival 2017“ der Tongji University in Shanghai mit ihrem Projekt auf dem zweiten Platz.

Fünf Studierende und zwei Betreuer der TU Graz stehen im Freien vor dem weißen "P-Cubed: ply-propylene"-Pavillon.
Das Team der TU Graz vor ihrem „P-Cubed: ply-propylene“. Die Studierenden erreichten beim International Construction Festival 2017 an der Tongji University in Shanghai den zweiten Platz. Vorne v.l.: Tobias Figlmüller, Desiree Wurnitsch, Angelika Lisa Mayr, Robert Anagnostopoulos, Johannes Kummer. Betreut wurden sie von Daniel Schürr (hinten links) und Wolfgang List (hinten Mitte).

Mittlerweile zum zweiten Mal wurde die Architekturfakultät der TU Graz zur Teilnahme am „International Construction Festival“ an der Tongji University in Shanghai eingeladen, an dem heuer rund 60 Teams – in Summe 500 Studierende – von über 20 internationalen und chinesischen Universitäten teilnahmen. Auserkoren wurden die fünf Studierenden der TU Graz in einem anonymen Auswahlverfahren am Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens – und konnten sich über den hervorragenden zweiten Platz bei der abschließenden Preisverleihung freuen.

Ein Pavillon für die „Micro-Community“

Thema des Construction Festivals war der Entwurf und Bau eines Pavillons für eine „Micro-Community“ – eine zufällige Gruppe, die spontan übernachten möchte. Der Pavillon musste innerhalb von vier Tagen aus dem vorgegebenen Baumaterial, 30 Polypropylen-Hohlstegplatten mit jeweils 180 x 180 x 0,5 Zentimeter, entworfen und fertig gestellt werden.

Entwurfszeichnung und Papiermodelle des Pavillons

Ziel der Studierenden aus Graz war es, privaten und öffentlichen Raum miteinander zu verbinden. Die Grundform eines Hauses mit Giebeldach wird aufgeschnitten und gegeneinander versetzt, um verschiedene Öffnungen zu schaffen.

Das Projekt des Grazer TeamsP-Cubed: ply-polypropylene“ beschäftigte sich mit den Themen der Nachhaltigkeit und des minimalen überdachten wettergeschützten Raums. Der entworfene Pavillon nutzte konstruktiv die maximale Kubatur aus. Gleichzeitig versuchten die Studierenden, den Materialverschnitt so gering wie möglich zu halten. Ziel der Planerinnen und Planer war es, einen Raum zu schaffen, der Privatheit und Öffentlichkeit räumlich verbindet. Die Grundform eines Hauses mit Giebeldach wurde von den Studierenden aufgeschnitten und gegeneinander versetzt, um verschiedene Öffnungen zu schaffen.

Foto des weißen Modell-Pavillons

Modellfoto: Der Pavillon aus Polypropylen-Hohlstegplatten ist wetterfest und über die Öffnungen natürlich querlüftbar. Tagsüber dient das transluzente Material als Schutz vor direktem Sonnenlicht, in der Nacht wird der Pavillon zum Leuchtkörper.

Die Konstruktion besteht aus drei Lagen der Polypropylen-Platten, die nach dem Prinzip von Sperrholz aus gegeneinander verdrehten Lagen des Materials bestehen. Die Studierenden versetzten die Platten zudem um eine halbe Plattenabmessung, um die Konstruktion des Hauses zu verstärken und die Materialstabilität zu erhöhen.

Information

Das Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens (KOEN) wurde 2013 gegründet und wird von der Berliner Architektin Petra Petersson (Realarchitektur) geleitet. Die Aufgabe des Institutes ist es, den Studierenden bereits ab dem ersten Semester nahe zu legen, wie sehr die zwei Hauptfächer des Architekturstudiums – das Konstruieren und das Entwerfen – miteinander verknüpft sind. 

Kontakt

Daniel SCHÜRR
Dipl.-Ing.
Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens
Kronesgasse 5/II
8010 Graz
Tel.: +43 316 873 1635
daniel.schuerrnoSpam@tugraz.at
www.koen.tugraz.at