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Vom Detail zum weiten Blick: Kulturerbe und Grafik

Wenn es darum geht, Kulturgut zu erfassen, zu verwalten und an ein Publikum zu vermitteln, ist Digitalisierung State of the Art. Fachleute aus Technik und Kulturwissenschaften tagen in Graz zum Thema.

Modernste Methoden der Visualisierung, der Digitalisierung und der Analyse von Daten bringen Kulturinteressierten längst versunkene Welten näher und unterstützen deren Erforschung.

Bilder, die unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren in Felsen geritzt haben, im kleinsten Detail zu betrachten und im nächsten Moment kilometerweit durch die Landschaft zu streifen, in die die prähistorischen Kunstwerke eingebettet sind – eine verlockende Vorstellung für Kulturinteressierte ebenso wie für Forschende. Heutige Methoden der Visualisierung, Digitalisierung sowie Analyse von Bild- und Formdaten machen es möglich und stellen Wissenschafterinnen und Wissenschafter dennoch vor große Herausforderungen. Im „3D Pitoti Projekt“ beschäftigte sich ein interdisziplinäres Team von über 30 Forschenden aus ganz Europa damit, prähistorische Felsritzungen aus Valcamonica in der Lombardei, Italien, die zum UNESCO Welterbe zählen, in jedem feinsten Detail aber auch im Gesamtzusammenhang mit der weiteren geographischen Umgebung widerzugeben – skalierbar von Kilometern bis zum Mikrometer, also einem millionstel Meter. Welche Probleme sie dafür lösen mussten, ist nur eines der vielen spannenden Themen beim 15. EUROGRAPHICS Workshop „Graphics & Cultural Heritage“ (GCH’17) mit Schwerpunkt auf Grafik und Kulturerbe, bei dem sich europäische Fachleute aus Informations- und Kommunikationstechnik mit Kulturwissenschafterinnen und –wissenschaftern austauschen.

Digitalisierte Kultur

Generell ist die Nachfrage nach neuen Methoden, mit deren Hilfe kulturelle Informationen digitalisiert, verarbeitet und an ein breites Publikum vermittelt werden können, stark gestiegen. So geht es in einem anderen Tagungsbeitrag darum, wie digitalisierte Kunstwerke einerseits das Museumserlebnis von Besucherinnen und Besuchern bereichern und andererseits Expertinnen und Experten bei der wissenschaftlichen Analyse unterstützen können. Beides erfordert unterschiedliche Herangehensweisen für verschiedene Disziplinen einschließlich maschinelles Sehen, Computergraphik und Visualisierung sowie interaktive Systeme. Ein weiteres Workshop-Tutorial widmet sich methodisch detailliert der Herausforderung, große Bestände von Kunstwerken digital zu erfassen und zu berechnen.

Der Workshop „Graphics & Cultural Heritage“ soll den Dialog zwischen Fachleuten der unterschiedlichen technischen und kulturwissenschaftlichen Disziplinen vorantreiben und damit zu zukünftigen digitalen Lösungen beitragen. Veranstalter sind das Institut für Computer Graphik und Wissensvisualisierung der TU Graz, Fraunhofer Austria und die Museumsakademie des Universalmuseums Joanneum. Hier geht es zum gesamten Workshop-Programm.

Information

15th EUROGRAPHICS Workshop
„Graphics & Cultural Heritage“
Zeit:
27. bis 29. September 2017
Ort:
Joanneumsviertel, Kalchberggasse, 8010 Graz, Austria
Anmeldung:
hier geht es zur online Anmeldung

Kontakt

Tobias SCHRECK (Program Co-Chair)
Univ.-Prof. Dr.rer.nat. M.Sc.
TU Graz | Institut für Computer Graphik und Wissensvisualisierung
Inffeldgasse 16c, 8010 Graz
tobias.schrecknoSpam@cgv.tugraz.at

Torsten ULLRICH  (Local Chair)
Dr. techn. Dipl.-Math.
Fraunhofer Austria
Inffeldgasse 16c, 8010 Graz
torsten.ullrichnoSpam@vc.fraunhofer.at