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NAWI Graz Teaching – die Erfolgsgeschichte wird 10

20.10.2016 | Studium | TU Graz people |

Von Birgit Baustädter

Vor 12 Jahren startete mit NAWI Graz eine österreichweit einzigartige Erfolgsgeschichte – zwei Jahre später begann das gemeinsame Angebot der NAWI Graz Studien. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Begeisterung beim Festvortrag von Mathematiker Rudolf Taschner.

Mit etwas über 5.100 Studierenden in den insgesamt 19 Bachelor- und Masterstudien und um die 630 Doktorandinnen und Doktoranden ist die universitätsübergreifende Kooperation NAWI Graz seit nunmehr zehn Jahren ein Erfolgsprojekt, von dem Studierende wie Lehrende gleichermaßen profitieren. Am 19. Oktober wurde das im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung im Hörsaal H „Urlich Santner“ der TU Graz gefeiert. Kurz zuvor sprach Detlef Heck, Stellvertretender Vorsitzender des NAWI Graz Steering Committee, im News+Stories-Interview über die zehn vergangenen Jahre. 

News+Stories: Was war die Grundidee hinter NAWI Graz Teaching, als es 2006 zum ersten Mal angeboten wurde? 

Detlef Heck: Stärken stärken – mit diesem kurzen Slogan kann die Grundidee von NAWI Graz Teaching zusammengefasst werden. Außerdem besticht die Idee von NAWI Graz aus Sicht der Studierenden dadurch, dass eine größere Breite des Studiums angeboten werden kann, sodass man noch mehr seinen Interessensgebieten folgen kann. Beide Universitäten, die Universität Graz und die TU Graz, bieten damit gerade in den Naturwissenschaften eine fachliche Lehre an, die durch Zusammenarbeit voneinander profitiert. Natürlich steckt hinter NAWI Graz auch ein erheblicher Abstimmungsprozess, der jedoch nicht dazu dient, das Angebot zu kappen, sondern der mit einer kritischen Größe der ein¬zelnen Bereiche in Lehre und Forschung einen Mehrwert bietet. 

Gab es anfänglich Hürden oder Stolpersteine? 

Detlef Heck: Selbstverständlich ist es nicht trivial, gewachsene Strukturen in traditionsbewussten Universitäten an die neuen Ziele anzupassen. Nachdem in beiden Universitäten Visionärinnen und Visionäre erkannt haben, welche Chancen sich von einer Partnerschaft hin zu einer ernsthaften Kooperation ergeben können, konnten Stolpersteine beseitigt werden. Zudem darf nicht unbeachtet gelassen werden, dass auch in der Administration, in dem Studierendenmanagementsystem bis hin zu rechtlichen Themen, viele Details zu lösen waren. 

Stärken stärken – mit diesem kurzen Slogan kann die Grundidee von NAWI Graz Teaching zusammengefasst werden. 

Wie profitieren die Studierenden und die Lehrenden von der universitätsübergreifenden Kooperation? 

Detlef Heck: Unsere Studierenden profitieren aus meiner Sicht besonders von einem gesteigerten Studienangebot, von einer Vielfalt, insbesondere in den Masterprogrammen, und von einem Miteinander beider Universitäten. Die Diversität von Studierenden beider Unis führt jedenfalls zu einem besseren Miteinander und zu einem Verständnis unterschiedlicher Sichtweisen. 

Wohin werden sich die NAWI Graz-Studien entwickeln? 

Detlef Heck: Die vorhandenen Studien werden ständig evaluiert und verbessert. Dies geht mit den neuen gemeinsamen Berufungen einher und ermöglicht eine noch größere Vielfalt der Studien. Mit der Ausweitung auf englischsprachige Masterstudien und dem verstärkten Angebot von englischsprachigen Lehrveranstaltungen bereiten wir unsere Studierenden auf die gestiegenen Ansprüche des Arbeitsmarktes vor. Zudem wird mit einer größeren Tiefe in den Masterprogrammen auch die Basis für eine wissenschaftliche Laufbahn gelegt. Mit Studienjahr 2017/18 ist der Start von zwei weiteren englischsprachigen NAWI Graz-Masterstudien – Physics und Technical Physics – geplant. 

Die vorhandenen Studien werden ständig evaluiert und verbessert. 

2010 gab es das erste gemeinsame Berufungsverfahren – wie erfolgreich sind die gemeinsamen Professuren und wohin werden sie sich entwickeln? 

Detlef Heck: Innerhalb des Bereiches NAWI Graz wird nach dem Freiwerden einer Professur im Kreise der Fachkolleginnen und -kollegen entschieden, welche Professur aus strategischer Sicht sinnvoll erscheint. Diese wird dann von der jeweiligen Universität besetzt. In der Berufungskommission befinden sich Mitglieder beider Universitäten, sodass auch hier eine gemeinsame Abstimmung und ein kooperativer Weg gefunden werden. Die Auswahl der neu zu besetzenden Professuren ist somit ein Schritt hin zu gut abgestimmten Bereichen, die in Lehre und Forschung bestmögliche Synergien erlauben. 

Information

Mit NAWI Graz wurde 2004 eine österreichweit einzigartige, strategische Kooperation zweier Universitäten gegründet: Die TU Graz und die Universität Graz haben ihre Ressourcen gebündelt und arbeiten in den naturwissenschaftlichen Fächern seither gemeinsam statt nebeneinander. 2006 wurde die Kooperation mit NAWI Graz Teaching um den Bereich Studien erweitert und bildet seither gemeinsam in den Bereichen Bioscience, Chemistry, Earth, Space and Environmental Science, Mathematics und Physics aus.

Kontakt

 NAWI Graz Koordinationsbüro
Mozartgasse 12/2
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Tel.: +43 664 9632204
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