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Mobilitätspreis für Wasserstoff-Forschung an TU Graz

Für das Projekt „H2-Mobility“, das jahrelange Forschung zu Wasserstoffproduktion kombiniert, wurden TU Graz-Wissenschafter Viktor Hacker und sein Team mit dem Staatspreis Mobilität 2017 ausgezeichnet.

Drei Männer in schwarzen Anzügen lächeln in die Kamera. Einer davon hält eine weiße Urkunde in der Hand.
Preisverleihung in Wien: TU Graz-Forscher Viktor Hacker (links) und Sebastian Bock (rechts) mit Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

In 15 Jahren intensiver Forschungsarbeit entwickelte die Arbeitsgruppe Brennstoffzellen und Wasserstoffsysteme rund um Viktor Hacker und das Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik ein Konzept zur dezentralen und klimaneutralen Herstellung von hochreinem Wasserstoff. Unter Verwendung von lokal verfügbaren, erneuerbaren Rohstoffen wie Biogas und vergaster Biomasse ist es nun in kleinen Einheiten wie klassischen Schiffscontainern möglich, effizient und an einem beliebigen Ort hochreinen Wasserstoff zu erzeugen. Er kann dann in Mobilitätsanwendungen zum Beispiel als alternativer Kraftstoff seinen Einsatz finden. 

Die langjährige Arbeit gipfelte im Projekt „H2-Mobility“, mit dem nun bewiesen wurde, dass das zuvor theoretische Konzept auch umsetzbar und durchführbar ist. Der Bau von effizienten Wasserstofftankstellen an unterschiedlichsten Plätzen ist damit einen großen Schritt näher gerückt. Das Verfahren wird aktuell gemeinsam mit Wirtschaftspartnern zu einem kommerziellen Produkt entwickelt.

Im Forschungsmagazin TU Graz research stellen Viktor Hacker, Sebastian Bock und Robert Zacharias von der Forschungsgruppe Brennstoffzellen und Wasserstoffsysteme ihre Arbeit vor.

Auf YouTube wird das Projekt ebenfalls in einem Kurzvideo präsentiert. 

tim

In einer anderen Kategorie wurde das Grazer Mobilitätsangebot "tim - täglich. intelligent. mobil" ausgezeichnet, das von der Holding Graz in intensiver Zusammenarbeit mit unter anderem mehreren Instituten der TU Graz umgesetzt wurde. tim ist eine Web-Plattform, die den öffentlichen Verkehr, Radfahren, E-Carsharing, E-Taxi, Leihwagen und öffentliche Ladestationen verbindet. 

Anerkennungs-Urkunde

Das eng mit der TU Graz verbundene Forschungszentrum Virtual Vehicle erhielt mit seinem Projekt „Dependable Embedded Wireless Infrastructure“ zur Entwicklung von Standards für Drahtlosverbindungen in Straßenverkehr, Eisenbahn, Luftfahrt und Gebäude eine anerkennende Urkunde. 

Information

Der Mobilitätspreis wurde bereits zum neunten Mal vergeben und ist die höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Er wird unter dem Motto „Wirtschaftsmotor Innovation“ in vier Kategorien vergeben. 2017 gab es insgesamt 78 Einreichungen, die von einer international besetzten Jury bewertet wurden. Das Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der TU Graz und das mit der TU Graz eng verbundene Forschungszentrum Virtual Vehicle konnten in der Kategorie „Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.“ überzeugen. 

Kontakt

Viktor HACKER
Assoc.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.
Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik
Inffeldgasse 25/C/II
8010 Graz
Tel.: +43 316 873 8780
viktor.hackernoSpam@tugraz.at
www.ceet.tugraz.at/fuelcells