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Houska-Preis 2020 an TU Graz-Forscher Harald Plank

25.09.2020 | News+Stories | TU Graz news | Universität | Spotlight | TU Graz people | Medienservice |

Von Susanne Eigner

Mit dem Forschungsprojekt „3D-Nanoprinting“ holte Harald Plank vom Institut für Elektronenmikroskopie und Nanoanalytik der TU Graz den mit 150.000 Euro dotierten Houska-Preis in der Kategorie „Hochschulforschung“.

Für die Herstellung komplexer 3D-gedruckter Nano-Bauteile erhielt TU Graz-Forscher Harald Plank den Houska-Preis 2020. © Lunghammer – TU Graz

Österreichs größter privater Forschungspreis, jährlich verliehen von der B&C Privatstiftung, geht im Jahr 2020 an die TU Graz: Der Physiker Harald Plank darf sich mit seinem Team über die begehrte goldene Trophäe und das Preisgeld des Erstplatzierten von 150.000 Euro freuen. Der Preis wurde am 24. September in Wien verliehen. Insgesamt wurden 500.000 Euro an anwendungsnahe Forschungsprojekte vergeben.

„Es ist ein großartiger Erfolg für die Forschenden und gleichzeitig eine wundervolle Bestätigung auch für das Bestreben der TU Graz, Spitzenleistung gezielt zu fördern. Ich gratuliere Harald Plank und seinem gesamten Team von Herzen zu dieser außergewöhnlichen Auszeichnung“, freut sich Harald Kainz, Rektor der TU Graz.

Die Gewinner des Houska-Preises Harald Plank (l.) und Christian Harwanegg (MacroArray Diagnostics GmbH), flankiert von Mariella Schurz und Erich Hampel ( beide B&C). © B&C/Alexandra Thomson

Komplexe 3D-Strukturen im Nanobereich

Die Forschenden unter der Leitung von Harald Plank entwickelten eine neuartige 3D-Nanodruck-Technologie, die sogenannte FEBID-Technologie (Focused Electron Beam Induced Deposition), zur Fertigung von komplexen, dreidimensionalen Objekten im Nanobereich. Diese neue Methode soll für die Industrie neue Anwendungsbereiche erschließen, die mit herkömmlichen 3D-Druckverfahren bisher nicht möglich waren.
Mit diesem Druck-Verfahren konnten bereits elektrisch leitfähige 3D-Hochauflösungs-Nanosonden hergestellt werden, die nun in Rasterkraftmikroskopen von Industriepartnern eingesetzt werden.

Zukünftige Nanosonden ermöglichen eine simultane Analyse von elektrischen, magnetischen, chemischen und optischen Oberflächeneigenschaften, wobei die Leistungsfähigkeit deutlich höher ist als jene von alternativen, kommerziell erhältlichen Produkten.

Maßgeblich unterstützt wurden die erfolgreichen Forschungsarbeiten durch das Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz und durch die Austrian Cooperative Research in Wien.

Harald Plank leitet an der TU Graz das Christian Doppler-Labor für direkte Fabrikation von 3D-Nanosonden.
 

Information

Kontakt

Harald PLANK
Assoc.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.
TU Graz | Institut für Elektronenmikroskopie und Nanoanalytik
Tel.: +43 316 873 8821
harald.planknoSpam@felmi-zfe.at