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Ausstellung und Symposium: Das architektonische Werk Ferdinand Schusters

10.07.2020 | News+Stories | TU Graz news | Events |

Von News+Stories

Die verbesserte Lebensumgebung war stets im Fokus des Architekten Ferdinand Schuster (1920 - 1972), der besonders die Stadt Kapfenberg prägte. Die TU Graz würdigt ihren ehemaligen Dekan nach einem Forschungsprojekt durch eine Werkmonographie, ein Symposium und eine Ausstellung.

Das Stadionbad Kapfenberg wurde 1953 nach den Plänen von Ferdinand Schuster errichtet. © Michael Goldgruber

Der Architekt Ferdinand Schuster (1920 - 1972) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der österreichischen Baukultur der Nachkriegszeit. Vor allem in Kapfenberg und Graz realisierte er Kirchen-, Industrie-, Freizeit-, Bildungs- und Wohnbauten. Schusters Arbeit entstand stets im Kontext seiner Reflexionen über die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen des Bauens. Diese Haltung vermittelte er auch in der Architekturlehre an der Technischen Hochschule Graz, der heutigen TU Graz, an der er von 1964 bis 1972 den Lehrstuhl für Baukunst und Entwerfen innehatte. Am 21. September 2020 wäre Ferdinand Schuster 100 Jahre alt geworden. Ausstellung und Publikation geben aus diesem Anlass einen Einblick in sein umfassendes Werk.

Biografische Skizze: Ferdinand Schuster

Geboren 1920 in Schönbach bei Eger in Böhmen, studierte Ferdinand Schuster Architektur an den Technischen Hochschulen Graz und Prag. Er legte zudem die Meisterprüfung im Geigenbau ab. Während seiner Zeit als Leiter der Planungsabteilung der Böhlerwerke in Kapfenberg promovierte er an der TU Graz zum Thema „Die Arbeiterstadt – Grundlagen für die Ortsplanung von Kapfenberg“. In Kapfenberg eröffnete er 1953 ein Architekturbüro und war als Gemeinderat tätig. 1964 wurde er an die TU Graz berufen und besetzte den Lehrstuhl für Baukunst und Entwerfen. Von 1969 bis 1971 war er Dekan der Architekturfakultät der TU Graz. Ferdinand Schuster starb 1972. Weitere Informationen zu seiner Biographie, seinen Bauten und Projekten zeigt die TU Graz auf einer eigenen Website zu Ferdinand Schuster.

AUSSTELLUNG IN GRAZ
HDA Haus der Architektur, Mariahilferstraße 2, 8010 Graz
Ausstellungsdauer: 2. Juli bis 14. August 2020
Bildmaterial und Impressionen zur Ausstellung finden sich auf der Website des HDA

SYMPOSIUM „Ferdinand Schuster. Symposium zum 100. Geburtstag"
17. und 18. September 2020
Aula der Technischen Universität Graz, Rechbauerstraße 12, 8010 Graz
Veranstaltet vom Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz

AUSSTELLUNG IN KAPFENBERG
Evangelische Kirche Kapfenberg, Martin-Luther-Platz 1, 8605 Kapfenberg
Ausstellungseröffnung und Festakt: 17. September, 18:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. September bis 8. November 2020

AUSSTELLUNG IN WIEN
Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Concordiaplatz 2, 1010 Wien
Ausstellungseröffnung: 12. November, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. bis 27. November 2020

Information

Die umfassende Publikation „Ferdinand Schuster (1920–1972). Das architektonische Werk: Bauten, Schriften, Analysen“ ist aus dem gleichnamigen OeNB-Forschungsprojekt unter der Leitung von Daniel Gethmann vom Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz hervorgegangen und bei Park Books erschienen.

Die Publikation beinhaltet auf 420 Seiten eine Dokumentation von Schusters Bauten, seine kommentierten Schriften und Reden sowie zahlreiche Analysen zum gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Wirken des Architekten.

Kontakt

Daniel GETHMANN
Assoc.Prof. Mag.art. Dr.phil.
TU Graz | Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften
Tel.: +43 316 873 6279
daniel.gethmannnoSpam@tugraz.at