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Mein Auslandssemester trotz Corona an der TU Graz

21.01.2021 | Talking about ... |

Von Lisa Schmidt

Architekturstudentin Lisa Schmidt kam von der TU Berlin als Erasmus-Studentin nach Graz. Hier schreibt sie darüber, wie es ist, in Corona-Zeiten im Ausland, konkret an der TU Graz, zu studieren.

An der TU Graz gilt coronabedingt das Motto "digital first". Auch wenn Lehre und Lernen in Anwesenheit – hier zum Beispiel in der NAWI Graz Bibliothek – nicht möglich sind, werden internationale Studierende vom International Office jederzeit gut informiert.

Warum die TU Graz?

Meine Entscheidung, mich für ein Semester an der TU Graz zu bewerben, habe ich knapp ein Jahr vor dem Antritt gefällt. Ein ausschlaggebender Grund hierfür war die über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte „Grazer Schule“ der 1970er-1990er-Jahre an der Technischen Hochschule Graz (seit 1972 Technische Universität Graz), welche bis heute zu den bekanntesten Phänomenen der österreichischen Architektur des 20. Jahrhunderts zählt.
Ein weiterer Grund waren die vielfältigen und spannenden Architektur-Institute der TU Graz mit ihrem umfangreichen Lehrangebot. So konnte ich mir aus einer Vielzahl an möglichen Vertiefungsrichtungen die für mich passenden Themenkomplexe aussuchen. Für alle Architekturstudierenden ist die interessante Webseite der Architekturfakultät sehr zu empfehlen.

Die TU Graz ist darüber hinaus sehr angesehen. Auch die Stadt Graz und die Lage in der Steiermark waren für mich ausschlaggebend. Die zweitgrößte Stadt Österreichs bietet umfangreiche Kulturangebote, ist umgeben von belassener Natur und zudem nicht weit von anderen sehenswerten Städten wie Wien oder Maribor (Slowenien) entfernt.

Ein weiterer Grund, mich für ein Semester an der TU Graz zu bewerben, waren die vielfältigen und spannenden Architektur-Institute der TU Graz mit ihrem umfangreichen Lehrangebot.

Historischer Uhrturm mit Blick über die Stadt Graz

Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs bietet umfangreiche Kulturangebote und viel belassene Natur. Hier der Blick auf den Grazer Uhrturm und die Stadt.

Das Architekturstudium an der TU Graz

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen uns Studierende europaweit nun seit knapp einem Jahr. Das Architekturstudium – geprägt vom Modellbau, von der persönlichen Diskussion sowohl in Gruppen als auch mit den Lehrenden und vom gemeinsamen Entwerfen und Skizzieren – wird von den coronabedingten Einschränkungen stark beeinflusst. So findet die Lehre derzeit fast ausschließlich digital statt und viele der essentiellen Grundpfeiler der Lehre werden alleine und von Zuhause aus durchgeführt.  
 
Wenn du auch Architektur studierst, wird dich vielleicht interessieren, wie die Nutzung gemeinschaftlicher Arbeitsräume an der TU Graz geregelt ist. Diese heißen hier „Architektur-Zeichensäle“ (kurz AZ), werden von ihren Mitgliedern selbst verwaltet, bieten Gelegenheit für kreative (gemeinsame) Arbeit und sind auch darüber hinaus ein Ort für die Studierenden. Abhängig von den aktuellen COVID19-Maßnahmen der Regierung, bleiben die Architekturzeichensäle der TU Graz nach Möglichkeit geöffnet.

Die Bibliotheken der TU Graz

Die Bibliothek der TU Graz ist unterteilt in drei Zweigstellen, die allesamt zum Recherchieren, Lesen und Lernen einladen. Die Hauptbibliothek verfügt über Literatur für alle Fachrichtungen mit einem Schwerpunkt für Architektur und Bauingenieurwissenschaften. Des Weiteren gibt es die Fachbibliothek NAWI für Studienrichtungen wie Chemie, Geodäsie, Mathematik und Naturwissenschaften sowie die Fachbibliothek Inffeld für Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnologie, Verfahrenstechnik, Informatik und Biomedizinische Technik. Auch hier gilt es die im Rahmen von COVID19-Maßnahmen eventuell geänderten Öffnungszeiten zu beachten.

Alle Informationen über Services und die jeweils aktuellen Öffnungszeiten findet ihr auf der Webseite der TU Graz Bibliothek.

An der TU Graz Studieren in Zeiten von COVID19 – eine Orientierungshilfe

Im Wintersemester 2020/21 galt das Motto "digital first" – eine Kombination aus  Fernunterricht und Präsenzlehre.
Die Präsenzlehre ist aufgrund der sich stetig verändernden Sicherheits- und Hygienevorschriften auch weiterhin nur eingeschränkt möglich. Nichtsdestotrotz habe ich mich jederzeit gut informiert und unterstützt gefühlt. Regelmäßig werden vom International Office an uns Auslandsstudierende Informationen zu den aktuellen Corona-Regelungen per Mail versendet und unter anderem über den „Ampelstatus“ informiert, welcher von rot bis grün reicht und sich an den von der österreichischen Bundesregierung verkündeten Maßnahmen orientiert.
Für alle internationalen Studierenden lohnt sich der Besuch der Webseite Internationals – COVID-19 Informationen, die sämtliche aktuellen COVID19-Informationen zusammenfasst.

Unabhängig von der Corona-Situation unterstützt euch internationale Studierende das International OfficeWelcome Center der TU Graz bei eurer Ankunft und war auch in meinem Fall jederzeit erreichbar und beantwortete alle meine Fragen.

Zudem hilft das International Office – Welcome Center der TU Graz in den ersten Wochen dabei, Kontakte zu knüpfen. Hierfür veranstaltet es Spaziergänge,  Einführungsveranstaltungen und vieles Weitere, was uns internationalen Studierenden den Einstieg in die Stadt und die TU Graz sehr erleichtert. Darüber hinaus möchte ich es als besonders positiv hervorheben, dass zu Beginn des Semesters die meisten Lehrenden Wert auf ein persönliches Kennenlernen legten, sodass der Semesterbeginn mit ersten Stadtspaziergängen, Präsenzvorlesungen, persönlichen Gesprächen und dem Kennenlernen anderer Studierender weitgehend „normal“ verlaufen konnte.

Der Campus der TU Graz

Die TU Graz hat drei Campus-Standorte: die „Alte Technik“, die „Neue Technik“ sowie die „Inffeldgasse“.  Je nach Studienausrichtung (und Corona-Lage) werdet ihr euch an den unterschiedlichen Standorten aufhalten. Um euch eine erste Orientierung über den Campus der TU Graz zu verschaffen, ist die Webseite „Gebäude der TU Graz“ sehr hilfreich. Besonders die Standorte der „Neuen Technik“ und der „Alten Technik“ sind sehr zentral in der Innenstadt gelegen, aber auch der Campus „Inffeldgasse“ ist nur wenige Fahrradminuten vom Zentrum entfernt.

Blick von oben auf moderne Dachlandschaft vorne und historische Dachlandschaft im Hintergrund

Die TU Graz Standorte der „Alten Technik“ (hier im Bild) und der „Neuen Technik“ sind zentral in der Innenstadt von Graz gelegen.

Universitäts-Sport in Graz

Auch zu empfehlen ist das meiner Meinung nach sehr umfangreiche Sportangebot des Universitäts-Sportinstituts (USI), das von Tanzen über Fechten bis hin zum Ski fahren sehr vielfältig aufgestellt ist. Neben dem Ausgleich zum Universitätsalltag gibt es bei den USI-Kursen erneut die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Studierenden zu knüpfen – auch fernab der eigenen Studienrichtung. Auch hier fanden die ersten Wochen regelmäßig Einheiten statt, bis aufgrund der Regulationen der Sport bis auf Weiteres leider unterbrochen werden musste.
Über das vielfältige Kursangebot kann man sich auf der Webseite des Universitäts-Sportsinstituts informieren – in der Regel ist für jeden Geschmack etwas dabei.
 
Alles in allem bin ich sehr froh, mich trotz der Einschränkungen der COVID 19-Pandemie für ein Auslandssemester an der TU Graz entschieden zu haben. Ich habe viele tolle Menschen kennen lernen dürfen und einen Einblick in die Architektur-Lehre an einer mir bislang unbekannten Universität bekommen.

Mehr Erfahrungsberichte und Tipps internationaler Studierender findet ihr in den International News+Stories der TU Graz.

Kontakt

Lisa SCHMIDT
ERASMUS-Studentin an der TU Graz
Studienrichtung: Masterstudium Architektur

lisa.r.schmidtnoSpam@gmx.de