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Startschuss für das NAWI Graz Center of Physics

Seitens aller Beteiligten gibt es grünes Licht für die Errichtung des Graz Center of Physics, das große Physikzentrum von TU Graz und Uni Graz im Forschungs- und Lehreverbund NAWI Graz. Der Architekturwettbewerb ist angelaufen, Baubeginn ist 2024.

Zentraler gemeinsamer Forschungsschwerpunkt des Graz Center of Physics ist der zukunftweisende Bereich Nano und Quantum Materials. Im Bild TU Graz-Physikerin und ERC Grant-Preisträgerin Birgitta Schultze-Bernhardt. © Lunghammer - TU Graz

Mit der soeben erfolgten Finanzierungszusage und der Planungsfreigabe nimmt eines der größten interuniversitären Bauvorhaben in der Steiermark Fahrt auf. Durch die physische Zusammenlegung der Physikbereiche von TU Graz und Uni Graz entsteht ein markanter Physik-Standort in Österreich mit internationaler Sichtbarkeit.

Errichtet wird das Graz Center of Physics (GCP) am Campus der Universität Graz. Durch die räumliche Zusammenlegung der Physikbereiche der beiden Universitäten wird die langjährige Zusammenarbeit im Verbund NAWI Graz gestärkt, Synergien in Forschung, Lehre und Infrastruktur weiter ausgebaut und eine markante Profilschärfung der Physik weit über den Standort hinaus erreicht.
TU Graz-Rektor Harald Kainz freut sich über diese Perspektive: „Mit dem Graz Center of Physics bekommt die langjährige erfolgreiche Forschungs- und Lehre-Kooperation von rund 600 Physikerinnen und Physikern und etwa 1500 Studierenden von TU Graz und Uni Graz im Fachbereich Physik auch eine gemeinsame physische Heimat. Die Schwerpunktsetzung in den Bereichen Nanotechnologien und computerorientierte Physik verleiht dem GCP ein unverwechselbares Profil von internationaler Strahlkraft. Ob in der Entwicklung neuartiger Nanomaterialien, den Weltraumwissenschaften oder der Klimaphysik - das GCP forscht an Themen von höchster gesellschaftlicher Relevanz."

Martin Polaschek, Rektor der Uni Graz zeigt sich ebenfalls begeistert: „Die Universität Graz freut sich, dass die Finanzierung für dieses Leuchtturmprojekt nun gesichert ist. Dass zwei Universitäten einen Forschungsbereich in dieser Form in einem gemeinsamen Gebäude bündeln, ist ein in der österreichischen Forschungslandschaft einzigartiges Projekt und wird einen starken Impuls für die Forschung in der Steiermark bedeuten.“

Forschungsschwerpunkte des GCP

Zentraler gemeinsamer Forschungsschwerpunkt des Graz Center of Physics ist der Bereich Nano und Quantum Materials. In diesem Bereich, in dem nanoskalige und quantenphysikalisch dominierte Materialien erforscht werden, genießt der Standort Graz schon heute eine Alleinstellung in der österreichischen Forschungslandschaft und darüber hinaus. Das Zentrum für Elektronenmikroskopie ist hierbei ein instrumenteller Leuchtturm. Dem zentralen Schwerpunkt Nano und Quantum Materials stehen drei weitere Kompetenzbereiche von internationaler Bedeutung zur Seite: die Fachdidaktik, die Elementarteilchenphysik sowie der Komplex der Astrophysik, Klimaphysik und Weltraumwissenschaften. Durch Zusammenlegung und Stärkung dieser Bereiche im Graz Center of Physics wird das Fachgebiet Physik in seiner ganzen Breite in Forschung und Lehre abgedeckt, wodurch starke Synergien zu erwarten sind. Das Themenspektrum, das im Graz Center of Physics bearbeitet wird, spielt eine zunehmend tragende Rolle für Herausforderungen rund um Energie, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Umwelt, oder Gesundheit.

NAWI Graz: Erfolgsmodell in der naturwissenschaftlichen Forschung und Lehre

Seit 2004 bündeln TU Graz und Uni Graz Ressourcen und Know-how in der naturwissenschaftlichen Forschung und Lehre im Verbund von NAWI Graz. Ein österreichweit einzigartiges Vorzeigeprojekt. Mit der Errichtung des Graz Center of Physics ist mit einer deutlichen Steigerung der Sichtbarkeit der Physik sowohl unter potenziellen Studierenden als auch bei Lehrenden und in internationalen Berufungsverfahren zu rechnen.
Im Bereich der Studien werden das Bachelorstudium und die beiden englischsprachigen Masterstudien Physics und Technical Physics unter dem Dach NAWI Graz ebenso gemeinsam angeboten wie die Lehramtsausbildung und die Doktoratsausbildung. Studierende aller Studiengänge profitieren durch das Graz Center of Physics sowohl von den kurzen Wegen am gemeinsamen Standort, von state-of-the-art Unterrichtsräumen und Hörsälen sowie von hochmoderner Labor- und Geräte-Infrastruktur unter einem Dach.

Fahrplan und Kosten

Die Bundesimmobiliengesellschaft BIG hat als Bauherrin soeben den Architekturwettbewerb für das NAWI Graz Center of Physics ausgelobt. Der Neubau mit einer Bruttogeschoßfläche von 50.000 Quadratmetern entsteht am Areal des Vorklinikturms in der Harrachgasse am Campus der Uni Graz. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich 2024, sobald die verbliebenen Institute der Medizinischen Universität Graz auf den neuen MED Campus Graz abgesiedelt sind und das Bestandsgebäude abgerissen wurde. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf 354 Millionen Euro – davon entfallen 313 Millionen Euro auf die Errichtung, zusätzliche 41 Millionen Euro gehen in die Ausstattung. Die Kosten trägt der Bund und TU Graz und Uni Graz mieten dann die Räumlichkeiten von der BIG.

Information

NAWI Graz ist eine naturwissenschaftliche interuniversitäre Kooperation der Karl-Franzens-Universität und der TU Graz. Stärkung, Ausbau und internationale Positionierung sowie die Bündelung von Know-how der naturwissenschaftlichen Forschung und Lehre in Graz – das sind die Ziele von NAWI Graz. Alle Studien im naturwissenschaftlichen Bereich werden gemeinsam angeboten – rund 5.200 Studierende nutzen dieses Angebot.

Kontakt

Barbara GIGLER
TU Graz-Pressesprecherin
Kommunikation und Marketing
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