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TU Graz entwickelt Screeningsystem für Lungengeräuschanalyse

Wenn 2022 die ESA-Mission JUICE startet, um Jupiters Eismonde zu erkunden, wird auch ein Grazer Messgerät mit an Bord sein. Das Institut für Weltraumforschung der ÖAW und die TU Graz liefern ein neuartiges Quanteninterferenz-Magnetometer.

Das Grazer Instrument ist Teil eines magnetischen Sensorsystems, das speziell die Ozeane unter der eisigen Oberfläche der Jupitermonde untersuchen soll. © ESA - AOES

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Die Europäische Weltraumorganisation ESA geht mit JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) erstmals auf Erkundungstour ins äußerste Sonnensystem. Die Forscher*innen gehen davon aus, dass die Jupitermonde Europa, Ganymed und Kallisto unter ihrer Oberfläche Ozeane beherbergen und wollen diese potenziellen Lebensräume nun genauer untersuchen. Das Grazer Instrument ist Teil eines magnetischen Sensorsystems, das zusammen mit dem Imperial College London und der TU Braunschweig für genau diese wissenschaftliche Fragestellung gebaut wurde.

45.000 Grazer Arbeitsstunden

„Während der Entwicklungszeit von mehr als fünf Jahren haben 21 Techniker*innen und Physiker*innen mehr als 45.000 Arbeitsstunden in die rechtzeitige Fertigstellung der weltweit einzigartigen Sensoreinheit investiert“, hebt Werner Magnes, stellvertretender Direktor und Leiter der Magnetometergruppe am ÖAW-Institut, die exzellente Teamarbeit zwischen den beiden Grazer Institutionen hervor. „In den vergangenen Jahren haben wir viele Höhen und Tiefen durchlebt, etliche technische Schwierigkeiten gemeistert und viele neue Designdetails für die unwirtliche Jupiterumgebung getestet“, ergänzt Roland Lammegger, Projektleiter vom Institut für Experimentalphysik der TU Graz.

Beginn einer 12-jährigen Reise

Mit der Lieferung des Fluggerätes zum Projektpartner in London hat eine 12-jährige Reise begonnen: Nach mehreren Teststationen in Europa, dem Satellitenstart in Französisch-Guayana im Juni 2022 und zahlreichen Planetenvorbeiflügen wird das Grazer Magnetometer das Jupitersystem im Jänner 2030 erreichen, um schließlich im September 2032 in die Umlaufbahn des Jupitermondes Ganymed einzuschwenken.

Weitere Informationen zur Mission JUICE sowie zum Grazer Referenz-Magnetometer finden sich hier auf der Website der ÖAW sowie in der Presseaussendung der TU Graz zum Projektstart 2015.

Information

Die Arbeiten an dieser neuen Technologie wurden von der FFG, der ESA und der Firma Airbus unterstützt. Mehr Informationen zu JUICE findet finden sich auf der Website der ESA und auf dem Twitter-Account "ESA's JUICE mission".

Kontakt

Roland LAMMEGGER
Dipl.-Ing. Dr.techn.
TU Graz | Institut für Experimentalphysik
M: +43 664 73810762
roland.lammeggernoSpam@tugraz.at

Werner MAGNES
Dipl.-Ing. Dr.techn.
ÖAW | Institut für Weltraumforschung (IWF)
M: +43 699 1039 0604
werner.magnesnoSpam@oeaw.ac.at

 

Das Grazer Instrument ist Teil eines magnetischen Sensorsystems, das speziell die Ozeane unter der eisigen Oberfläche der Jupitermonde untersuchen soll. © ESA - AOES
Weltweit wurden für die Mission JUICE elf wissenschaftliche Messinstrumente entwickelt. Eines davon stammt aus Graz und wird nun auf seine 12-jährige Reise Richtung Jupiter geschickt. © IWF/OeAW - Andreas Pollinger