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Höchstleistungen: Andreas Eitzlmayr und Carlo Alberto Boano promovieren Sub Auspiciis

08.02.2016 | Universität | Medienservice |

Von Barbara Gigler

Der Verfahrenstechniker Eitzlmayr und der Telematiker Boano erzielten bis zum Doktorat an der TU Graz nur Bestnoten – Bundespräsident Fischer gratulierte persönlich.

Der Bundespräsident, im Bild ganz rechts, gratuliert persönlich zur doppelten Höchstleistung: (v.l.) Rektor Harald Kainz und die beiden Sub Auspiciis-Promovenden der TU Graz Carlo Alberto Boano und Andreas Eitzlmayr. (© Frankl - TU Graz)

Mit Andreas Eitzlmayr und Carlo Alberto Boano hat die TU Graz zwei herausragende Absolventen und Forscher, auf die wir sehr stolz sind.

Sie haben ausschließlich bestmögliche Leistungen erbracht, von der Oberstufe über das Studium bis hin zum Doktorat: Andreas Eitzlmayr und Carlo Alberto Boano promovierten heute, Montag, den 8. Februar 2016, in der Aula der TU Graz „sub auspiciis praesidentis“. Eine Ehre für all jene, die diesen Weg der Bestleistungen gegangen sind. Die beiden Techniker erhielten bei der feierlichen Promotion den Ehrenring mit Bundesadler aus den Händen von Bundespräsident Heinz Fischer. „Mit Andreas Eitzlmayr und Carlo Alberto Boano hat die TU Graz zwei herausragende Absolventen und Forscher, auf die wir sehr stolz sind. Ich freue mich, dass wir die beiden ein Stück ihres Weges begleiten durften und wünsche ihnen alles Gute für ihre berufliche und private Zukunft“, sagt Harald Kainz, Rektor der TU Graz.

Biografische Skizze: Andreas Eitzlmayr

Geboren 1985 in Wels und mit der Matura der HTL Vöcklabruck in der Tasche entscheidet sich Andreas Eitzlmayr 2005 für das Studium der Verfahrenstechnik an der TU Graz. Sein Diplomstudium schließt Eitzlmayr 2010 ab und das Doktoratsstudium der Verfahrenstechnik an der TU Graz unmittelbar an, welches er 2015 ebenfalls mit Auszeichnung beendet. Auch beruflich findet Andreas Eitzlmayr für einige Jahre eine Heimat an der TU Graz, darunter am Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) sowie am Institut für Prozess- und Partikeltechnik. Erst vor wenigen Tagen beendet Andreas Eitzlmayr eine selbst gewählte mehrmonatige Auszeit und ist seit Februar 2016 in seiner oberösterreichischen Heimat bei SML Maschinengesellschaft tätig.

In seiner Dissertation „Modellierung der hochviskosen Strömung und Vermischung in gleichläufigen Doppelschneckenextrudern“ entwickelt Eitzlmayr die sogenannte Smoothed Particle Hydrodynamics (SPH) Methode entscheidend weiter, mit welcher die Simulation der Strömung und Vermischung in komplex geformten Mischapparaten, wie z.B. Extrudern, ermöglicht wird. Eitzlmayr leistet damit grundlegende Pionierarbeit zur Designoptimierung von Extruderschnecken. Diese Erkenntnisse sind etwa für pharmazeutische Prozesse relevant, wenn es darum geht, Wirkstoffe mittels dieser Verfahrenstechnik in geeignete Trägerstoffe einzumischen, um deren Löslichkeit und somit Bioverfügbarkeit im menschlichen Körper zu steigern. In seiner Freizeit begeistert sich Andreas Eitzlmayr für Bewegung auf zwei Rädern, egal ob Rennrad oder Mountainbike, sowie in luftigen Höhen – hochalpines Bergsteigen, Skitouren und Wandern zählen ebenfalls zu seinen liebsten Hobbies.

Biografische Skizze: Carlo Alberto Boano

Geboren 1985 in Alba, Italien, absolviert Carlo Alberto Boano seine höhere Schulausbildung am Instituto Tecnico Industriale „Giancarlo Vallauri“ in Fossano und erwirbt 2006 seinen Bachelor of Science in Computer Engineering am Politecnico di Torino. Seinen Master in Computer Engineering schließt er 2009 im Rahmen eines ERASMUS Double Degree Programms des Royal Institute of Technology (KTH) Stockholm und des Politecnico di Torino cum laude ab. Nach beruflichen Stationen in Stockholm sowie an der Universität zu Lübeck ist Carlo Alberto Boano seit 2013 an der TU Graz zunächst als Universitätsassistent und seit 2015 als Assistant Professor am Institut für Technische Informatik tätig, wo er auch dissertiert.

In seiner Dissertation „Zuverlässige Drahtlose Sensornetze“ analysiert Boano den störenden Einfluss der Umgebung auf die Leistung des Internets der Dinge (IoT). Als Internet der Dinge bezeichnet man miniaturisierte Computer, die drahtlos miteinander kommunizieren und als winzige Systeme in alle möglichen Gegenstände integriert sind. Mittels einer neuen Methodik, deren Wirksamkeit Boano beweisen konnte, können störende Umgebungseinflüsse auf IoT-Systeme vorhergesagt und kompensiert werden. So können Störungen im Internet der Dinge verhindert und dessen Verlässlichkeit gesteigert werden. Neben der Technischen Informatik hat Carlo Alberto Boano auch vielfältige sportliche Interessen, von Rad- und Kajakfahren bis zu Schwimmen, und er spricht fünf Sprachen, was ihm nicht nur beruflich, sondern auch bei seinem Hobby, dem Reisen, sehr zugute kommt.

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Barbara GIGLER
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Der Verfahrenstechniker und gebürtige Oberösterreicher Andreas Eitzlmayr promovierte „unter den Auspizien" von Bundespräsident Heinz Fischer. (© Frankl - TU Graz)
Der gebürtige Italiener und Sub Auspiciis-Promovend Carlo Alberto Boano flankiert von Rektor Harald Kainz und Bundespräsident Heinz Fischer. (© Frankl - TU Graz)