Zum Hauptinhalt springen
TU Graz/

Campus Inffeldgasse gewinnt weiter an Attraktivität


by TU Graz Medieninfo published at 03.03.2026 University

Campus Inffeldgasse gewinnt weiter an Attraktivität

Ab Sommer 2026 wird ein Bestandsgebäude aus den 1970er-Jahren am Campus Inffeldgasse der TU Graz modernisiert, begrünt und energieeffizienter gemacht – das Grazer Architekturbüro eep architekten wurde mit der Sanierung betraut.
Grafische Dastellung einer Gebäudefassade
Das Gebäude Inffeldgasse 12 am Campus Inffeldgasse der TU Graz wird umfassend saniert und modernisiert. Im Bild ein Rendering des Architekturbüros eep architekten. Bildquelle: eep architekten

This article is only available in German. 

Die Bundesimmobiliengesellschaft modernisiert gemeinsam mit der TU Graz den Campus Inffeldgasse mit einem weiteren Projekt: Das Gebäude mit der Adresse Inffeldgasse 12, in dem vier Institute der Fakultät für Elektrotechnik untergebracht sind, wird ab dem Sommer saniert, begrünt und energieeffizienter gemacht und bekommt eine Holzfassade vorgesetzt.

Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant. Das Grazer Architekturbüro eep architekten ging aus dem Architekturwettbewerb als Sieger hervor und realisiert damit nach dem Cybersecurity Campus Graz bereits sein zweites Projekt am Campus Inffeldgasse. 

Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft: "Die Sanierung der Inffeldgasse 12 basiert auf einem Forschungsprojekt, bei dem wir dieses typische 70er-Jahre-Gebäude auf sein Potenzial für kreislauffähiges Bauen untersucht haben. Dementsprechend verspricht die Modernisierung nicht nur ein zeitgemäßes, einladendes Erscheinungsbild, sondern eine möglichst bestandsschonende und langfristige Weiternutzung. Die Adaptierungen sind so geplant und die Materialien so gewählt, dass das Gebäude an seinem Lebensende recyclingfähig sein wird. Aus den Erfahrungen, die wir bei diesem Bauprojekt machen, werden wir für künftige Projekte lernen."

Horst Bischof, Rektor der TU Graz: "Mit der Sanierung der Inffeldgasse 12 machen wir einen wichtigen Schritt, um die Umgebung für Forschung und Lehre in der Elektrotechnik zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit der BIG und eep architekten zeigen wir, wie Bauen im Bestand gelingen kann, indem wir ein prägendes 70er-Jahre-Gebäude behutsam aufwerten und gleichzeitig höchste Nachhaltigkeits- und Effizienzstandards in der Gebäudesanierung erfüllen. So entsteht ein identitätsstiftender Ort, der den Campus als Reallabor für kreislauffähiges Bauen eindrücklich prägen wird."

Hörsäle, Labore und eine Satelliten-Bodenstation

In dem Ende der 1970er-Jahre errichtete Universitätsgebäude befinden sich heute neben Hörsälen, Seminarräumen und Büros unter anderen die Satelliten-Bodenstation des Instituts für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation sowie Testeinrichtungen und Reinraumlabore, in welchen die Satelliten TUGSAT-1, OPS-SAT und PRETTY gebaut wurden, ebenso die Antennenmesskammer des Instituts für Hochfrequenztechnik, das Akustiklabor des Instituts für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation und die Labore des Instituts für Elektronik, in welchen schon Generationen von Elektrotechnik-Studierenden sich die Grundlangen der Elektronik erarbeiteten. Die letzte Teilsanierung des Gebäudes ist zwanzig Jahre her, viele technische Anlagen sind veraltet und erfüllen den heutigen Anspruch an Energieeffizienz nicht, die Anmutung des Gebäudes ist ebenfalls nicht mehr zeitgemäß.

Holzfassade trifft Begrünung

Der Entwurf von eep architekten sieht umfassende Maßnahmen zur Modernisierung des Arbeitsumfelds und zur Steigerung der Energieeffizienz vor. Im Mittelpunkt steht die Neugestaltung des Eingangsbereichs zu einem einladenden, klar erkennbaren und barrierefreien Ankunftsort. Ein neues, mit integrierten Photovoltaikelementen ausgestattetes Vordach macht den Haupteingang als solchen erkennbar. In den Innen- und Außenbereich kommen Sitzmöbel, die den informellen Austausch fördern sollen. Um das Gebäude werden neue Bäume gepflanzt, die Fläche über dem Hörsaal wird durch Grünelemente aufgewertet, große Teile des Dachs werden weiterhin als Versuchsfläche genutzt. Dort befindet sich jene Satelliten-Bodenstation, von der aus die wissenschaftlichen Experimente der TU Graz-Satelliten koordiniert und ferngesteuert werden. Auch Ausbreitungsexperimente und Free-Space-Optics-Messungen werden auf den Dachflächen durchgeführt.

Die neue Holzfassade, die der bestehenden Fassade vorgesetzt wird, bekommt eine blaugrüne Lasur und Aluminiumelemente, was dem Gebäude ein modernes, einheitliches und identifikationsstiftendes Erscheinungsbild verleiht. Die gezielte Beschattung mit neu gepflanzten Bäumen und eine neue thermische Hülle mit außenliegendem Sonnenschutz machen das Gebäude energieeffizienter. Das Gebäude ist an die campusinterne Fernwärme und den zentralen Kälteverbundring der TU Graz angeschlossen.

In den kommenden Jahren sorgen die TU Graz und die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) für eine nachhaltige Gestaltung des Campus Inffeldgasse. Nähere Infos: https://campus-inffeldgasse.tugraz.at

Kontakt

Barbara GIGLER
Pressesprecherin TU Graz
Mobil: +43 664 608736006
barbara.giglernoSpam@tugraz.at

Emilie BRANDL
Pressesprecherin Bundesimmobiliengesellschaft
Mobil: +43 664 807 45 1130
emilie.brandlnoSpam@big.at
www.big.at/presse-news/kurzprofil