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Best Paper Award für Felix Auer

Zwei Männer in einem modernen Konferenzraum, einer hält ein Mikrofon und der andere ein „Best Paper Award Certificate“ mit dem Namen Felix Auer, im Hintergrund Präsentationsfolie mit „See you in 2028!“
© KIT

25.03.2026

Felix Auer wurde beim 4th International Workshop on Open Source Modelling and Simulation of Energy Systems in Karlsruhe mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

Großer Erfolg für Felix Auer: Für seinen Beitrag „Uncovering Hidden Biases in Hydropower: Why Detailed Inflow Data is Crucial for Energy System Optimization Models“ wurde er mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen des 4th International Workshop on Open Source Modelling and Simulation of Energy Systems (OSMSES) in Karlsruhe verliehen.

In seiner Arbeit untersucht Felix Auer die Auswirkungen der zeitlichen Aggregation von Zuflussdaten auf die Ergebnisse von Energiesystemoptimierungsmodellen. Wasserkraft spielt eine zentrale Rolle in zukünftigen, stark erneuerbaren Energiesystemen, wird jedoch in Modellen häufig nur vereinfacht abgebildet, da hochaufgelöste Zuflussdaten oft nicht verfügbar sind. Stattdessen kommen aggregierte Zeitreihen – etwa auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis – zum Einsatz.

Mithilfe eines angepassten NREL-118-Bus-Testsystems sowie des Open-Source-Modells LEGO (Low-carbon Expansion Generation Optimization) analysiert die Studie, wie sich unterschiedliche zeitliche Auflösungen der Zuflussdaten auf Investitions- und Betriebsentscheidungen auswirken. Durch die Berechnung eines ex-post Regret-Maßes wird quantifiziert, welche Kosten- und Planungsfehler durch Aggregation entstehen.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass aggregierte Zuflussdaten zu erheblichen Kostensteigerungen und Fehlallokationen von Erzeugungskapazitäten führen können – insbesondere dann, wenn Wasserkraft einen wesentlichen Anteil im Energiesystem einnimmt. Ursache ist vor allem die systematische Unterschätzung der Variabilität von Zuflüssen bei grober zeitlicher Auflösung.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Projekts iKlimEt, das sich mit der Schnittstelle zwischen Klimamodellen und Energiesystemmodellen beschäftigt und insbesondere die konsistente Nutzung klimabezogener Daten für energiewirtschaftliche Fragestellungen adressiert.

Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Bedeutung von hochaufgelösten, qualitativ hochwertigen Wasserkraft-Zeitreihen für eine robuste Energiesystemplanung. Gleichzeitig zeigen sie den dringenden Bedarf an frei verfügbaren und standardisierten Datensätzen, um zukünftige Energiesysteme realitätsnah modellieren zu können.

Wir gratulieren Felix Auer herzlich zu dieser Auszeichnung!

Kontakt
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