Wahlmodul C3:
Tragstrukturen für Gebäudehüllen
Konzept und Leitung
Stefan Peters, Andreas Trummer
Die Lehrveranstaltung findet in Kooperation mit dem Entwurfsstudio des IAT statt und kann nur gemeinsam mit dem Entwurfsstudio 149.666 „Ein Dach am Platz“ gewählt werden. Architektonischer Entwurf und Tragwerksentwicklung werden parallel bearbeitet und sind aufeinander abgestimmt. Für den zentralen Regionalbus-Knoten am Andreas-Hofer-Platz in Graz wird eine Überdachung entworfen und konstruktiv ausgearbeitet.
Zu Beginn werden ausgewählte Beispiele gesammelt, analysiert und hinsichtlich ihrer strukturellen Prinzipien, Materialsysteme und konstruktiven Logik diskutiert. Ergänzend werden die Grundlagen von Leichtbau-Tragwerken vermittelt. Die Übung startet mit einer experimentellen Auseinandersetzung mit Material und Struktur anhand physischer Arbeitsmodelle. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in ein überprüfbares Tragwerks- und Konstruktionskonzept ein. Die Anwendung einer 3D-Statik-Software ermöglicht die globale Tragwerksanalyse. Die Ergebnisse werden in Form eines physischen Tragwerksmodells, zeichnerischer Darstellungen und ausgewählter statisch-konstruktiver Leitdetails präsentiert.
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Wahlmodul C3:
Tragstrukturen für Gebäudehüllen
Konzept und Leitung
Roman Popatnig, Rita Spiegelberg
Die Gebäudehülle übernimmt raumabschließende und lastabtragende Funktionen und bietet großes konstruktives und gestalterisches Potential. Der Schwerpunkt der Vertiefung liegt in diesem Semester auf Elementfassaden aus Aluminium und Glas.
Zu Beginn werden ausgewählte Beispiele von Elementfassaden aus der Praxis gesammelt und analysiert um deren strukturelle Prinzipien, Materialien und konstruktive Logik zu verstehen. Ergänzend werden Kenntnisse über typische Produkte, wie Profilsysteme von bekannten Herstellern oder Isolierglas vermittelt. Eine Exkursion sowie mehrere Workshops mit Vertreter*innen aus der Industrie begleiten die Lehrveranstaltung. In einer begleitenden Übung erfolgt die selbständige Konstruktion einer Elementfassade.
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Wahlmodul C5: Life Cycle Assessment
The Renovation Challenge
Konzept und Leitung
Giovanna Cassavia, Marcella Ruschi Mendes Saade
Der Bau- und Konstruktionssektor ist für fast 40 % der weltweit erzeugten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Daher ist es von größter Bedeutung, seine Umweltauswirkungen zu verstehen, zu messen und vorherzusagen. Dieser Kurs führt in das Konzept der Nachhaltigkeit im Bauwesen und der Lebenszyklusanalyse (LCA) ein und behandelt die Geschichte von Labels und Zertifizierungen, Instrumente zur Messung der Nachhaltigkeit und zentrale Herausforderungen in diesem Bereich. Der Inhalt zielt darauf ab, kritisches Denken bei Designer*innen zu fördern, damit sie Labels interpretieren, Materialien, Komponenten und Lieferant*innen auswählen und über die ökologische Nachhaltigkeit ihrer Entwürfe nachdenken können.
Aufbauend auf den Konzepten des nachhaltigen Bauens befasst sich der Kurs eingehend mit der Ökobilanz von Gebäuden und behandelt die Phasen der Durchführung einer Ökobilanz gemäß internationalen und europäischen Normen, nämlich (i) Ziel- und Umfangsdefinition, (ii) Bestandsanalyse (Datenbanken und Datenerfassung), (iii) Folgenabschätzung (Klassifizierung und Charakterisierung) und (iv) Interpretation.
Mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Gebäudesanierung als Strategie zur Verringerung der mit dem Bau verbundenen Auswirkungen im Vergleich zu Neubauten umfasst der praktische Teil des Kurses die Entwicklung eines konzeptionellen Sanierungsentwurfs für ein bestehendes Gebäude und die Bewertung seiner Lebenszyklusauswirkungen. Auf diese Weise erhalten die Studierenden Einblicke, wie Sanierungen im Vergleich zu Neubauten zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen können. Darüber hinaus werden die Studierenden dazu angeregt, in ihren Sanierungsvorschlägen die Verwendung natürlicher und kohlenstoffarmer Baumaterialien zu untersuchen.
Am Ende des Kurses sind die Studierenden in der Lage, Lebenszyklusdenken in ihre Entwürfe zu integrieren, die Nützlichkeit der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Lebenszyklusbewertung zu verstehen, LCA-Ergebnisse kritisch zu interpretieren und integrierte Entwurfsentscheidungen zu treffen, die Umweltbelastungen berücksichtigen. Der Kurs legt besonderen Wert auf das Treibhauspotenzial des Entwurfs, befasst sich aber auch mit anderen Kategorien von Umweltbelastungen.
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Wahlmodul C7: Architektur- und Entwurfstheorie
Peter Hellweger: Architekturzeichnungen
Konzept und Leitung
Daniel Gethmann, Nelly Sanjta
Das Vertiefungsmodul beschäftigt sich mit Architekturzeichnungen als zentralem Ausdrucksmittel des architektonischen Entwurfs, insbesondere mit Architekturzeichnungen von Peter Hellweger. Hellweger studierte in Graz Architektur und arbeitete an der TU Graz als Assistent bei Günther Domenig, sowie später in seinem eigenen Architekturbüro. Dabei entwickelte er einen besonderen Zeichenstil, der in zahlreichen Arbeiten fassbar wird. Sein Werk ist nahezu unbekannt geblieben – es sichtbar zu machen, ist die Intention dieses Moduls. Dazu stellen wir nach einer intensiven Auseinandersetzung mit Architekturzeichnungen eine Ausstellung von Arbeiten Peter Hellwegers zusammen.
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Wahlmodul C8: Architektur- und Kunstgeschichte
Wer hat Angst vor dem Barock?
Konzept und Leitung
Julian Mändl, Anselm Wagner
Barockarchitektur gilt allgemein immer noch oft als schwülstig, überladen und politisch inkorrekt. Das Vertiefungsmodul versucht diesen (Vor-)Urteilen auf den Grund zu gehen, die meist auf den normativen Geschmacksvorstellungen des Klassizismus beruhen. Über die Lektüre ausgewählter kunsthistorischer und theoretischer Texte und Exkursionen (4.–8. Mai) zu ausgewählten Barockbauten in Graz, Salzburg, Niederösterreich und Wien soll ein neuer Blick auf den Barock entwickelt werden.
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Wahlmodul C12: Angewandte Stadtforschung
Re:vive Annenstraße
Konzept und Leitung
Sabine Bauer, Barbara Russo, Eva Schwab
Vacant shops and ground floor areas are the bane of urban development: changes in retail structures have a major impact on the quality of public space and public life in cities. Closed shops with billboards instead of shop windows, less activity on the streets, security concerns—this is the common spiral of thought. While it is clear that city centres have long since lost the battle for customers to retail parks, shopping centres and online retailers, the obvious is being over- looked: reconceptualising/repurposing the ground floor is a good tool for improving the quality of life of an entire neighbourhood. Vacant properties are to be seen as spaces of opportunity for new ideas for living and doing business in the city. Which uses can be successful depends not only on the structural possibilities of the ground floor premises, but just as much on the dynamics of the surrounding area and the quality of the public space in front of them.
The Re:Space Annenstraße project, part of the Grazer municipal environmental programme ÖKO-PROFIT, aims to promote the reuse of vacant properties and the renovation of existing buildings in the Annenstraße area by encouraging owners to take action and carrying out visible activities.
Together with Re:Space, we want to design, implement, document, and reflect on spatial experiments and temporary actions in the vacant properties on Annenstraße as participatory practices. Seminars focus on theories and methods of participation as well as on-site analysis and conception of the participatory intervention, which will be carried out in a workshop in May.
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Wahlmodul C13: Geschichte und Theorie der Siedlungsentwicklung
Permanenz im Städtebau – Arles
Konzept und Leitung
Aglaée Degros, Alice Steiner, Anselm Wagner
Städte bestehen nicht nur aus Neubauten, sondern aus historischen Überlagerungen und Schichten. Gebäude, Räume und Typologien überdauern Jahrhunderte, passen sich an, werden umgedeutet und weitergenutzt. Arles ist ein außergewöhnliches Beispiel für diese Permanenz.
Von der römischen Antike bis zur Gegenwart überlagern sich hier architektonische Strukturen, städtische Ordnungen und Bedeutungen. Die Stadt wird lesbar als Kontinuität im Wandel. Ausgehend von Aldo Rossis Begriff der Permanenz verstehen wir Stadt nicht als Abfolge von Brüchen, sondern als fortlaufende Transformation bestehender Strukturen. Es werden theoretische und historische Grundlagen über die Stadtentwicklung von Arles als Schichtung von Zeiten aufbauend auf Aldo Rossis „Architektur der Stadt“ erarbeitet und analysiert.
Im zweiten Teil untersuchen wir vor Ort konkrete Bauwerke und ihr städtebauliches Umfeld. Historische Gebäude, wie das Amphitheater, werden als Träger von Permanenz und Veränderung gelesen. Auf dieser Basis entstehen keine klassischen Architekturentwürfe, sondern spekulative Möglichkeitsräume. Wir fragen nicht, wie Gebäude neu gestaltet werden müssen, sondern wie ihre dauerhaften räumlichen und typologischen Qualitäten weitergedacht, neu interpretiert und zeitgemäß genutzt werden können. Permanenz wird dabei nicht als Stillstand verstanden, sondern als produktive Konstante und als Schlüssel, um die Stadt des 21. Jahrhunderts neu zu denken.
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Wahlmodul C14: Urban Habitat – Designing the Ecological Turn
Living Architecture. The Architectural Practice of Living in and with Trees
Konzept und Leitung
Patrik Drechsler, Jennifer Raum, Marlene Schneider
Was bedeutet es, lebendig zu sein? Und wie wird Architektur gestaltet, wenn wir diese Frage ernst nehmen, nicht nur für Menschen, sondern auch für Bäume, Pilze, Böden, Tiere und die unzähligen Lebensformen, die unsere Umwelt mitgestalten?
WAS?
Das Vertiefungsmodul „The Architectural Practice of Living in and with Trees” rückt das Leben in den Mittelpunkt des architektonischen Denkens. Es thematisiert die dringende Notwendigkeit, die Art und Weise, wie Architektur unterrichtet wird, angesichts des ökologischen Wandels zu überdenken. Ausgangspunkt ist eine einfache, aber transformative Idee: Jede Spezies bewohnt ihre eigene Lebenswelt. Bäume, Pilze, Menschen und Böden existieren jeweils auf unterschiedliche Weise, aber keine existiert für sich allein. Für die Architektur bedeutet dies, Gebäude als Teil ökologischer und sozialer Welten neu zu denken. Wir sind überzeugt, dass dies die Zukunft des Designs prägen wird und dass sich die Designpädagogik entsprechend weiterentwickeln muss, um Studierende mit den konzeptionellen und methodischen Werkzeugen auszustatten, die sie benötigen, um innerhalb lebender Systeme zu arbeiten statt gegen sie.
WIE?
In diesem Seminar bieten Bäume einen klaren Einblick in eine wesentliche Voraussetzung: Leben ist immer gemeinsames Leben. Bäume tragen zum Klima, zum Boden, zur Atmosphäre und zum Lebensraum bei. Sie regulieren die Temperatur, speichern Kohlenstoff, beherbergen Arten, sind mit Pilznetzwerken verbunden und prägen soziale Realitäten. Architektur ist daher Teil miteinander verflochtener sozialer und ökologischer Prozesse und nicht außerhalb dieser Prozesse angesiedelt. Entsprechend definiert der Kurs die Architekturausbildung neu: Die Studierenden werden nicht als externe Gestalter positioniert, sondern als Akteure innerhalb komplexer ökologischer Beziehungen. Dies erfordert neue Formen der Beobachtung, Darstellung und Entwurfsentscheidung.
WARUM?
Durch Denken, Zeichnen und Forschen erkunden die Studierenden Architektur als Teil ökologischer Netzwerke und als Reaktion auf übermenschliche Einflüsse. Auf diese Weise fördert das Modul eine notwendige Anpassung des architektonischen Wissens der Studierenden: von der objektzentrierten Problemlösung hin zu prozessorientierten, lebenszentrierten Entwurfsmethoden. Letztere sind in der Lage, die klimatischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart anzugehen.
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Wahlmodul C16: Architekturtechnologie
ReSett. Liminal Spaces. Architektur aus gebrauchten Verbundsteinen
Konzept und Leitung
Lukas Imhof, Markus Jeschaunig, Matthias Lang-Raudaschl, Marisol Vidal
Betonverbundsteine sind ein Baustoff, der vielfach beim Rückbau von Gebäuden oder Außenanlagen anfällt. Dem „Ernten“ von bereits hergestellten, nicht mehr benötigten und wiederverwendbaren Betonbauteilen gilt in einem zukünftigen zirkulären Bauwesen großes Interesse. Als CO2-intensives Material liegt in der Wiederverwendung von Beton ein Hebel zur Emissionseinsparung.
Die Lehrveranstaltung ReSett versucht praxisorientiert, gestalterisch und theoretisch das Material gebrauchter Betonpflastersteine genauer auf seine Wiederverwendbarkeit hin zu untersuchen. Ziel ist es, Wissen zur Herstellung von Bauteilen aus Betonpflastersteinen zu generieren.
Der Systembaustoff soll im Seminarteil auf seine handwerkliche Handhabung/Bearbeitbarkeit, Eignung als Bauteil (z.B. statische Aspekte) und räumliche Wirkung hin untersucht werden. Im Übungsteil werden bis zu 1:1 Prototypen entstehen, welche die gestalterischen und konstruktiven Anwendungsmöglichkeiten von Betonverbundsteinen im Hochbau untersuchen.
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Wahlmodul C18: Raumgestaltung
Holzknechthütte. Der Rückbau
Konzept und Leitung
Rainer Eberl, Alex Lehnerer, Pia Pollak
Im schmalen Tal der Enns steht im Gesäuse die Holzknechthütte. Oberhalb des Flusses, seit langem unbenutzt, trotzt der massive Strickbau dem Wetter. Einige Schindeln sind heruntergefallen, aber das Natursteinfundament hält die Hütte fest am Boden. Kürzlich haben wir sie erworben. Für wenig Geld, mit dem Versprechen, sie wieder zu nutzen – an einem anderen Ort. So wurde die Holzknechthütte aus dem Jahr 1903 zu unserem Forschungsobjekt und zum Ort des Geschehens dieses Kurses.
Der erste Akt wird der Abbau der Hütte sein. Hier lernen wir das handwerkliche Fügen von Holzstämmen durch dessen Gegenteil, das Lösen historischer Holzverbindungen. Durch diesen umgedrehten Bauprozess werden wir viel über die Hütte und das Bauen lernen.
Gleichzeitig werden wir überlegen, was wir mit der Hütte weiter anfangen wollen, wo sie einmal stehen und was in ihr passieren soll.
Um in der Vertiefungswoche die Hütte abbauen zu können, müssen die Logistik des Rückbaus sowie die benötigten Ressourcen genau geplant werden. Es werden u.a. ein Baustellenplan sowie ein Angebot eines lokalen Gerüstbauers und Fuhrunternehmers mit einem geeigneten Kran nötig sein. Nicht zu vergessen ist das Finden eines sonnigen Plätzchens, wo wir dann, im nächsten Kurs, die Fundamente für den Wiederaufbau planen werden.
Wir suchen nun nach Studierenden, die mit Freude an handwerklicher und wohl auch körperlicher Arbeit mit uns zusammen den Optimismus teilen, dass wir der Holzknechthütte aus dem Gesäuse ein zweites Leben schenken können. Und uns einen weitreichenden Erkenntnisgewinn.
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Wahlmodul C21: Art and the Social
Assembly: Towards an Infrastructural Commons
Konzept und Leitung
Rose-Anne Gush, Olia Sosnovskaya
This semester, the course Art and the Social takes the assembly – a political form of gathering together, (un) learning, protesting, or for processes of deliberative decision-making – as a frame to explore art’s relationship to society. Focusing on assemblies ‘from below’, we will begin by asking: what underpins an assembly? What infrastructures enable speaking, gathering, surfacing materials, showing histories, and amplifying marginalised voices? In short: what kinds of infrastructures make assemblies possible, and what social effects do these infrastructures produce? A core element of the course is a three-day field-work assembly at Museum Peršmanhof, located at the Austrian-Slovenian border. Once a home to families who hosted partisans who resisted Nazis during WWII, the site later became a Nazi crime scene at the end of the war. Today, this unique museum functions as form of social infrastructure, a place of both remembrance and anti-fascist learning. During this intensive research assembly, students will engage directly with the site, its location in the mountains, and its histories, thereby developing field-work methodologies including oral history, sound recording, sketching, site writing, to engage with and uncover hidden, or overlooked narratives within the landscape.
Theoretical foundations for the course will include feminist, ecological and decolonial perspectives, as well as Lauren Berlant’s ‘infrastructural commons’, Marina Vishmidt’s ‘infrastructural critique’, Henri Lefebvre’s ‘production of space’, Kristin Ross’ idea of political memory and the ‘commune form’, and Andreas Malm’s notion of ‘partisan nature’. Through these frameworks, we will move beyond viewing art as a static object, instead approaching artistic practice as a living social process – one centered on the assembly and the infrastructures that activate it. This is a collaborative course built on research, critical discussion, and the development of individual artistic practices within a larger group project. It will culminate in a student-developed assembly, for which students will determine what is needed – conceptually, socially, and materially – to bring it into being. Materials for the physical site of the assembly may include wood, metal, textiles, cardboard, lights, projection, film, photography, sound, drawings, readymade or found objects. These elements should be brought together to form a spatial, performative, and discursive structure – one designed for collective engagement with
the findings of the fieldwork – the histories, documents, stories, and lived experiences produced during the Peršmanhof Assembly.
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Wahlmodul C25: Building Energy Performance
Nachhaltiges Trinkwasser und Architektur
Konzept und Leitung
Markus Bartaky, Brian Cody, Chengbin Xu
Trinkwasser ist für den Alltag unerlässlich – vom Trinken und Kochen bis hin zur Hygiene –, doch seine Bereitstellung verursacht schätzungsweise 0,48 % der globalen CO₂-Emissionen. Erwachsenen wird im Allgemeinen empfohlen, täglich etwa 2–3 Liter Wasser zu trinken. Dennoch haben weltweit mehr als 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, darunter Millionen, die auf unbehandelte Oberflächenquellen angewiesen sind. Wasserungleichheit ist eine globale Herausforderung, die Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen betrifft. Obwohl Südasien und Subsahara-Afrika die größten Defizite aufweisen, herrscht Wasserknappheit auch in arktischen und hochgelegenen Regionen wie Alaska, Russland und Grönland, wo extreme Klimabedingungen, veraltete Infrastruktur und Energieabhängigkeit den Zugang zu Wasser erschweren.
Dieser Kurs untersucht die Schnittstelle von Trinkwasser, Energieeffizienz und Architektur und analysiert, wie architektonische Gestaltung auf die vielfältigen regionalen Herausforderungen im Wassersektor reagieren kann. Die Studierenden erforschen, wie Gebäude und urbane Systeme Wassergewinnung, -aufbereitung, -speicherung und -verteilung integrieren und gleichzeitig die CO₂-Emissionen durch erneuerbare Energien und effiziente Designstrategien minimieren können. Indem sie sich mit Wasser-, Energie- und Kohlenstoffflüssen auseinandersetzen, werden die Studierenden die Architektur als aktive Akteurin bei der Bewältigung der Probleme Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) neu denken und den Zugang zu Trinkwasser sowohl als räumliche als auch als ökologische Verantwortung begreifen.
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Wahlmodul C26: Energy Design
Nachhaltiger Schlaf und Architektur
Konzept und Leitung
Markus Bartaky, Brian Cody, Isik Ülkün Neusser
Schlaf ist eine Tätigkeit, die nahezu ein Drittel des menschlichen Lebens ausmacht. Ein erheblicher Anteil der Emissionen im Wohnbau entfällt auf schlafbezogene Nutzungen: Rund ein Drittel der betrieblichen und grauen Emissionen von Wohngebäuden sowie etwa 8 % der globalen CO₂-Emissionen sind diesem Bereich zuzurechnen. Vor dem Hintergrund umfangreicher bestehender Wohnflächen und anhaltender Neubautätigkeit stellt die Reduktion dieser Emissionen eine zentrale Herausforderung dar und gehört zu den wesentlichen Aufgaben zeitgenössischer Architektur.
In diesem Semester widmet sich der Kurs Energy Design dem Themenfeld nachhaltiger Schlaf und Architektur. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Architektur zur Verringerung schlafbezogener CO₂-Emissionen beitragen kann. Der Kurs legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die umweltbezogenen Qualitäten von Schlafräumen – insbesondere akustische, luftqualitative, thermische und visuelle Aspekte – ebenso wie auf energierelevante Parameter, die den wahrgenommenen Komfort maßgeblich beeinflussen.
Aufgabe des Kurses ist die Entwicklung neuer Grundrisskonfigurationen durch eine Neudefinition der Funktion des Schlafens. Die Studierenden arbeiten auf Grundlage eines gegebenen typischen Grundrisses eines geplanten Wohnhochhauses in Berlin und überlegen sowohl neue Wohnungsgrundrisse als auch die zugehörigen Fassaden eigenständig. Übergeordnetes Ziel des Kurses ist die Entwicklung neuer Wohnungstypologien, die hohen Komfort und eine hohe Wohnqualität ermöglichen und zugleich Energieeffizienz sowie Nutzungsflexibilität integrieren, mit dem Ziel, zukünftige schlafbezogene CO₂-Emissionen zu reduzieren.
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Wahlmodul C28: Aktuelle Themen Architektur und Medien
Sonic Tectonics. Klangproduktion als kinetische Architektur in VR
Konzept und Leitung
Christian Freißling, Urs Hirschberg
Das Vertiefungsmodul „Aktuelle Themen Architektur und Medien“ beschäftigt sich in diesem Semester mit den technischen Möglichkeiten der Virtuellen Realität (VR). Das Thema ist „Sonic Tectonics“ – wir spüren den Phänomenen der Klangerzeugung von analogen Musikinstrumenten nach und erkunden deren mechanisches Innenleben als virtuell begehbare Architektur.
Was passiert zwischen Tastendruck und Ton? Welche Räume verbergen sich im Inneren eines Bösendorfer Konzertflügels? Diese Lehrveranstaltung macht unsichtbare Prozesse erlebbar. Im Zentrum steht der Maßstabswechsel vom Makro zum Mikro – vom Konzertsaal über den Flügel ins Innere der Hammermechanik bis zur schwingenden Saite. In VR können Millisekunden zu Minuten gedehnt, Schallwellen sichtbar gemacht und Resonanzräume betreten werden.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung erstellen die Studierenden mit Rhino, der Unreal Engine sowie Special Effects Programmen kinetische Strukturen als Content für Virtual Reality-Anwendungen und lernen dabei die Phänomene der Immersion und der Interaktion im virtuellen Raum kennen. Aktuelle VR-Hardware steht am Institut zur Verfügung.
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