Fakultät für Architektur

Architektur ist eine kulturelle Praxis. Sie wirkt in alle unsere Lebensbereiche und besitzt damit eine große gesellschaftliche Verantwortung. Seit ihrem Bestehen als praktische und akademische Disziplin vereint sie technische, geisteswissenschaftliche, ökonomische, politische und künstlerische Bereiche. Architektur ist immer eine integrierende Beschäftigung mit unserer (gebauten) Umwelt.

Entwerfen als Kernkompetenz

Der architektonische Entwurf bildet das Zentrum dieser Beschäftigung. Die Vermittlung und Verbesserung seiner synthetischen Leistung ist zentraler Lehr- und Forschungsinhalt an der Fakultät für Architektur der TU Graz. Formale morphologische Studien von Gebäuden, von städtischen und architektonischen Räumen gehören dazu, ihre geschichtlich-theoretische Einbettung sowie die ingenieurmäßige Auseinandersetzung mit bautechnischen Weiterentwicklungen und Planungsprozessen. Entwerfen beruht auf fachlich praktischer Erfahrung, Erkenntnis aus wissenschaftlicher Forschung und einer persönlich-künstlerischen und gesellschaftspolitischen Haltung. Ziel der Lehre ist es, starke Entwerfer*innen mit einem ausgeprägten Fachwissen im Bachelor- und im Masterstudium auszubilden, welche die Komplexität des architektonischen Handelns in verschiedenen Bauaufgaben verantwortungsvoll meistern.

Wir suchen Antworten auf folgende Fragen:

An der Architekturfakultät der TU Graz werden in Forschung und Lehre Antworten auf drängende Fragen der Gegenwart gesucht: Mit welchen architektonischen und konstruktiven Lösungen kann die Baubranche ihren Beitrag zur Energiewende und Dekarbonisierung in Zeiten des Klimawandels leisten? Wie lässt sich eine der sanften Mobilität verpflichtete Stadt der Zukunft realisieren? Wie kann der noch immer weitergehenden Zersiedelung, Versiegelung und Zerstörung des Landschafts- und Lebensraumes begegnet werden? Wie werden neue Gebäude und der Bestand auf die weitere Digitalisierung und Virtualisierung sämtlicher Lebensbereiche reagieren? Wie lässt sich der Baubestand in Zeiten grenzenloser Kommerzialisierung, ungebremsten Massentourismus und energetischen Optimierungsdrucks als kulturelle und energetische Ressource ertüchtigen und erhalten? Wie kann das Bedürfnis nach Schönheit in einer weitgehend ästhetisch unbefriedigenden sowie rein ökonomisch, funktionalistisch und normiert organisierten Umwelt gestillt werden?


Petra Petersson
Dekanin
DiplArch BDA Univ.-Prof.
Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens

Stefan Peters
Dekan Stellvertreter
Univ.-Prof. Dr.-Ing.
Institut für Tragwerksentwurf

Matthias Castorph
Studiendekan
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Architekt Stadtplaner
Institut für Entwerfen im Bestand und Denkmalpflege

Anselm Wagner
Studiendekan Stellvertreter
Univ.-Prof. Mag.phil. Dr.phil.
Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften