Vertiefen SoSe 2024

Vertiefen (Master) SoSe 2024 | INFORMATION

Die Vorstellungen finden am 28.02.2024, ab 09:00 Uhr, im HS I, Rechbauerstraße 12 statt.

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© ITE, TU Graz

Wahlmodul C4:
Leichtbau

Konzept und Leitung | Stefan Peters,
Andreas Trummer, Iveta Šarmanová,
David Gierlinger


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© EnBeDe, TU Graz

Wahlmodul C6: Entwerfen und Bauen im Bestand
"100 Jahre tanken in Graz"

Konzept und Leitung | Matthias Castorph,
Michael Hafner, Michael Heinrich

Am 16. September dieses Jahres jährt sich zum 100. Mal die Eröffnung der ersten Tankstelle Österreichs. Nur wenige Architekturen stehen so stellvertretend für die Veränderungen und Umbrüche des letzten Jahrhunderts wie die Tankstelle selbst. Der Typus kann als Ikone und Denkmal von morgen unserer jüngeren Kultur- und Architekturgeschichte gesehen werden.
Dass diese Geschichte in Österreich ausgerechnet am 16. September 1924 in Graz am Jakominiplatz begann, nehmen wir zum Anlass, im Zuge dieser Lehrveranstaltung eine öffentliche Ausstellung im Styria Center Graz zu kuratieren. Dabei soll eine umfassende Bestandsanlyse der heutigen Tankstellenlandschaft von Graz der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wie sich die Tankstelle archtitektonsich entwickelt hat (und vielleicht wird) soll dabei nicht zu kurz kommen.
Das Ziel dieses Vertiefens ist die inhaltliche und gestalterische Konzeption, wie auch Produktion einer professionellen Ausstellung. Wir werden dabei auf Material vorheriger Lehrveranstaltungen zurückgreifen und neues Material gemeinsam mit dem Architekturfotografen Michael Heinrich produzieren. Unterstützt werden wir dabei von der Wirtschaftskammer Österreich.

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© akk, TU Graz

Wahlmodul C8: Architektur- und Kunstgeschichte
"Brutalismus"

Konzept und Leitung |  Anselm Wagner,
Ramona Kraxner

Kaum eine Architekturrichtung ist in der breiten Bevölkerung so verhasst wie der Brutalismus. Die etwa zwischen 1960 und 1980 errichteten, als „Betonmonster“ verunglimpften Bauten werden gemeinhin als hässlich, menschenfeindlich und im Wortsinn „brutal“ empfunden. Da ist es nur Wasser auf die Mühlen der öffentlichen schlechten Meinung, wenn mangelnde Wärmedämmung oder zerbröselnder Beton eine Sanierung rasch als unmöglich oder zumindest unwirtschaftlich erscheinen lassen. Dementsprechend populär ist es, wenn solche Bauten der Abrissbirne zum Opfer fallen. Gegenaktionen wie „SOS Brutalismus“, welche die ästhetische, sozialgeschichtliche und städtebauliche Bedeutung brutalistischer Bauten herausstreichen, stoßen zwar in der Architekturcommunity auf Zustimmung, sind darüber hinaus aber noch lange nicht mehrheitsfähig. Der Umgang mit dem Brutalismus wird uns daher in naher Zukunft zunehmend beschäftigen.
In den beiden Seminaren des Vertiefungsmoduls werden einerseits die architekturtheoretischen und kunsthistorischen Grundlagentexte zum Brutalismus und andererseits die wichtigsten Bauwerke dieser Strömung analysiert. In der Übung werden wir in Tagesausflügen in die nähere Umgebung bedeutende brutalistische Bauten besuchen, wie z.B. die Neue Mittelschule in Weiz von Viktor Hufnagl, das Pfarrzentrum Oberwart von Günther Domenig und Eilfried Huth oder das kürzlich teilweise zerstörte Kulturzentrum Mattersburg von Herwig Udo Graf. In Gesprächen mit Nutzer*innen, Denkmalpfleger*innen und Architekt*innen vor Ort sollen die spezifischen Qualitäten und Probleme dieser Bauten diskutiert werden. Eine von den Studierenden erstellte fotografische Dokumentation fasst schließlich die gewonnenen Erkenntnisse zusammen.


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© akk, TU Graz

Wahlmodul C9: Kulturwissenschaftliche Architekturforschung
"Displaying an Architect"

Konzept und Leitung |
Antje Senarclens de Grancy,
Waltraud P. Indrist

Wir begeben uns in diesem Semester wieder auf die Spuren von Karl Ilbing-Israelson, einem russisch-österreichisch-israelischen Architekten, der zwei Mal in seinem Leben emigrieren musste: einmal nach Graz, um Architektur studieren zu können, und ein zweites Mal nach Haifa, um Antisemitismus und Ausgrenzung zu entgehen und mit seiner Familie zu überleben. Wie lässt sich Karl Ilbing-Israelsons Geschichte in einen lebendigen Ausstellungsraum übersetzen? Kulturwissenschaftliches Forschen und Ausstellen von Leben und Werk dieses Architekten stehen im Zentrum dieser Vertiefung.
Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich zunächst jeweils mit einem konkreten Artefakt, einem Objekt aus Leben und Werk des Architekten (Plan, Foto, Postkarte etc.) und ergründen dessen Geschichte, Materialität und Identität. Dieses wird dann in ein dreidimensionales Ausstellungs-Modul integriert. Mithilfe der Ausstellungsgrafik sowie Ausstellungsarchitektur setzen wir in der Folge unser gemeinsam erarbeitetes kuratorisches Konzept um. Im Juni 2024 soll die Schau im Universalmuseum Joanneum eröffnet werden.

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Wahlmodul C12: Stadtforschung
"Westbahnpark: climate-friendly urban [re]pair"

Konzept und Leitung | Eva Schwab,
Sabine Bauer, Sandra Guinand

Können die Visionen der Bewohner*innen die Stadtplanung verändern? Seit mehreren Jahren kämpft eine Gruppe von Bewohnern des 15. Wiener Gemeindebezirks für einen Park auf dem stillgelegten Gelände des Westbahnhofs. Die Initiative WESTBAHNPARK.JETZT fordert einen 1,2 km langen Park entlang der Gleise. Der Westbahnpark soll mehr Klima- und Grünraumgerechtigkeit in einen dicht bebauten, sozial und kulturell vielfältigen Wiener Bezirk bringen, der von beengten Wohnverhältnissen und einer sozial benachteiligten Bevölkerung geprägt ist.
Mit künstlerischen Aktionen, Workshops und Petitionen fordert die Initiative eine Änderung des derzeitigen Ansatzes, der sich hauptsächlich auf die Wohnbebauung konzentriert. Sie setzt sich dafür ein, dass diese einmalige Chance genutzt wird und die bestehende Freifläche entsiegelt und in einen gemeinwohlorientierten und für künftige Generationen bereichernden Grünraum umgewandelt wird, anstatt sie weiter zu verdichten. Die Stadt Wien geht auf diese Forderungen ein und arbeitet derzeit an einem Entwicklungskonzept für den Stadtteil, das einen breiten Beteiligungsprozess vorsieht. Hier setzt der Lehrgang an: Ausgestattet mit dem Expertenwissen aus den beiden Seminaren analysieren die Studierenden den partizipativen Transformationsprozess in der Praxis, fragen nach Akteursgruppen, der Verteilung und Zugänglichkeit von Ressourcen, untersuchen Nutzungspraktiken, Bedürfnisse und Zufriedenheit und entwickeln einen inklusiven Beteiligungsprozess für den Stadtteil.
Die Vertiefung findet vom 13. bis 17. Mai geblockt von 10:00-16:00 Uhr statt und endet am 21. Juni 2024. Kooperationen: Wiener Stadtentwicklung,Gebietsbetreuung Stadterneuerung 15


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© stdb, TU Graz

Wahlmodul C13: Geschichte und Theorie der Siedlungsentwicklung
"Auf den Spu[re]n des Mittelalters"

Konzept und Leitung | Anselm Wagner,
Aglaée Degros, Alice Steiner

Einblick in die städtebaulichen Prinzipien und zeitlose Lehren!
Die meisten Städte Europas wurden zwischen 1030 und 1350 gegründet, sind also mittelalterlichen Ursprungs. Allein in Deutschland entstanden in diesem Zeitraum rund 3000 Städte, seither aber nur mehr gut 50! Unsere Vorstellung von der „europäischen Stadt“ ist daher im Wesentlichen mittelalterlich geprägt. Wir möchten uns in diesem Seminar mit den noch sichtbaren städtebaulichen Strukturen und mittelalterlichen Elementen der Stadt auseinandersetzen und uns fragen, welche Lehren wir aus dieser längst vergangenen Zeit für die Gegenwart ziehen können? Obwohl – oder gerade, weil – Industrialisierung und Urbanisierung seit dem 19. Jahrhundert Stadtmodelle weltweit durchgesetzt haben, die der mittelalterlichen Stadt diametral entgegenstehen, möchten wir anhand von ausgewählter Literatur, Analysen und Begehungen der Grazer Altstadt, Prinzipien der mittelalterlichen Stadt herausarbeiten, welche zukunftsfähiges Potential besitzen. Gängige Klischees wie etwa jene von den „natürlich gewachsenen“, extrem beengten und unhygienischen Städten des Mittelalters sollen kritisch hinterfragt werden.
Wir möchten diese Prinzipien in einem weiteren Schritt neu interpretieren, damit experimentieren und auf die Gegenwart anwenden. Ein Grundstück in der Draisgasse südlich der Grazer Altstadt steht uns hierfür als Testfeld zur Verfügung um die Ideale und Potenziale der mittelalterlichen Stadt zu erforschen und in die gegenwärtige Praxis zu implementieren.
Die Vertiefung findet von 13. – 17. Mai geblockt von 10:00-16:00 Uhr statt und endet am 21.6.2024.


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© ia&l, TU Graz

Wahlmodul C14: Urban Habitat - Designing the Ecological Turn
"The Infrastructural Hub. Architectural Concepts for socio-ecological Transformation in Tanzania"

Konzept und Leitung | Klaus K. Loenhart,
Aleksandra Pavićević, Nicola Borgmann

With The Infrastructural Hub, this specialization module focuses on best-practice community-based architectures, that we analyze for its capacity for knowledge transfer and exchange to Tanzania.
We aim for better knowledge on what makes those best-practice projects impactful, so that they radiate meaning beyond their functional purpose.
We learn how to analyze and document their systemic involvement in community building, processing and refinement of agricultural products, the functional performance of the architecture itself and its relationship to ecology of the land.
We will develop the understanding of how architecture engages with the social end ecological performance of a specific communal practice. Together, we then ask how these global collection of best-practice projects can inform architectural projects in Tanzania that develop around communal female processing of fruits, but also for more effective production and marketing of products that were previously underused or only for self-sufficiency.
This specific purpose builds on the findings of the Specialization of Socio- Ecological Reforestation Practices that students developed at the IA&L in Summer 23.
The course invites you – future architects and ecological enthusiasts – to explore innovative architectural performative solutions and ecological sustainability, fostering a deeper understanding of the symbiotic relationship between humans and more-than-human environments.

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© IZK, TU Graz

Wahlmodul C20: Art-Based Investigation
"In Stasis. The State of an Island"

Konzept und Leitung |
Milica Tomić

In diesem Kurs werden sich die Studierenden mit dem Brijuni-Archipel als einer durch Veränderungen in der politischen und militärischen Geschichte vom Römischen Reich bis zur Bewegung der Blockfreien Staaten und nun der Europäischen Union geformten Landschaft auseinandersetzen. Die Studierenden werden die Brijuni-Inseln erkunden und dabei über die Oberfläche und den Meeresgrund der Inseln nachdenken, um unser Verständnis der politischen Geschichte des Archipels zu transformieren, indem sie es mit der tiefen Zeit der Evolution und Wanderung mariner Lebensformen verbinden. Wir werden in diese verwobenen menschlichen und pflanzlichen Lebensgeschichten in der terraqueous Zone eintauchen, während wir Pflege- und Reparaturpraktiken hin zur Reparaturarchitektur (P. Tavares) erkunden. Die Brijuni als lebende Ausstellung betrachtend, werden die Studierenden deren sichtbare und verborgene Natur und Geschichte, Architektur, natürliche Objekte und Artefakte darstellen und reflektieren, was bewahrt oder zurückgelassen werden soll und wie diese Komponenten für die Zukunft interpretiert werden sollen. Wir werden Kunst, Architektur und Ausstellungsdesign vermischen und uns in Landkunst, dokumentarischen Praktiken und Materialgeschichte engagieren. Mit dem Ziel, die Erzählung des Ortes aufzudecken und einzugreifen, werden die Studierenden ihre Forschung in eine Ausstellung umwandeln, die den komplexen Raum und die Geschichte Brijunis widerspiegelt. Projektpartner sind Lehrer und Studierende vom Royal College of Art, der Technischen Universität Wien, der ETH Zürich und der Technischen Universität Graz.

Abstract
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Wahlmodul C21: Art and the Social
"The State of Things. On Collective Filmmaking"

Konzept und Leitung |
Milica Tomić, Philipp Sattler

In diesem Kurs werden die Studierenden entlang der südlichen Küste Istriens - von Pula über Vodnjan und Fažana bis hin zum Archipel der Brijuni - filmisch arbeiten. Diese Städte, Inseln und die sozio-politische und militärische Geschichte, die räumlich in Land und Meer eingeschrieben ist, werden die Studienobjekte des Kurses sein. Inspiriert von den Kinoklubs im Jugoslawien der 1960er und 1970er Jahre, der Amateurbewegung des Filmemachens und anarchistischen Formen der Selbstorganisation werden die Studierenden an der Entwicklung eines experimentellen kollektiven Filmprojekts arbeiten. Wir werden uns mit den Themen antifaschistische Graffiti als Form des räumlichen Widerstands und mit der Geschichte und Kritik der Bewegung der Blockfreien in der Region auseinandersetzen.
Eine Kooperation des IZK, der TU Wien, der ETH Zürich und des RCA London.

Abstract
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© ige, TU Graz

Wahlmodul C25: Building Energy Performance

Konzept und Leitung | Brian Cody,
Markus Bartaky

 

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© ige, TU Graz

Wahlmodul C26: Energy Design

Konzept und Leitung | Brian Cody,
Bernhard Sommer,
Malgorzata Sommer-Nawara

 

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© IAM, TU Graz

Wahlmodul C28: Aktuelle Themen Architektur und Medien
"As Found. Potenzial des Vorgefundenen"

Konzept und Leitung | Adam Sebestyen,
Birgit Schultz

Im Kontext einer Zwischennutzung der ehemaligen Hornig Hallen in Graz beschäftigen wir uns mit der Thematik des Leerstandes und seinen Besonderheiten. Für unsere Arbeit steht uns eine große Halle im Leerstand zur Verfügung. Ausgangspunkt für die architektonische Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Bestand. Zu Beginn des Semesters erarbeiten wir eine Fotoserie vor Ort. Diese Annäherung an das Potenzial des Vorgefundenen untersucht räumliche Beziehungen architektonischer Elemente, wie beispielsweise der Raumecke, Stütze, Unterzug, Fachwerk. Wir nehmen dabei den Ort bewusst mit seinen Defekten und Mängeln, wie beinahe herabfallende Deckenelemente und rostigen Stahlstützen an/auf.
Der Entwurf entsteht aus der Identität des Ortes. Die Fotoserie wird im weiteren Verlauf zeichnerisch auf seine wesentlichen Elemente reduziert und im Anschluss dreidimensional ins Modell übersetzt. Durch diese Übertragung entsteht eine Spannung, ein Zwischenstand von Vorhandenem und Neuem.
Zuletzt bauen wir räumliche Versuchsanordnungen, die in Struktur und im Ausdruck in der Verwandtschaft mit dem Vorgefundenen ablesbar sind. Als Werkzeug steht uns das Medium Licht mit analogen Lichtquellen, digitalen Projektionen und ausgewählten Materialien zur Verfügung.
Die Arbeiten der Studierenden werden im Rahmen des Designmonat Graz im Mai 2024 ausgestellt und vom Grazer Multi-Media Kollektiv OchoReSotto, Birgit Schulz und Alex Krug, LightLab Institut für Raum und Gestalt und Adam Sebestyen, Institut für Architektur und Medien betreut.

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