Blau-grüne Infrastrukturen sind zentral für lebenswerte Städte: Sie kühlen, halten Regenwasser zurück, stärken die Biodiversität und schaffen öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Großes Potenzial dafür bieten Verkehrsinfrastrukturen wie Straßen, Parkplätze und Bahnhöfe. Blau-grüne Infrastrukturen sind in dicht bebauten Zentren wichtig. Aber sie können auch Siedlungsränder und peri-urbane Gebiete in Stadt-Umland-Verflechtungen klimafit machen. Bisher wird der blau-grünen Transformation peri-urbaner Mobilitätsräume allerdings zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das wird bereits beim Durchfahren dieser Räume deutlich, auch ohne an Starkregenereignisse wie jene im Sommer 2024 zu denken.
Um die Potenziale peri-urbaner Mobilitätsräume für die Klimawandeladaptation und -mitigation zu erschließen, vereinte „PeriSponge“ Erkenntnisse aus Städtebau, Siedlungswasserwirtschaft, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung und Partizipation in einem integrierten und transdisziplinären Ansatz. Gemeinsam mit den Städten Feldbach, Feldkirch und Wels wurden unter Berücksichtigung klimatischer, ökologischer und sozialer Funktionen qualitativ nachhaltige Lösungen für ein klimafittes Wassermanagement und eine Steigerung der Lebensqualität entlang peri-urbaner Verkehrsflächen entwickelt. In Feldbach spielten partizipative Formate eine zentrale Rolle: AnwohnerInnen brachten ihr lokales Wissen in die Umgestaltung eines Straßenabschnitts ein. Aus den Analysen, Modellierungen und Beteiligungsprozessen aller drei Städte abgeleitete Empfehlungen flossen in den Handlungsleitfaden „Zukunftsfähige Mobilitätsräume – Blau-grüne Transformation im peri-urbanen Raum“. Er unterstützt Kommunen, PlanerInnen und EntscheidungsträgerInnen praxisnah bei der aktiven Gestaltung klimaresilienter, lebenswerter und nachhaltiger Siedlungsräume.