MaBo. Materialeinsparung bei Bohrpfählen

Institut für Tragwerksentwurf

© ITE, TU Graz

Das Forschungsprojekt zielte auf die Reduktion der CO2-Emissionen im Bauwesen durch Materialeinsparung bei Gründungskörpern im Hoch- und Tiefbau mit Fokus im Bereich der Bohrpfähle. Die dafür eigens entwickelte Herstellungsmethode ermöglicht den Aufbau mit Kreisringquerschnitten statt mit Vollquerschnitten.

Zunächst bestimmten numerische Untersuchungen (FEM) nicht benötigte Querschnittsbereiche konventioneller Bohrpfähle. Anschließend wurden die reduzierten Bauteile hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit und Interaktion mit dem Baugrund erneut berechnet und mittels Bauteilprüfungen verifiziert, das heißt: „Gleiches Lastabtragungsverhalten bei reduziertem Materialaufwand“. Auf dieser Grundlage konnte in einer zweiten Projektphase der Herstellungsprozess betrachtet und ein Prototyp unter Berücksichtigung von Bohrlochherstellung, Einbringen der Bewehrung, Produktion und Einbau der Verdrängungskörper sowie Betonieren und Ziehen der Rohre entwickelt und getestet werden. Die im Projekt erarbeiteten Leitfäden und Tabellen unterstützen TragwerksplanerInnen im Entwurfs- und Konstruktionsprozess von Bohrpfählen, indem sie ein praxistaugliches und wirtschaftliches Vorgehen bei der Auslegung von Gründungskörpern ermöglichen. In Abhängigkeit von Gründungstyp und Bodenbeschaffenheit sind demnach Materialeinsparungen beim Beton von zirka 40 Prozent zu erwarten.


Projektdauer: 2024–2025

Finanzierung: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)

Projektteam: Stefan Peters (Projektleitung)

ProjektpartnerInnen: FH Kärnten: Philip Wehbe (Projektleitung), Keller Grundbau Ges.mbH