30.01.2026
Der Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus und die Staatssekretärin für Energie übermitteln ihre Grußworte.
Auszug der Grußworte des Bundesministers für Wirtschaft, Energie und Tourismus Mag. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin für Energie Mag. Elisabeth Zehetner:
"
Die Transformation unseres Energiesystems ist eine der zentralen Gestaltungsaufgaben unserer Zeit und von unerlässlichem Stellenwert, um unseren Standort wieder auf die Überholspur zu bringen. Energie ist ein wesentlicher Faktor der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft, ebenso wie der Versorgungssicherheit, Klimaschutz und des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Österreich und Europa. Das Motto des diesjährigen Symposiums – „Energizing Europe“ – bringt diese Verantwortung und zugleich die große Chance auf den Punkt.
Die Energiezukunft Europas kann nur gemeinsam gestaltet werden. Ein leistungsfähiges, resilientes und integriertes europäisches Energiesystem ist Voraussetzung dafür, den Wettbewerbsstandort Europa unabhängig und zu gleich wettbewerbsfähig zu machen. Initiativen wie das europäische Grids Package mit grenzüberschreitenden Netzausbauten und „Superhighways“ zeigen, dass die Transformation des Energiemarkts in der europäischen Union über nationale Grenzen hinweg gedacht wird. Europa profitiert, wenn Wissen, Infrastruktur und Märkte zusammengedacht werden.
Gleichzeitig braucht diese europäische Perspektive starke nationale Fundamente. In Österreich stellen wir mit tiefgreifenden Reformen die Weichen für ein modernes Energiesystem. Das neue Günstiger-Strom-Gesetz reformiert nach 20 Jahren den Strommarkt und ist die Basis für mehr Flexibilität, Innovation und Versorgungssicherheit. Solche Reformen sind unerlässlich, um Energie leistbar, sicher und sauber zu machen.
Große gesetzliche Vorhaben und strukturelle benötigen eine solide wissenschaftliche Basis, fundierte Analysen und den kontinuierlichen Austausch mit Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Praxis. Gerade hier leisten Forschende, Universitäten und Fachinstitutionen einen unverzichtbaren Beitrag: Sie beobachten Entwicklungen, bewerten technologische und systemische Trends, liefern Entscheidungsgrundlagen und zeigen Handlungsoptionen auf. Diese Expertise ist entscheidend, um politische Maßnahmen wirksam und zukunftsfähig zu gestalten.
Das Symposium Energieinnovation der TU Graz bietet seit vielen Jahren genau diesen Raum für Vernetzung, Diskussion und interdisziplinären Austausch. Auch 2026 bringt es erneut eine beeindruckende Vielfalt an Themen, Perspektiven und Lösungsansätzen zusammen – von Energiesystemen und Netzinfrastruktur über Marktmodelle und Digitalisierung bis hin zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und europäischen Fragestellungen. Damit leistet das Symposium einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Energiepolitik und zur Stärkung des Innovationsstandorts.
Wir danken allen Beteiligten – dem wissenschaftlichen Komitee, der Organisation, den Vortragenden und Teilnehmenden – für ihr Engagement und ihren Beitrag zu diesem wichtigen Dialog. Wir wünschen Ihnen anregende Vorträge, erkenntnisreiche Diskussionen und viele neue Impulse für die gemeinsame Aufgabe, Europas Energiezukunft nachhaltig, sicher und innovativ zu gestalten.
"
Grußworte des Bundesministers Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner im Volltext