Hilda Döring (1910–1996)

Hilda Döring wurde als Hilda Kuras am 11. Oktober 1910 in Bad Radkersburg geboren. Nach Absolvierung der Kunstgewerbeschule in Graz 1929 studierte sie ab 1930 an der Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie, heute Universität für angewandte Kunst in Wien, Fachklasse für Architektur, unter anderem bei Oskar Strnad, und schloss diese Ausbildung im Juni 1932 ab. 1932 arbeitete sie ein Jahr lang im Büro des Architekten Lois Welzenbacher in Innsbruck. Ab Herbst 1932 studierte sie kurz an der Universität Innsbruck Kunstgeschichte, übersiedelte 1933 wieder nach Graz, wo sie bereits als Architektin tätig war, und begann im Herbst 1934 an der Technischen Hochschule Graz, Architektur zu studieren. Von August 1935 bis Dezember 1936 arbeitete sie erneut bei Lois Welzenbacher, anschließend bei Architekt Martin Elsässer in München sowie Architekt Reutter in Murnau, 1937 bei Architekt Gustav Gsänger in München. Kurze Zeit war sie auch an der Technischen Hochschule München inskribiert. Im Herbst 1936 nahm sie ihr Studium in Graz wieder auf und schloss es am 11. Juli 1938 als eine der ersten Frauen mit der Zweiten Staatsprüfung ab.

1939 heiratete sie Oberleutnant Kurt Döring. Nach einer Anstellung bei der Deutschen Luftwaffe in Berlin und dem Tod ihres Ehemannes 1940, war sie von 1941 bis 1944 als technische Angestellte der Stadt Wels im Baufach tätig. Als NSDAP-Mitglied wurde sie 1945 aus den Diensten des Stadtbauamtes entlassen. Während ihrer Entnazifizierung arbeitete sie als Angestellte bei einem befreundeten Architekten in Wels, wo sie sich 1948 als Architektin selbstständig machte. Bis zu ihrem Tod setzte sie Hunderte Projekte um, vor allem in Oberösterreich. Hilda Döring war mit Herta Frauneder-Rottleuthner befreundet und mit Peter Hellweger verwandt.

Sie verstarb am 19. Dezember 1996 in Wels.

Personen_Hilda Döring

Nachlass
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Schenkung von Franz Kubik 2016. Der Nachlass umfasst persönliche Dokumente und Unterlagen über das Leben der Familien Kuras und Döring sowie über die Werke Hilda Dörings, bestehend aus Korrespondenzen, Plänen, Zeitungsartikeln und fotografischen Dokumenten. Dazu kommen Unterlagen zu Fanny und Josef Kuras, Fritz Kuras, Ottilie und Walter Döring, Anna Hellweger und vor allem zu Kurt Döring, dem Ehemann Hildas.