Herta Frauneder wurde am 11. Dezember 1912 in Bruck an der Mur geboren. Sie maturierte bereits mit 17 Jahren und begann im selben Jahr an der Technischen Hochschule Graz ihr Architekturstudium. Zu ihren Studienkolleginnen gehörten Hilda Döring und Anna Lülja Praun. Sie wurde am 10. Juli 1935 als erste Frau an der Technischen Hochschule Graz zur Architektin diplomiert. Bereits während ihrer Studienzeit arbeitete sie in Architekturbüros in Deutschland und Österreich, danach in Regensburg und bei Architekt Holzbauer am Ammersee. 1938 kehrte sie in die Steiermark zurück und begann für die Hermann Göring-Werke zu planen. So arbeitete sie unter anderem an der Planung der Siedlung Trofeng in Eisenerz mit. Ihrer im September 1939 geschlossenen Ehe mit Architekt Ernst Rottleuthner entstammten drei Kinder.
Nach 1945 gründete sie in Bruck an der Mur gemeinsam mit ihrem Ehemann ein Architekturbüro. Die Ziviltechnikerprüfung legte sie 1946 ab. Nach ihrer Scheidung im Jahr 1968 führte sie das Büro bis zum Jahr 1988 weiter. Überregional bekannt wurde sie vor allem für die Planungen und Ausführungen von Schwimmbädern.
Herta Frauneder-Rottleuthner verstarb am 21. April 1999 in Bruck an der Mur.
Schenkung von Elisabeth Rottleuthner 2012. Die Sammlung umfasst etwa 2500 Pläne, die bereits digitalisiert wurden und 600 digitalisierte Fotos, außerdem ein Interview und persönliche Dokumente.