MASTER - STUDIUM WS 2020/21

ATEC_ Architekturtechnologie
Vorlesung im 7.Semester

Inhalt der Lehrveranstaltung ist es anhand von realisierten Architekturprojekten die Wechselbeziehungen zwischen Struktur, Form und Raum herauszuarbeiten. Ferner soll durch eine, im Anlassfall gegebene Gewichtung der Struktur, der Form oder des Raums die erzielte Gestaltfindung evaluiert werden. Gibt es eine Wahrheit in der Konstruktion? Wie viel Fake verträgt der Betrachter?


Masterstudio 1
Übung im 7-9.Semester

CMM - creative move munich

Industriebrachen haben Zukunft!

Bauflächen und Ressourcen werden knapp und die Bodenversiegelung wird zu einem bereits spürbaren Problem. Wie können wir vor diesem Hintergrund mit verwaisten Arealen gewerblicher, industrieller oder militärischer Verwendung, die ihre Nutzung verloren haben umgehen?

Flächenrecycling kann eine bedeutende Alternative zum Bauen auf der grünen Wiese darstellen.

Flächenreserven und die Verfügbarkeit ausgewiesener Bauflächen innerhalb der Münchner Stadtgrenzen werden knapp: Anschließend an das ehemalige Heizkraftwerk Aubing - am westlichen Stadtrand gelegen - breitet eine Industriebrache ihr ungenutztes Potenzial aus. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft soll nicht nur die Brachfläche, sondern auch das aus der Entsiegelung gewonnene Material weiter gedacht werden und im Bau einer neuen Struktur wieder zum Einsatz kommen.

Als lebendiger Spot für Sportler und Kreativschaffende, sollen Möglichkeitsräume mit vielschichtigen Potentialen geschaffen werden. Die verschiedenen Nutzungen innerhalb der neuen Struktur sollen sich synergetisch verzahnen und zu einem Ort des Austauschs mit inspirierender Atmosphäre werden können. Während der Bearbeitung der Brachfläche soll die Bedeutung auf Gebäudestruktur und ihr Negativ – den umgebenden Außenraum – gleichermaßen gelegt werden.

So kann die Wiedereingliederung der untergenutzten Fläche nicht nur eine Bereicherung für die Stadt München und für das unmittelbar angrenzende Umland werden, sondern auch ein zukunftsweisendes Pilotprojekt für flächeneffizientes und Ressourcen sparendes Bauen werden!


Masterstudio 2
Übung im 7-9.Semester

RE-CON-FUSION
Re-Construct Future Vision

In einer Zeit in der Ressourcen und Rohstoffe knapper werden, ist die Herausforderung, fehlende Nutzungen, wie auch Wohnraum mit dem Thema der CO2-Reduktion und Baustoffminimierung zu vereinen. Demnach behandelt unsere Aufgabe dieses Semester den Lebensraum und den Alltag von Bewohner*innen eines Sozialen-Wohnbaus, einer Plattenbausiedlung. In diesem Masterstudio widmen wir uns der Frage, wie wir Potenziale und Qualitäten in bereits bestehenden Strukturen entdecken und im Nutzungsgefüge, Funktionen und Funktionsbereiche neu entwickeln können sowie diese über ihre Monofunktionalität erweitern können.

Welche eingeschrieben Vorzüge können aus einer bestehenden Struktur extrahiert sowie in einer Bausubstanz der Nachkriegsmoderne mit Mitteln und Technologien des 21 Jahrhunderts verstärkt werden. Wie kann der „Standard“ dieser Raumorganisationen qualitativ ergänzt und im Kontext der Nachhaltigkeit und Nutzungs-Diversität – entgegen monofunktionaler Bestrebung der Moderne – der Umwelt und dem Wohn-Umfeld der sozioökonomischen Anforderungen transformiert, wie auch verdichtet werden?

Es gilt den Karl-Maisel-Hof im Wiener-Stadtbezirk Simmering, genauer, einen Teilabschnitt der Siedlung in seiner Substanz, Bauweise und struktureller Logik zu analysieren und diesen im Anschluss, den Anforderungen – über die thermische Verbesserung hinaus – des Lebens, der Arbeit und Freizeitgestaltung (architektonisch-) qualitativ, bautechnisch, bautechnologisch zu sanieren und einer Mischnutzung zuzuführen.

Masterstudio_Holzbau
Übung im 7-9.Semester

Produktives Stadtquartier Winnenden

Winnenden plant auf einer Fläche von 5,5 Hektar ein dichtes, gemischt genutztes Quartier. Das Areal liegt im Südwesten der Stadt, wo Obstanbau und Landwirtschaft mit Gewerbe zusammentreffen. Hier soll ein neues Viertel entstehen, das wenig Fläche verbraucht und gleichzeitig mehr Wohnraum und Gewerbeflächen erschließt, die sich gut in die Umgebung einpassen. Durch die Nähe zum Bahnhof und zur Anschlussstelle der Bundesstraße B14 bringt das Gebiet gute Voraussetzungen dafür mit. [1] 

Im Frühjahr 2021 hat das Büro JOTT architecture and urbanism aus Frankfurt am Main den offenen Städtebauwettbewerb der Stadt Winnenden und der IBA’27 gewonnen. Der Entwurf für ein produktives und lebenswertes Stadtquartier der Zukunft mischt Flächen für Industrie, Gewerbe, Wohnen und Freizeit in neuartigen dichten und urbanen Baublöcken, die in großzügige, gemeinschaftlich genutzte Freiräume eingebettet sind. So wird das Stadtviertel gleichermaßen Gewerbe- und Wohngebiet. [2]

Ausgehend von dieser Grundlage widmet sich die Professur für Architektur und Holzbau in Kooperation mit der IBA'27 im kommenden Wintersemester dieser Quartiersentwicklung und untersucht im Zuge des Masterstudios 21/22, am einzelnen Block und im Detail, die Potentiale der neu gedachten Typologie. Wie verhalten sich Wohnnutzungen zu gewerblichen Nutzungen und Dienstleistungen? Wie positioniert sich der öffentliche Raum innerhalb des Quartiers zwischen gewerblichen Zufahrten und kleinlandwirtschaftlichen Flächen? Wie werden die Dachflächen der teilweise großen gewerbehallen sinnvoll genutzt? Führen infrastrukturelle und gewerbliche Nutzungen in den Erdgeschossen zu einer Versteppung des öffentlichen Raums? Wie kann ein ressourcenschonender Holzbau geplant werden? Welches Recyclingpotential steckt im Detail, welchen Herausforderungen muss sich der hybride Holzbau im Zusammenhang mit der angedachten Nutzung stellen und welche Standards müssen dabei hinterfragt werden?

Ziel der Lehrveranstaltung ist eine mögliche, in der Gruppe erarbeitete und detaillierte Darstellung des neuen Quartiers in Winnenden.

Maßstäbe 1:500 - 1:25

[1] https://www.iba27.de/projekt/stadtquartier-winnenden/

[2] ebda


TuK_Typologie und Kontext
Seminar (Studio_1)

In der Lehrveranstaltung werden verschiedene Gebäudetypologien auf ihren Aufbau und die Wechselwirkung mit ihrem zeitlich örtlichen Kontext hin untersucht. Es werden spezifische Parameter im Zusammenhang mit der an sie gestellten Anforderungen herausgearbeitet und in charakteristische Gruppen klassifiziert. Danach werden mögliche neue Kombinationen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Szenarien entwickelt.


KF_Knowledge Forms | Institut für Zeitgenösische Kunst
Seminar (Studio_1)

Die Lehrveranstaltung ist ein Vertiefungsangebot des Basiswissens, das die Studierenden sich im Bachelorstudium bei Veranstaltungen wie Künstlerische Gestaltung 1 und Künstlerische Gestaltung 2 angeeignet haben. Es werden Techniken des künstlerischen und gestalterischen Arbeitens vertieft und das Wissen um die Praxis mit methodischen und inhaltlichen Forschungsansätzen verbunden. Dieses Fach ist klar interdisziplinär ausgelegt und soll zusammen mit anderen TU Graz internen Institutionen so wie anderen Hochschulen konzipiert werden. Forschungsschwerpunkte sind integrierte künstlerische Forschung innerhalb der Technikforschung, die den Blick auf das Ganze der technologisch veränderten Welt offen hält und sie sich reflexiv aneignet.


StuFa_Struktur und Fassade
Seminar (Studio_2)

Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden ausgewählte Forschungsbereiche und Zukunftstechnologien im Hinblick auf den Gebäudeentwurf im Masterstudio untersucht. Daraus folgt ein Verständnis für konstruktive, systemische und logistische Zusammenhänge.


RaSt_Raumstruktur
Seminar (Studio_2)

Raumdefinitionen entstehen, indem geometrische Elemente in ein wahrnehmbares Strukturgerüst angeordnet werden und so miteinander in eine erfahrbare Relation treten, welche die Teile zu einem Ganzen miteinander verknüpft. Das Seminar untersucht diese Wechselwirkung von Raum und Struktur anhand von Architekturprojekten und vermittelt unterschiedliche Prinzipien der Ordnung des architektonischen Raumes in Bezug auf dessen architektonische Idee.


DaB_Design and Build
Seminar

Mit diesem Wintersemester bietet das IAT das neue Wahlfach „Design and Build“ an. Im Rahmen des Seminars wird das kreislauffähige Bauen infolge von Anpassungsfähigkeit und Rückbaubarkeit von Baukonstruktion im Kontext des Klimawandels behandelt. Der Schwerpunkt liegt dieses Semester auf der Primärstruktur (Rohbau).

Eine Anmeldung ist ab dem 20.09.2021 im TUGonline möglich: https://online.tugraz.at/tug_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=258382


MuT_Material und Technologie
Seminar (Studio_3)

Im Rahmen des Seminars Material und Technologie werden die Herausforderungen und Problemstellungen des mehrgeschossigen Bauens mit Holz anhand realer Projekte analysiert. Dazu werden gestalterische, statische, konstruktive, bauphysikalische und brandschutztechnische Vor- und Nachteile diskutiert.

Ziel ist es Kenntnisse über Entwurfsstrategien für den mehrgeschossigen Holzbau zu gewinnen und für die eigene Entwurfsarbeit anwendbar zu machen.


SyTe_System Technologie
Seminar 

Pro Holz Student Trophy 2022

Die Lehrveranstaltung System Technologies bietet in diesem Semester Raum für einen Holzbauentwurf im städtischen Gefüge. Als Antwort auf die bekannten Herausforderungen urbaner Gebiete wie steigende Einwohnerzahlen, Bodenverbrauch durch Zersiedelung und wachsender Bedarf an Infrastruktur, wird heuer der Fokus auf die Aufwertung des städtischen Gefüges durch Ergänzen und Weiterbauen gelegt. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Planungsgebiete in München, Berlin und Wien. Im Zuge der Lehrveranstaltung wird die Teilnahme an der proHolz Student Trophy 22 ermöglicht und betreut. proholz-student-trophy.at


PM_Projektmanagement
Vorlesung  und Übung (Wahlfach)

Unter Projektmanagement im Bauwesen wird die Summe aus Projektleitung und Projektsteuerung verstanden. Es umfasst die Koordination aller für die Realisierung eines Bauwerks notwendigen Planungs- und Bauprozesse. Inhalt der Lehrveranstaltung sind neben den allgemeinen Projektmanagementgrundlagen die wesentlichen Aufgabenbereiche des Projektmanagements bei einem Bauprojekt. Dazu gehören insbesondere die Planung der Projektstruktur, der Projektorganisation und der Projektkommunikation sowie das Terminmanagement, das Kostenmanagement, das Qualitätsmanagement und das Vertragsmanagement. .