Nina Alisa Fank-Habe (2025): Altersgerechte Quartiersentwicklung und freiräumliche Gerechtigkeit für ein eigenständiges Leben einer alternden Bevölkerung, 1. Gutachterin: Aglaée Degros, 2. Gutachterin: Vanessa Miriam Carlow
Wie können altersgerechte Quartiersentwicklung und hochwertig gestaltete öffentliche Freiräume dazu beitragen, Eigenständigkeit und Flexibilität im gewohnten Umfeld langfristig zu unterstützen? Da sich die Bevölkerungsstruktur in den kommenden Jahrzehnten deutlich verändern wird und bis 2050 in Europa mit einem erheblich höheren Anteil älterer Menschen zu rechnen ist, stellt der demografische Wandel Stadtplanung und Regionalentwicklung vor große Herausforderungen. Angesichts der prognostizierten gesellschaftlichen Überalterung wird es zunehmend wichtiger, notwendige Infrastrukturen zu stärken und SeniorInnen nicht aus der Stadt zu verdrängen, sondern sie im Quartier und ihrem vertrauten Nahraum zu halten. Der Wunsch nach Eigenständigkeit, einem selbstbestimmten Leben im Alter und die damit verbundenen sozialräumlichen Erfordernisse gewinnen kontinuierlich an Bedeutung. Das direkte Wohnumfeld in Kombination mit einer essenziellen, fußläufig erreichbaren Infrastruktur bildet eine zentrale Voraussetzung dafür, auch im hohen Alter autonom leben zu können. Ein maßgeblicher Faktor für die eigenständige Alltagsbewältigung ist die Ausgestaltung des öffentlichen Freiraums. Der Fokus liegt auf Entfernungen und Wegstrecken, die sich im Alter zunehmend verringern. Daher erörtert diese Dissertation Handlungsempfehlungen dafür, wie städtische Strukturen in inklusiv zugängliche Quartiere und Wohnumgebungen transformiert werden können, um Eigenständigkeit und einen selbstbestimmten Alltag im Alter zu fördern. Diese Empfehlungen können als Grundlage für einen altersfreundlichen, öffentlichen Freiraum dienen.