Nicolas Alaux

Nicolas Alaux (2025): Identification of Future Trajectories for Carbon Budget Compliant Buildings: An Austrian Perspective, 1. Gutachter: Alexander Passer, 2. Gutachter: Bernhard Steubing, 3. Gutachter: Guillaume Habert

Der Klimawandel erfordert eine rasche und dauerhafte Reduktion der Treibhausgasemissionen, insbesondere von Kohlendioxid (CO2). Da die Erderwärmung direkt von der Menge der ausgestoßenen Emissionen abhängt, lässt sich berechnen, wie viel CO2 weltweit noch ausgestoßen werden darf, um die Erwärmung auf 1,5 bis 2 °C zu begrenzen. Der Gebäudesektor spielt dabei eine zentrale Rolle, da er rund 37 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursacht. Diese Dissertation untersucht, wie der österreichische Gebäudebestand seine Emissionen von 2023 bis 2050 im Einklang mit diesen Budgets verringern kann.

Dazu wurde ein Modell entwickelt, das den Gebäudebestand über den gesamten Lebenszyklus abbildet, von der Errichtung über die Nutzung bis zum Rückbau, und eine dynamische Materialflussanalyse mit einer prospektiven Ökobilanz kombiniert. Auf Basis einer Literaturrecherche wurden Strategien und Einflussfaktoren identifiziert, ihre Wechselwirkungen analysiert und in Szenarien integriert. So verursachte der Gebäudebestand im Jahr 2023 rund 30 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, wovon 73 Prozent auf den Betrieb entfielen. Unter den zehn ermittelten Strategien zur Emissionsminderung sind die Entwicklung der Wohnfläche und der Bevölkerungszahl sowie der Einsatz erneuerbarer Energien besonders wichtig. Vier Szenarien zeigen mögliche Zukunftspfade zur Reduzierung kumulierter Emissionen um 28 bis 47 Prozent und in Vereinbarkeit mit dem 2 °C-Ziel – vorausgesetzt, ambitionierte technische und gesellschaftliche Veränderungen werden umgesetzt.