Die Frage nach einem neuen Konzept für Altstoffsammelzentren für die Steiermark ist eine kaum zu unterschätzende gestalterische und raumplanerische Herausforderung. Für Altstoffsammelzentren gibt es keine verbindliche Gebäudetypologie, nur funktionallogistische Rahmenbedingungen. Altstoffsammelzentren haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem florierenden Wirtschaftszweig weiterentwickelt, der mit dem stereotypen Bild einer Müllhalde mit Blechdächern nichts mehr zu tun hat. Altstoffe werden als wiederverwert- und verwendbare Ressource gehandelt und in gehöriger Distanz zum einzelnen Haushalt hat sich sogar ein eigener, durchaus potenter Wirtschaftszweig etabliert, der das organisierte Sammeln von Altstoffen als notwendige Grundlage braucht. Wie lässt sich ein im neuen Gemeindekontext und auf das jeweilige Einzugsgebiet und die jeweiligen Lagesynergien abgestimmtes, neues Altstoffsammelzentrum entwickeln? Wie lässt sich diese bauliche Struktur auch in Richtung weiter öffentlicher und kollektiver Funktion gestalten und wie könnte dieses Zentrum als regionaler Anlaufpunkt auch Zusatzfunktionen sowie räumlich-landschaftlich angemessene Identitäts- und Orientierungspunkte anbieten?

Projektlaufzeit:
2015 – 2016

Finanzierung:
Land Steiermark, Amt der steriermärkischen Landesregierung Abteilung 14, Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit

Projektleitung:
Hans Gangoly, Institut für Gebäudelehre, TU Graz
Willibald Fürst

Projektpartner:
Land Steiermark

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