Lunch Lectures

Die Lunch Lectures sind eine Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Städtebau veranstaltet wird. Über das Semester verteilt werden internationale Gäste aus Planung, Verwaltung, Wissenschaft und Lehre „zu Tisch gebeten“.

Pünktlich zur Mittagszeit sind die Gastvortragenden eingeladen, ihre Sichtweisen über spezifische und aktuelle Themen des Städtebaus vorzutragen. Anschließend bietet die entspannte Atmosphäre der Lunch Lectures die Möglichkeit zum Austausch. Beim gemeinsamen Essen können Studierende und interessierte TeilnehmerInnen mit den Vortragenden ins Gespräch kommen und städtebauliche Tendenzen und Herausforderungen weiter diskutieren.

Anna Maria Bagaric: "Stadt - Raum - Architektur"

© stdb, TU Graz

Digital Lunch Lecture
Dienstag, 05. Mai 2020 | 11:00 - 13:00 Uhr
Zugang: tugraz.webex.com/tugraz/j.php
Meetingnummer: 840 334 137
Password: 1450

Viele Städte heutiger Industriestaaten befinden sich in Transformationsprozessen, in denen ökologische und soziale Aspekte eine entscheidende Rolle spielen. (Um-)Gestaltungen urbaner Räume sollen dabei stets die Ziele eines möglichst geringen ökologischen Fußabdruckes verfolgen und sich einer integrativen Planungspraxis bedienen.
Projekte, die diese sozialen und nachhaltigen Aspekte mitdenken, planen räumliche Veränderungen in zeitlich aufeinander abgestimmten Abfolgen. Durch solche durchdachten, in Transitionsphasen entwickelten Konzepte entstehen architektonische Entwürfe, die durch Beteiligungsprozesse und Improvisation zu flexiblen räumlichen Lösungen führen.
Solche überlegten, auf das Wesentliche bedachten, Konzepte entstehen nicht auf der Grundlage einer Tabula Rasa. Sie beobachten, analysieren und binden ihre immer vorhandene Umgebung ein, um mit räumlichen Antworten komplexe städtische Probleme zu lösen. Dabei verstehen sie die Positionierung und Gestaltung von Gebäuden innerhalb eines regionalen Systems, beziehen ihre direkte Umgebung mit
ein und berücksichtigen die Relation zwischen Gebäude und Zwischenraum.


Carole Schmit: "Fiction for Urban Transformation"

© stdb, TU Graz

Donnerstag, 30. Jänner 2020 | 13:00 - 15:00 Uhr
HS II | Rechbauerstraße 12/KG | 8010 Graz
Anmeldung bis Dienstag, 28. Jänner 2020 bei k.herrmann@tugraz.at

The Institute of Urbanism invites to a Lunch Lecture by Carole Schmit. The lecture offers a view on the power of hierarchies at play in contemporary metropolitan landscapes. By understanding how fictions change (the perpection of) the real, architects can redefine their role in the processes of urban transformation. By introducing a variety of fictional approaches as strategic tools for emancipating spaces and communities new forms of spatial domination emerge. A series of examples in Luxembourg and abroad will explicit her approach.

Carole Schmit currently teaches as a Guest Professor at the University of Luxembourg where she had been in charge of the development of the new Master in architecture. At the same time she is working for the Administration of Public Works on strategic state projects. For about fifteen years she has developed in her office Polaris for her design and research projects an architectural syntax based on the influences related to street culture, conceptual art and anthropological studies.

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Grégoire Houyet: "Education. Buildings in Wood"

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Mittwoch, 11. Dezember 2019 | 13:00 - 15:00 Uhr
HS II | Rechbauerstraße 12/KG | 8010 Graz
Anmeldung bis Montag, 09. Dezember 2019 bei k.herrmann@tugraz.at

Das Institut für Städtebau lädt zu einer Lunch Lecture mit Grégoire Houyet vom Atelier 229 Architects in Brüssel (Belgien). Die Vorlesung beleuchtet anhand der Beschreibung mehrerer Projekte die Relevanz der Verwendung von Holz in Bildungsgebäuden. Die Arbeit des Studios basiert hauptsächlich auf nachhaltigen öffentlichen Projekten. "Pragmatismus – Rationalismus" sind die Worte, mit denen das Studio seine Arbeit beschreibt. Seine Architektur zielt darauf ab, schlicht und einfach zu sein und jegliche freien architektonischen Gesten zu vermeiden. Durch ständige Forschung betonen sie eher Wiederholung als Ausnahme, Entwicklung als Prüfung, Dauer über Ereignis und gesunden Menschenverstand über Raffinesse. Der Nachhaltigkeitsansatz von A229 sollte ganzheitlich verstanden werden und umfasst Städtebau, Mobilitätsmanagement, Zugänglichkeit für alle, effizienten Umgang mit Energie und Wasser, verantwortungsvollen Umgang mit Materialien, maximale Flexibilität und die Erwartung eines minimalen Wartungsaufwands.

Grégoire Houyet hat Architektur in Kanada studiert und sein Studium in Brüssel (Belgien) beendet. 2005 war er Mitbegründer von Atelier 229 Architects.

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Katerina Psegiannaki: "Exploring Togetherness"

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Mittwoch, 27. November 2019 | 12:00 - 14:00 Uhr
HS VI | Rechbauerstraße 12/EG | 8010 Graz
Anmeldung bis Montag, 25. November 2019 bei k.herrmann@tugraz.at

Das Institut für Städtebau lädt zur Lunch Lecture mit Katerina Psegiannaki vom Architekturbüro KUNE in Madrid (Spanien).
Bei dieser Lunch Lecture befassen wir uns eingehender mit der Grundphilosophie unserer Praxis, mit der wir die architektonischen Ansätze und Interpretationen von Zusammengehörigkeit untersuchen. Unsere Forschung zielt darauf ab, vergessene Mechanismen, Politiken und Institutionen zu stärken, die über die Architektur des 20. Jahrhunderts hinausgehen und sich auf Image und Monumentalität konzentrieren. Hauptzweck ist die Förderung einer Architektur und eines Urbanismus des 21. Jahrhunderts,  alltägliche Synergien, Rituale und Kooperationen hervorzuheben und zu fördern und die Menschen zum Teilen, Verbinden und Zusammenarbeiten zu ermutigen, während häusliche, städtische, natürliche und digitale Umgebungen als wesentliche Erweiterungen menschlicher Beziehungen betrachtet werden.

Katerina Psegiannaki ist Architektin mit einem Doktortitel und unterrichtet Stadtmanagement und Digitale Kunst an der UCJC Universität Madrid. Sie arbeitet als selbstständige Architektin im KUNE Office, das sich auf die architektonische Möglichkeiten des Zusammenseins konzentriert. Seit 2009 ist sie Gründungsmitglied und Co-Direktorin des HipoTesis Magazins.

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François Vermer: "Sense of Materiality"

© stdb, TU Graz

Donnerstag, 14. November 2019 | 11:30 - 13:30 Uhr
HS V | Rechbauerstraße 12 | 8010 Graz
Anmeldung bis Montag, 12. November 2019, bei k.herrmann@tugraz.at

Wie können wir mit Hilfe eines Brettspiels über Architektur und Konstruktion das Materialbewusstsein der SchülerInnen fördern?
Das Institut für Städtebau lädt zu einer Lunch Lecture von François Vermer ein. In seiner Vorlesung geht es zum Teil um die von ihm selbst organisierte „Materialbibliothek“, in der die Studierenden der Fakultät direkten „Hautkontakt“ zu den Materialien erfahren können. Sie können die für die Gestaltung von Außenräumen und Gebäuden sowie ihre wichtigsten konstruktiven Systeme verwendeten Materialien fühlen, berühren und wiegen. Er erklärt auch das von ihnen entwickelte „Brettspiel“, das jungen Menschen und Studenten helfen soll, die Alltagsrealität junger ArchitektInnen kennenzulernen. Dieses Rollenspiel ist eine Gelegenheit, etwas über die faszinierende Welt des Städtebaus, der Architektur und der Renovierung zu lernen.

Seit 2008 unterrichtet François Vermer in ISA-Saint-Luc (Brüssel, Belgien) zu zwei verschiedenen Themen: Topographie und Geowissenschaften (Geologie und die Verwendung von Gesteinen in der Architektur meistens). Zusammen mit seinem Kollegen J. Malevez koordiniert er die „Materialbibliothek“ der Fakultät für Architektur, Architektur- und Stadtplanung (LOCI, UCL).

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Alejandro L. Grindlay: "Urban Mobility and Public Spaces Quality"

© stdb, TU Graz

Mittwoch, 30. Oktober 2019 | 12:00 - 14:00 Uhr
HS II | Rechbauerstraße 12 | 8010 Graz
Anmeldung bis Montag, 28. Oktober 2019, bei k.herrmann@tugraz.at

Das Institut für Städtebau freut sich, eine Lunch Lecture mit Alejandro L. Grindlay zu veranstalten.
In seinem Vortrag wird Alejandro L. Grindlay den Zusammenhang zwischen urbaner Mobilität und öffentlichem Raum beleuchten. Urbane Mobilität hat einen starken Einfluss auf die Qualität städtischer öffentlicher Räume. Eine höhere Qualität der städtischen öffentlichen Verkehrssysteme impliziert eine höhere Qualität des städtischen öffentlichen Raums. Erhebliche Investitionen in öffentliche Verkehrssysteme sind in der Regel mit Stadterneuerungen verbunden. Die Begrenzung des motorisierten Individualverkehrs bietet mehr Platz für FußgängerInnen und eine bessere Qualität der Umwelt. Die Zahl der motorisierten Fahrzeuge wächst jedoch immer noch an, und neue Elektrofahrzeuge werden die Probleme in Zusammenhang mit dem begrenzten städtischen Raum nicht lösen. Weltweit gibt es zahlreiche Beispiele die den urbanen Wandel aufzeigen, der durch die Förderung nachhaltiger Mobiltätsarten hervorgerufen wird. In vielen spanischen Städten wie zum Beispiel Granada gibt es Orte, die mit unterschiedlichen Mobiltätsformen verbunden sind und diese Tatsachen veranschaulichen. 

Alejandro L. Grindlay lehrt und forscht an der Universität Granada (Spanien), wo er 2005 seinen Master in Stadtplanung und Management abgeschlossen hat.

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Michael Ryckewaert: "Univer[X]ity"

© stdb, TU Graz

Montag, 21. Mai 2019 | 12:00 - 13:00 Uhr
HS II | Rechbauerstraße 12 | 8010 Graz
Lunch | 13:00 Uhr | Cafè KORK

Zur Erforschung der räumlichen Zusammenhänge zwischen Stadt und Gewand in historischen Hochschulstädten: Hochschulen haben die Stadtlandschaft sehr oft geprägt. In neueren Universitätsstädten sind die räumlichen Beziehungen zwischen Universität und Stadt weniger klar, auch wenn Universitäten eine Schlüsselrolle in der städtischen Wissensökonomie spielen. Seit den 1960er Jahren haben sich die Universitäten in der Regel zu autodominierten Hochschulen entwickelt. Jetzt ist es an der Zeit, diese Tendenz am Beispiel des VUB-Campus in Brüssel zu ändern.

Michael Ryckewaert ist Programmdirektor des Masters in Städtebau und Raumplanung an der Vrije Universiteit Brussel. Er hat verschiedene Workshops zur Planung des Campus und des Universitätsviertels durchgeführt und ist an der Koordination des neuen Masterplans für den Campus für Geistes-, Wissenschafts- und Ingenieurwissenschaften in Brüssel beteiligt.


Blaž Babnik Romaniuk: "Trying Not to Fail Too Often"

© stdb, TU Graz

Montag, 26. November 2018 | 18:00 - 20:00 Uhr
HS VIII | Rechbauerstraße 12/2.OG | 8010 Graz

How to search for opportunities among small scale projects, competitions and new collaborations
In planning we are always considering the existing edge conditions, prevalent problems, possible opportunities and we try to find the viable changes in built environment, that would somehow make everything work out. Not much is different trying to make the projects run smoothly, sending in competition entries on time and getting new commissions. What remains challenging is how to find a way to jump between detail and urban project, from discussing details to considering many years of undefined urban development, and at the same time trying to establish a guiding line in practice.

Blaž Babnik Romaniuk is the founder and works at Obrat d.o.o., an architectural and urbanistic office from Ljubljana with ever changing constellations of collaborators. In trying to establish his practice, he is mainly preoccupying himself with small scale projects and urban planning. He and his team are the winners of Europan 13 in Vienna and Runners-up in the following Europan session.


Lina Streeruwitz: "Lässige Typen, laute Schollen, rosa Zonen"

© stdb, TU Graz

Mittwoch, 07. November 2018 | 12:00 - 13:00 Uhr
HS XII | Rechbauerstraße 12 | 8010 Graz

Mischungsverhältnisse für die produktive Stadt
Auch wenn in den letzten Jahren das Credo der "Produktiven Stadt" überall verkündet wird, sehen wir uns im alltäglichen Geschäft der Stadtplanung mit der Frage konfrontiert: was gibt es überhaupt außer Wohnen? Wie können Kräfte der Durchmischung mobilisiert werden, wenn keiner danach fragt? Wenn Stadtentwicklung vorrangig von einem überheizten Wohnungsmarkt angetrieben wird, wie schaffen wir es, weiter über Räume des Arbeitens und des Produzierens nachzudenken? Wie kann die Arbeit vor dem allerorts „heranrückenden Wohnbau“ geschützt werden, wie und wo kann sie Platz finden im Haus, im Quartier und in der Stadt?

StudioVlayStreeruwitz arbeitet seit 2009 an der Schnittstelle von Architektur, Urbanismus und Forschung. Wesentliche Schwerpunkte der Arbeit sind einerseits die Entwicklung städtebaulicher Strategien für großräumige Entwicklungen (z.B. Nordbahnhof Wien) und andererseits die Planung von innovativen Wohnbaukonzepten im geförderten und freifinanzierten Bereich. Dabei spielt die Frage nach dem urbanen Potenzial des Wohnprogramms (“Wohnen plus”) eine zentrale Rolle. Zunehmend drängt sich aber auch „das Andere“ des Wohnens – die Arbeit, die Produktion – in den Vordergrund, vielleicht gerade weil es in der aktuellen Stadtentwicklung meist durch Abwesenheit glänzt. StudioVlayStreeruwitz ist Co-AutorIn des FFG-Smart City-Forschungsprojekts „Mischung: Possible!“ und des Folgeprojekts „Mischung: Nordbahnhof“ sowie des Fachkonzepts „Produktive Stadt“ der Stadt Wien.
 

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