Graz Architecture Lectures 2025 – „Positionen“

Hermann Czech, Lukas Imhof, Claudia Cavallar © GAM.Lab, TU Graz

Wie kann bauend auf den Klimawandel reagiert werden? Und wie muss sich die Architektur dafür verändern? Die Graz Architecture Lectures fanden 2025 in einem adaptierten Format statt: Kuratiert in Zusammenarbeit von Lukas Imhof (Institut für Architekturtechnologie) und Moritz Müller (GAM.Lab) öffnete die Vorlesungsreihe an drei Themenabenden den akademischen Diskurs auch für Architekturschaffende in Graz und Umgebung. Sie luden dazu ein, sich mit den Positionen jener auseinanderzusetzen, die in ihrer Baupraxis Themen, Aufgaben und Strategien bearbeiten, welche der Bewältigung der klimatischen Herausforderungen unserer Zeit dienlich sein können und die Architektur zukunftsfähig machen könnten: Umbauen – Wiederverwenden – Einfach (Neu-)Bauen.

Pascal Angehrn, Sonja Zumpfe, Lukas Imhof © GAM.Lab, TU Graz

Zum Auftakt im April berichteten Claudia Cavallar und Hermann Czech von den Freuden und Chancen des Umbauens. Ein Aufgabengebiet, das uns immer mehr beschäftigen wird, ist es doch der einfachste Weg, Emissionen zu vermindern und Baukultur zu erhalten. Im Mai loteten Pascal Angehrn vom Züricher baubüro in situ und Sonja Zumpfe vom BauKarussell in Wien die Möglichkeiten und Tücken des Wiederverwertens von Bauteilen als besondere Form des Bauens – zwischen Umbauen und Neubauen – aus. Am dritten Abend im Juni widmeten sich Lisa Maria Enzenhofer (Breathe Earth Collective, Graz) und Florian Nagler (TU München) der Frage, wie nach wie vor neu gebaut werden kann – und wie die Idee des „Einfachen Bauens“ aus Tradition und Reduktion eine zukunftsfähige Architektur und Freiraumgestaltung generieren kann. Alle drei Veranstaltungen waren erfreulich gut besucht und haben während des anschließenden Umtrunks wie auch in den Wochen danach lebhafte Diskussionen innerhalb der Fakultät – und hoffentlich darüber hinaus – angeregt.

Lukas Imhof

Lisa Maria Enzenhofer, Florian Nagler, Lukas Imhof © GAM.Lab, TU Graz