Ausstellungen des Instituts für Städtebau

“The Art of Urban Design: Post-Industrial Regeneration in the Work of Marcel Smets” © stdb, TU Graz

Einen transdisziplinären Raum für Austausch und Diskussion öffneten 2025 zwei Ausstellungen des Instituts für Städtebau im Foyer der Alten Technik: Im Frühjahr präsentierte „The Art of Urban Design: Post-Industrial Regeneration in the Work of Marcel Smets“ die sich über drei Jahrzehnte erstreckende städtebauliche Praxis des früheren flämischen bouwmeester. Die Kooperation mit der TU Cluj-Napoca zeigte anhand der Projekte Bahnhof Leuven, Antwerpener Hauptbahnhof, Île de Nantes und Antwerpener Ring Road, wie strategische Planung, räumliche Narration und gemeinsam erarbeitete Prozesse zur urbanen Transformation beitragen. Darüber hinaus bot die Schau Anlass, um über die Umnutzung von Industriebrachen als lebenswerte, nicht als spekulative Räume nachzudenken.

Im Herbst war „Ré-appropriations: Towards a Regenerative Approach in Architecture“ an der TU Graz zu sehen. Die Ausstellung des Institut Culturel d’Architecture Wallonie-Bruxelles untersuchte Strategien der nachhaltigen Umgestaltung gebauter Umwelt und für die Reparatur einer beschädigten Welt. Modelle, Fotografien, Filme und Zeichnungen zu sechs in Wallonien und Brüssel realisierten Bauten bildeten architektonische Praktiken der Wiedernutzung von Orten und Materialien ab: Die ausführenden Büros AgwA, Artau Architectures, Label architecture, Notan Office, Olivier Fourneau Architectes und Ouest architecture x RotorDC setzten auf Verdichtung statt neuen Flächenverbrauch, auf Regeneration statt Abriss, sowie auf die Wiederverwendung von Baumaterialien.

Begleitpublikationen zu beiden Ausstellungen dokumentieren die Themenfelder über ihre Laufzeit hinaus und fördern den internationalen Dialog über räumliche, ökologische und soziale Transformationen.

Moritz Müller

“Ré-appropriations: Towards a Regenerative Approach in Architecture” © stdb, TU Graz