07.05.2026
Im Rahmen der „Erasmus+ Spring School: European Fortified Landscapes—Sustainable Reuse“ erarbeiteten Studierende der TU Graz, der Universität Cagliari und der Universität Pula während einer Woche im April 2026 innovative Ideen zur Revitalisierung und Umnutzung von ehemaligen österreichisch-ungarischen Festungsbauten rings um den Hafen von Pula. Sie entwarfen Konzepte zur Nachnutzung dieser Gebäude und ihrer Areale zu friedlichen Zwecken, zu künstlerischer und kultureller Zusammenarbeit, sowie ebenfalls zur nachhaltigen Entwicklung des urbanen Raums. In den internationalen und interdisziplinären Studierenden-Teams aus Österreich, Italien und Kroatien stand die Frage im Vordergrund, wie man diese Festungen, die aus dem 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs stammen und heutzutage überwiegend leer stehen, neu denken kann, so dass ihre Nutzung auch für die lokale Bevölkerung vor Ort einen deutlichen Mehrwert bietet.
Am 25. April 2026 wurde in den Räumen der Vereinigung der Architekt*innen Istriens („Drustvo arhitekata Istre“) in Pula eine Ausstellung mit dem Titel: „Sustainable Reuse Strategies for Pula’s Fortification System“ eröffnet, bei der die Ergebnisse dieser Erasmus+ Spring School präsentiert wurden. Sie bestand aus einem intensiven Programm von Vorlesungen, Workshops und Ausflügen im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Programmes (BIP), an dem insgesamt 40 Studierende von der Technischen Universität Graz unter der Leitung von Daniel Gethmann, von der Universität Cagliari unter der Leitung von Donatella Fiorino und von der Juraj-Dobrila-Universität in Pula, geleitet von Nataša Urošević teilnahmen.
Bei der Ausstellungseröffnung sprachen die Präsidentin der istrischen Architektenvereinigung, Jasmina Bašić, und der stellvertretende Bürgermeister von Pula, Dr. Vit Paoletić, der die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Revitalisierung ehemaliger militärischer Anlagen hervorhob. Die studentischen Arbeiten der 10 internationalen Teams wurden für ihre Kreativität und Ausdrucksstärke gelobt, mit der sie die aktuellen Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung von Pula mit den vorhandenen Festungsanlagen und Leerstandsflächen zu grünen Oasen der Stadt weiterentwickelten.
Die ausgestellten Werke waren bis zum 8. Mai 2026 in den Räumen der Vereinigung der Architekten Istriens in Pula zu sehen, danach werden sie an der Juraj-Dobrila-Universität in Pula gezeigt.
Iva Marija Matošević
Mit Beiträgen von: Manar Abdelhady, Selma Avdić, Cansu Büyüktanir, Adnan Ćatić, Philipp Filipović, Margarita Karchevskaya, Leon Kollar, Leila Kosumova, Morena Kozijan, Lena Kronberger, Markus Lienbacher, Amelie Nußbaumer, Thomas Pölzl, Leonie Schmidbauer, Melissa Schnell, Chiara Seinitzer, Anna Stanz, Celine Wöber, Vera Woide, Sila Yüksel.