Hans Karl Zisser wurde am 13. Februar 1900 in Grevenbroich im Rheinland geboren. Er absolvierte die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf und die Höhere Lehranstalt für das Baufach und das Kunstgewerbe in Graz. Danach studierte er in den Jahren 1924 und 1925 in Süd- und Norddeutschland Malerei.
Zwischen 1926 und 1972 war Zisser in Graz als Architekt tätig, in einigen Fällen auch an Projekten gemeinsam mit Fritz Hodnik. Der Schwerpunkt seiner Projekte lag auf Geschäftsbauten, Geschäftsportalen und Geschäftsfassaden sowie Innenausstattungen, Kinobauten und Bauten für das Gastgewerbe. Ab den 1930er Jahren beschäftigte er sich auch zunehmend mit städtebaulichen Fragen und entwarf 1933 gemeinsam mit Otto Seuter einen Kleinsiedlungshaustypus für den Holzbau und veröffentlichte regelmäßig Beiträge in der Zeitschrift „Bau- und Wohnberatung“. In den letzten Jahren plante er vor allem Einfamilienhäuser und Fabrikhallen sowie Gewerbebauten. Er war Mitglied der Sezession Graz und der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs.
Hans Karl Zisser verstarb 1976 in Graz.
Ankauf von Galerist Eugen Lendl 2017. Die Sammlung umfasst persönliche Dokumente und Korrespondenzen sowie Pläne, Fotos und Unterlagen zu 170 Projekten.