Werner Traugott Hollomey wurde am 3. Februar 1929 in Schladming geboren. Er studierte ab 1947 an der Technischen Hochschule Graz und beendete sein Studium 1952 mit der Zweiten Staatsprüfung. Nach praktischen Erfahrungen in Salzburger und Wiener Architekturbüros eröffnete er 1953 in Graz sein eigenes Büro. Von 1954 bis 1968 war er Assistent am Institut für Baukunst und Entwerfen der Technischen Hochschule Graz bei Friedrich Zotter und Ferdinand Schuster.
Hollomey wurde 1974 ordentlicher Professor für Hochbau und Entwerfen an der Technischen Hochschule Graz, 1977/1978 sowie 1987 bis 1989 war er Dekan der Architekturfakultät, in den Jahren 1979 bis 1981 Rektor. Er vertrat weiters gemeinsam mit Hans Hollein die österreichische Architekturschule in den Jahren 1983 bis 1993 bei der Europäischen Kommission in Brüssel. In der Praxis arbeitete er 1959–1982 gemeinsam mit Eugen Gross, Friedrich Groß-Rannsbach und Hermann Pichler sowie assoziierten Kollegen in der Werkgruppe Graz zusammen, setzte aber auch Projekte gemeinsam mit Karl Hack und seinem Sohn Ralf Hollomey um. Hollomey gehörte außerdem zu den Gründungsmitgliedern des Forum Stadtpark in Graz, in dem er von 1960 bis 1970 das Referat „Architektur und Technik“ leitete. Darüber hinaus war er von 1985 bis 1989 Präsident der Urania Steiermark, fungierte von 1996 bis 2003 als ehrenamtlicher Bauberater der Evangelischen Kirche Steiermark und ab 1998 auch als Sachverständiger in der Kunst- und Liturgiekommission der Diözese Graz-Seckau.
2020/21 nahm er am Projekt Oral History des Instituts für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz teil.
Vom Institut für Architekturtechnologie übernommen 2025. Die Sammlung umfasst Vorträge, Korrespondenzen und theoretische Schriften sowie Pläne zu Projekten.