STDB/VERÖFFENTLICHUNGEN/INSTITUTSPUBLIKATIONEN

Basics of Urbanism
Aglaée Degros, Anna Bagarić, Sabine Bauer, ­Radostina Radulova-Stahmer, Mario Stefan, Eva Schwab
Zürich: Park Books, September 2021
Deutsch/Englisch, 244 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-03860-260-6
EUR 38,00

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Anhand von zwölf Begriffen werden in diesem Buch aktuelle städtebauliche He­rausforderungen mit konkreten Projekten verknüpft, Konzepte und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt sowie Umsetzungspro­zesse beschrieben. Im Vordergrund steht die Interaktion der ge­bauten Umwelt mit lebenden Systemen – ein Zugang, der sich innerhalb der Disziplin des Städtebaus langsam durchsetzt und die bisher prioritär gebäudeorientierte Praxis zugunsten einer Aufwertung des öffentlichen Raums zurückstellt.

Basics of Urbanism definiert und veranschaulicht Parameter, die einen territorialen Ansatz im Städtebau ins Blickfeld rücken. Der Raum zwischen den Gebäuden wird als wesentliche Struktur für ökologische und soziale Veränderungen innerhalb von klein­räumigen Nachbarschaften, Ensembles, Stadtteilen bis hin zu ganzen Städten behandelt. Dieser Ansatz umfasst vorausschau­ende zeitliche Aspekte ebenso wie die Miteinbeziehung beste­hender Ressourcen bei der Schaffung räumlicher Qualitäten.
Mit Beiträgen von Markus Bogensberger, Aglaée Degros, Eva Schwab und Marcel Smets sowie Interviews mit Blaz Babnik, Stefan Bendiks, Ilka Cerpes, Harald Grießer, Gernot Kupfer, Robert Loher, Claudia Nutz, Ans Persoons, Katarina Psegionnaki, Michael Ryckewaert, Rudolf Scheuvens, Carol Schmitt, Marcel Smets, Maarten van Aacker, Bernd Vlay, Johann Zancanella und Sibylla Zech.

Aglaée Degros ist Architektin und Stadtplanerin sowie Gründerin des Büros Artgineering in Brüssel. Seit 2016 ist sie Leiterin und Professorin am Institut für Städtebau der TU Graz.
Anna Maria Bagarić ist Architektin und arbeitet als Assistentin am Institut für Städtebau der TU Graz
Sabine Bauer ist Architektin und lehrt und forscht am Institut für Städtebau der TU Graz.
Radostina Radulova-Stahmer ist Architektin und arbeitet als Doktorandin und Dozentin am Institut für Städtebau der TU Graz.
Mario Stefan arbeitet als Architekt im Büro Nussmüller Architekten in Graz. Während seines Studiums war er 2015–2020 als Assistent am Institut für Städtebau der TU Graz tätig.
Eva Schwab ist Landschaftsarchitektin und stellvertretende Leiterin des Instituts für Städtebau der TU Graz. Sie studierte Landschaftsarchitektur in Wien und Barcelona und promovierte an der Universität für Bodenkultur in Wien.

Spannungsfeld privatrechtlicher und öffentlicher Instrumente zur Steuerung der wohnstandortbezogenen Mobilität
Mobilitätsverträge, Städtebauliche Verträge und Mobilitätsfonds im Blick 
Praxisorientierter Leitfaden des Forschungsprojektes Urban MoVe - Privatrechtliche Verträge (z.B. Mobilitätsverträge, -fonds, städtebauliche Verträge) als innovative stadt- und mobilitätsplanerische Planungs- und Steuerungsinstrumente.

Förderprogramm: Stadt der Zukunft, 5. Ausschreibung; Fördergeber: BMK / FFG

Projektkonsortium: yverkehrsplanung GmbH (Lead), Institut für Städtebau der Technischen Universität Graz, Forschungsbereich Bodenpolitik und Bodenmanagement der Technischen Universität Wien; Grazer Energieagentur GesmbH, UIV Urban Innovation Vienna GmbH

Das Thema Wohnen gewinnt als zentrales Handlungsfeld für Klimaschutzmaßnahmen zunehmend an Bedeutung. Für eine gesamtheitliche klima- und energieeffiziente Planung des Wohnstandortes ist frühzeitiges Mitberücksichtigen und Mitplanen von Mobilitätsbelangen und innovativen Mobilitätslösungen unumgänglich, da ca. 80% aller Wege am Wohnstandort beginnen und dort auch enden.
Hier setzte das Forschungsprojekt Urban MoVe an. Mithilfe der Analyse und Evaluation erster Praxisbeispiele (Graz, Wien) wurde der Forschungsfrage nachgegangen, inwiefern sich privatrechtliche Instrumente (z.B. Mobilitätsverträge, -fonds, städtebauliche Verträge) zwischen Kommunen und Projektwerber*innen als Steuerungsinstrumente für eine verschränkte, zukunftsorientierte Stadt- und Mobilitätsplanung eignen und wie eine Neu- und Weiterentwicklung dieser Instrumente vor dem Hintergrund von Mobilitätsinnovationen (z.B. Sharing- & Elektromobilität, Mobility as a Service) aussehen können. 
Anspruch des Projektes ist, einen Perspektivenwechsel von monomodaler auto-orientierter zu multimodaler Mobilität zu unterstützen. Es wird aufgezeigt, wie durch Weiterentwicklung hoheitlicher als auch privatrechtlicher Instrumente unter Einbezug der vielfältigen Planungsakteur*innen nachhaltige wohnstandortbezogene Mobilität verbindlich umgesetzt sowie frühzeitig adressiert und gesteuert werden kann.

Mobilität 2030+ an der TU Graz
Mitglieder der AG Mobilität:
Stellvertretende Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats: Günter Getzinger
Institut für Städtebau:
Aglaée Degros, Sabine Bauer, Markus Monsberger
HTU Graz:
Carina Mazelle, Valentin Gritsch
Betriebsrat der TU Graz: Herbert Penker, Ivonne Simon-Reitermayer
OE Gebäude und Technik (beratend):
Mario Hafner

Mobilität ist der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgas-Emissionen an der TU Graz, wobei der größte Teil davon den Dienstreisen zuzuordnen ist.
Zwei Drittel der Studierenden und etwas mehr als die Hälfte der Bediensteten nutzen bereits emissionsfreie Mobilitätsmodi, gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad. Um weitere Einsparungen mit dem Ziel der Erreichung einer Klimaneutralität im Mobilitätsbereich zu erreichen, braucht es weitere Maßnahmen. Zu den Maßnahmen gehören weitere Radverkehrsförderungsvorhaben, die Förderung von Elektromobilität und die weitere Reduktion von Pkw-Parkgenehmigungen am Campus.
Im nächsten Schritt sind die Verlagerungen (von Dienstreisen) mithilfe von Telearbeit im Alltag zu festigen und zu optimieren.  Aber auch die Ökologisierung von Dienstreisen muss vorangetrieben werden, sodass zukünftig neben Kosten- und Zeitfaktoren auch Aspekte der Nachhaltigkeit als Entscheidungsgrundlage für Dienstreisen herangezogen werden.
arüber hinaus ist die Entwicklung ergänzender Projekte zur Herstellung sicherer und leistungsfähiger Verbindungen in der Umgebung der Universitätsstandorte essentiell. Das betrifft einerseits effektive Radwegeverbindungen zwischen den Grazer Forschungs- und Bildungseinrichtungen, aber auch eine Steigerung der Fußverkehrsfreundlichkeit durch die Schaffung eines Netzwerks attraktiver öffentlicher Räume rund um die Campusse in der Stadt.

Wohnen 4.0
Institut für Städtebau:
Eva Schwab/Sabine Bauer/Cornelia Pregartbauer/Mario Stefan/Aglaée Degros
Kampus Raumplanungs- und Stadtentwicklungs GmbH:
Daniel Kampus/Bettina Burgsteiner/Csilla Huss/Katja Hofmeister

Impressum
TU Graz/Institut für Städtebau
Rechbauerstraße 12/II
A-8010 Graz
Eigendruck

Die Wohnraumentwicklung im 21. Jahrhundert sieht sich neuen Herausforderungen gegenüber: Globalisierung, Zentralisierung, unterschiedliche Lebenskonzepte, Auflösung gesellschaftlicher Konventionen und demographischer Wandel sind wohl die größten. Dem gegenüber steht die Frage, wie man Bewohnern und Bewohnerinnen von kleinen Städten und Gemeinden mittels neuer Wohnformen maximale Lebensqualität und Zugang zu den nötigen öffentlichen Einrichtungen garantiert.
Das Projekt „Wohnen 4.0“ sucht Antworten darauf. Im Auftrag des Regionalmanagements Obersteiermark Ost entwickeln das Institut für Städtebau der TU Graz und die Kampus Raumplanungs- und Stadtentwicklungs GmbH mögliche Lösungen: Zentrumsstärkung und Umnutzung, Mobilität und nachhaltige Entwicklung, Zugänglichkeit von Wohnraum und innovative Wohnformen für die östliche Obersteiermark stehen dabei im Vordergrund. Die Ausstellung, die in Kalwang, Kapfenberg, Leoben, Trofaiach und St. Stefan ob Leoben zu sehen sein wird, präsentiert konkrete Entwicklungsstrategien und innovative Wohnprojekte lokaler Architekten und Architektinnen.
Das Projekt „Wohnen 4.0“ wird vom Regionalressort des Landes Steiermark mit Mitteln des Steiermärkischen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes finanziert.  

Traffic Space is Public Space
Stefan Bendiks/Aglaée Degros
Zürich: Park Books, Oktober 2019
Deutsch/Englisch, 224 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-03860-165-4
EUR 38,00
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Öffentliche Räume sind die Essenz urbanen Lebens. Eine effektive Möglichkeit, deren Qualität und Quantität in unseren Städten zu erhöhen, ist die (Re-)Transformation von Verkehrsräumen in echte öffentliche Räume. Hierzu bedarf es zuallererst eines gerechteren Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Nutzern. Dies bedeutet, dem Verweilen und aktiver Mobilität (Radfahren und Zufussgehen) mehr Platz einzuräumen. Zur Planung dieser Räume reichen jedoch die traditionellen Prinzipien der Verkehrs- und der Stadtplanung nicht aus. Andere Ansätze und Instrumente sind nötig.
Sie betreffen sowohl die Gestaltung als auch den Prozess und sind in diesem Buch nicht als Regeln, sondern als kreative Strategien formuliert: das Vernetzen, die Co-Produktion, die Aktivierung der lokalen Ökonomie, die gemeinschaftliche Nutzung des Raums, der zirkuläre Metabolismus und die angemessene Ästhetik. Anhand von inspirierenden Referenzprojekten und eigenen Arbeiten geben Stefan Bendiks und Aglaée Degros einen Einblick in die Wandlung von Verkehrsräumen in öffentliche Räume.

Stefan Bendiks ist Architekt und Stadtplaner sowie Geschäftsführer des Büros Artgineering in Brüssel. Er lehrt zu Architektur und Städtebau an zahlreichen Institutionen in Europa und war 2013/14 Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Aglaée Degros ist Architektin und Stadtplanerin sowie Gründerin des Büros Artgineering in Brüssel, das sich mit Strategien zur Entwicklung von Städtebau und Mobilität befasst. Seit 2016 ist sie Professorin am Institut für Städtebau der TU Graz

GAM.15 Territorial Justice
Berlin: Jovis Verlag, 2019
Deutsch/Englisch, 308 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-86859-855-1
EUR 19,95
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Guest Editors: Aglaée Degros und Eva Schwab

Territoriale Gerechtigkeit ist angesichts wachsender Ungleichheiten im Zugang zu und der Verteilung von Ressourcen (wieder) zu einer aktuellen Forderung und Aufgabe von Architektur, Raumplanung und Urbanismus geworden. GAM.15 – Territorial Justice widmet sich peripheren, ländlichen RÄumen, die von diesem Diskurs bislang wenig beachtet wurden. Die Beiträge von GAM.15 aus Urbanismus, Landschaftsarchitektur, Regionalplanung, Soziologie und Geografie zeigen Räume in Transformation und stellen Ideen vor, wie räumliche Gerechtigkeit aussehen kann. In aktuellen Zustandsbeschreibungen benachteiligter Gebiete wird deutlich, dass jede Politik, die darauf abzielt, Ungerechtigkeit zu beseitigen oder zu bekämpfen, gut beraten ist, spezifisch räumlich-soziale – also territoriale – Blickwinkel einzunehmen und somit auf die Expertise von PlanerInnen und  GestalterInnen angewiesen ist.

Inhaltsverzeichnis | Buchrezension dérive | Buchrezension BauNetz

Mit Beiträgen von
Erich Biberich, Tatjana Boczy, Ruggero Cefalo, Martin Courtz, Aglaée Degros, Nicolas Escach, Sébastien Este, Michael Friesenecker, Roland Gruber, Vincent Van der Heyde, Hans Hortig, Yuri Kazepov, Andreas Lechner, Ute Mahler, Werner Mahler, Don Mitchell, Michael Nève de Mévergnies, Viviana Rubbo (Urban Reports), Eva Schwab, Bernardo Secchi, Hille von Seggern, Emanuele Sommariva, Isabel Stumfol, Pierre Veltz, Paola Viganò, Michael Wagner, Michael Woods, Sibylla Zech

Planning Capital Cities. Belgrade, Bucharest, Sofia
Grigor Doytchinov/Alexandra Dukić/Cǎtǎlina Ionitǎ (Hg.)
Graz: Verlag der TU Graz, 2015
Englisch, 289 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-85125-398-6
EUR 32,00
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Das Ziel der Publikation ist es, der Frage nach der Einheitlichkeit der Planung von Belgrad, Bukarest und Sofia nachzugehen und analoge Ideen als Zeichen einer Einheit zu erkennen. Die Annahme, dass der Städtebau der drei Hauptstädte semantische Verbindungen aufweist, beruht auf einigen Rahmenbedingungen, die Argumente für die kulturelle Vernetzung liefern: Der primäre Faktor ist die räumliche Nähe als Voraussetzung für Koexistenz und Interferenzen. Der sekundäre Faktor ist die vergleichbare Stadtgeschichte. Beide Faktoren sind die Voraussetzung für Ähnlichkeiten in der Raumorganisation und des urbanen Erbes im breitesten Sinn. Einige historische Fakten bieten überzeugende Argumente für die Analogien der drei Städte bzw. ihre Unterscheidung von den zentral- und westeuropäischen Hauptstädten sowie ihre Betrachtung als verwandte Forschungsobjekte: die vormoderne, osmanische Periode; die verspätete Infiltrierung der kapitalistischen Wirtschaftsformen und die verzögerte Nationenbildung; die seit dem 19. Jahrhundert dominierenden kulturellen Einflüsse Europas und letztendlich die instabile geopolitische Ordnung der Region, die auf den Städtebau reflektiert. Der Überblick ist chronologisch und hebt phasenweise die semantischen Annäherungen und Distanzierungen des Städtebaus der Hauptstädte hervor.
Die AutorInnen bzw. HerausgeberInnen: Mihai Alexandru, Aleksandra Djukić, Grigor Doytchinov, Maria Duda, Hristo Ganchev, Harald Heppner, Câtâlina Ionitâ, Eva Vaništa Lazarević, Mirjana Roter-Blagojević, Nikola Samardžić, Monica Sebestyen, Angelica Stan, Miruna Stroe, Hannes Swoboda, Andrea Udrea, Yani Valkanov, und Milena Vukmirović.

Grigor Doytchinov war ab dem Jahr 1992 am Institut für Städtebau der TU Graz und ab Oktober 2004 A.o. Universitätsprofessor; seit September 2015 befindet er sich im Ruhestand.