Lehrende:
Lukas Imhof
Jonas Klaaßen
Marisol Vidal
Matthias Lang-Raudaschl
Der Begriff „liminal“ leitet sich vom lateinischen Wort „limen“ ab und bedeutet Schwelle. In der Anthropologie bezeichnet er die Übergangsphase in Zeremonien oder Initiationsriten: eine Veränderung von Identitäten innerhalb sozialer Strukturen. In der Architektur beschreibt Liminalität die Fähigkeit eines Raumes, an den Rändern von Binaritäten zu existieren – zwischen innen und außen, privat und öffentlich, temporär und permanent.
An der Schnittstelle klimatischer, rechtlicher und kultureller Grenzen gelegen, entziehen sich solche Räume oft einer eindeutigen Kategorisierung. Sie eröffnen ein diskursives Feld, in dem konventionelles Bauen durch Experiment und kritische Reflexion ersetzt wird. Durch den Einsatz analoger und digitaler Entwurfstechniken (Modellbau und Grasshopper) untersuchten wir, wie textile Materialien die feinen Nuancen räumlicher Grenzen artikulierten und unsere Gewohnheiten von Komfort und Offenheit hinterfragten. Zudem befassten wir uns mit den konstruktiven Eigenschaften von Textilien und Membranen, dem Spannen und Hängen, und wie sich dieses Verhalten im architektonischen Detail ausformulieren ließ. Die Untersuchung wurde ergänzt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit Positionen zu Grenzen und Schwellen. Die Studie fand im „GRNGR“, einem ehemaligen Gasthof, in Graz statt, wo sich Liminalität als räumliche und als kulturelle Bedingung entfaltete. Hier untersuchten wir das Potenzial der Architektur, kulturelle und inklusive Bewegungen zu fördern.
Aybüke Cavas | Andrea Groder | Sebastian Kinzl
Lorenz Kerschensteiner | Manuel Rothleitner | Patrick Preck
Bianca Hengst | Bendjamin Udomkaewkanjana | Oskar Worbis
Hannah Reitinger | Matthias Demetz | Elena van der Kallen
Laura Juch | Lisa-Marie Sohneg | Dehli Stach
Nuša Šantl | Susanne Redl | Qëndresa Bllaca