Lehrende:
Solveig Furu Almo
Im Zentrum dieses Studios standen die Phasen des gebauten Gefüges: ständige Übergänge, die zeigten, dass Architektur lebt, sich wandelt und bewegt. Eine Fügung zweier Materialien, der Rhythmus von Licht und Schatten, der Bruch einer Oberfläche. Jedes Detail offenbarte Qualitäten des vorhandenen. Wir fragten uns: Wie verwalten wir unsere gebaute Umgebung? Welche Phasen prägen sie? Wie können Architekt*innen beobachten, aufzeichnen, erkennen, restaurieren, renovieren, sanieren und daraus lernen?
Bevor Neues erfunden wurde, stand die Beobachtung. Wir spürten verschiedene Atmosphären, analysierten Materialität und verfolgten Licht und Klang. Wir lernten, unsere gebaute Umgebung zu lesen. Daraus wuchs ein „Toolkit“ welches wir auf den Entwurf übertragen konnten.
Im Abschlussprojekt „Museum of the Ordinary“ entwickelte jede*r aus einem Bestand einer ehemaligen Brauerei in Gries, Graz ein Museum. Es entstand ein Ort, in dem das Alltägliche durch präzise Fügung und bewusste Komposition in etwas Außergewöhnliches verwandelt wurde.
Die Entwürfe verstehen Architektur als das Lesen von Bedeutungen und das präzise Setzen von Eingriffen, um Transformationen zu ermöglichen, die unsere Umwelt bewahren und zugleich erneuern.